Zur Pixar-Ausstellung nach Bonn

Ursprünglich hatten wir für die Rückreise unseres Viersen-Besuchs im November einen mehrstündigen Zwischenstopp in Bonn geplant, um dort die Pixar-Ausstellung zu besuchen. Da ich jedoch am letzten Tag krank war, mussten wir den Ausstellungsbesuch verschieben und sind direkt nach Hause gefahren. So kam es, dass wir uns am 5. Januar 2013 erneut auf den Weg machten.

Mit Frühstück, guter Laune und Marty im Gepäck machten wir uns um kurz nach Neun auf den Weg Richtung Bahnhof. Das Wetter war ziemlich bescheiden und sollte laut Wettervorhersage auch am Rhein nicht besser werden. Aber von solchen Kleinigkeiten lassen wir uns ja nicht abhalten. Der Bahnverkehr ist an den Vormittagen während der Woche recht ruhig, sodass wir pünktlich in der ehemaligen Bundeshauptstadt ankamen, wo Schatzi bereits wartete. Ich kann es mir immer noch nicht verkneifen, „Hallo Schatzi!“ über den gesamten Bahnsteig zu quäken.

Die hatte unseren Koffer dabei, sodass wir zunächst ein Schließfach suchten, in dem wir den ganzen mitgeschleppten Kram unterbringen konnten. Rund um die Schließfachanlage im Bonner Hauptbahnhof sammelt sich die dortige Szene. Sehr apart und ein leichter Kulturschock, wenn man soeben der gediegenen Ruhe des ICE entstiegen ist. Der Boden ist vollgerotzt und … ich will gar nicht wissen, was sich da noch alles findet. Die oberen Schließfächer stanken nach Verwesung, die unteren nach Urin. Eines der unteren Schließfächer roch zwar auch unangenehm, war aber zumindest halbwegs sauber von innen.

Als nächsten suchten wir die Postfiliale in der Innenstadt auf, da Schatzi und ich dort noch etwas zu erledigen hatten, dann konnte die Eroberung Bonns beginnen. Durch die verregnete Innenstadt zu laufen, hatten wir wenig Lust. Frühstück brauchten G. und ich nicht, da wir ja im Zug gefrühstückt hatten. Also besorgten wir für Schatzi etwas zu essen, bevor wir zurück in den ekligen Bahnhof gingen, um von dort aus die U-Bahn zu nehmen.

Werbung der Fossilien-Ausstellung

Fossilien-Ausstellung

In der U-Bahn bemerkten wir leicht amüsiert die Ankündigung einer Fossilien-Ausstellung. Aber die schauen wir uns dann doch lieber hier daheim an, schließlich ist die Grube Messel nicht weit entfernt.

Unser erstes Ziel war die Godesburg. Leider gab es dort, nachdem wir den Berg erklommen hatten, nicht viel zu sehen, denn oben in der Burg sind ein Restaurant und ein Hotel untergebracht. Ob man eventuell in den Sommermonaten den Turm besteigen kann, wissen wir nicht. Als wir dort waren, war der Turm verhüllt und auf dem Burghof sah es nach Baustelle aus. So blieb uns nichts weiter, als ein paar nette Bilder von außen zu machen und dann wieder den Berg runter zu laufen. Immerhin sind die Bilder aufgrund des Wetters recht stimmungsvoll geworden.

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Godesburg, ein Album auf Flickr.

Ebenfalls in Bad Godesberg befindet sich der Werksverkauf von Haribo. Da mussten wir hin!

Haribo Werksverkauf

Haribo Werksverkauf

Worauf wir allerdings verzichtet haben, war der Outlet-Store des örtlichen Schwarzmarktes:

Schwarzmarkt-Outlet-Store

Schwarzmarkt-Outlet-Store

Anschließend wendeten wir uns ernsthaften Dingen zu. Mit der U-Bahn ging es wieder ein Stückchen weiter Richtung Innenstadt bis zur Bundeskunsthalle. Die war ja schließlich unser eigentliches Ziel des Tages.

Pixar

Leider durfte man in der Ausstellung selbst keine Photos machen. Dies wurde auch relativ streng überwacht. Lediglich im Eingangsbereich gab es ein paar Dinge, die man photographieren konnte und durfte.

In der Ausstellung gab es Unmengen von Skizzen und Aquarell-Zeichnungen zu sehen. Nur vom letzten Pixar-Werk, Merida, gab es kaum noch Papierkram. Zumindest war kaum etwas in der Ausstellung zu sehen. Die Ausstellung war recht klein, was aufgrund des relativ geringen Eintrittspreises von 9 Euro schon zu erwarten war. Nicht dass ich 9 Euro besonders günstig finde, aber bei den heutigen, teilweise recht unverschämten Preisen für solche Freizeitvergnügen ist ein einstelliger Eintrittspreis tatsächlich ziemlich günstig. Zwar war es recht interessant zu sehen, wieviel dort immer noch auf Papier gearbeitet wurde, aber nur für die Ausstellung hätte es sich nicht gelohnt, so weit zu fahren. Extrem voll war es außerdem, bereits an der Kasse war eine lange Schlange bis zur Türe.

Nach etwa einer Stunde waren wir durch und sind zurück in die Innenstadt gefahren. Wir hatten Hunger, der beim nächsten Fast-Food-Restaurant gestillt wurde. Was wäre ein Besuch einer fremden Stadt ohne Einkehr bei McDonald’s? Die restliche Zeit, die uns noch bis zur Abfahrt verblieb, schlenderten wir durch die verregnete Bonner Fußgängerzone. Außerdem machten wir einen Abstecher ins Bonner Münster.

Bonner Münster

Bonner Münster

Leider war es zu verregnet und schon zu dunkel, um alles Schöne zu entdecken. So bleibt es bei Bildern vom Sterntor, über das man quasi stolpert und das man gar nicht übersehen kann, wenn man durch die Bonner Fußgängerzone läuft.

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Sterntor Bonn, 5. Januar 2013, ein Album auf Flickr.

Um 19 Uhr ging der erste Zug Richtung Heimat, eine viertel Stunde später der zweite in die andere Heimat. Wir machten uns auf den Weg zurück zum Bahnhof. Dort befreiten wir den armen Marty und den Koffer aus dem stinkenden Schließfach. Die dort angesiedelte Szene war in der Zwischenzeit enorm angewachsen, lauter und ekliger geworden. Wir beeilten uns und standen dann lieber noch ein wenig am Gleis rum, wo ein deutlich niedrigerer Blutalkoholgehalt auf deutlich mehr Menschen verteilt war.

Unser Zug fuhr pünktlich in den Bonner Hauptbahnhof ein und pünktlich um 18:14 Uhr in Richtung Mainz ab. Kurz hinter Bonn blieb er stehen. Der Grund hierfür war wohl eine Signalstörung, wegen der für Koblenz ca. 10 Minuten Verspätung angekündigt wurde. Diesmal hatten wir allerdings mehr Glück als bei unserem Viersen-Trip. Bis Mainz konnten wir die Verspätung soweit aufholen, dass wir bequem noch unseren Anschlusszug erreichten und pünktlich in Darmstadt zurück waren.

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