Besuch bei unserem Schloss 2015

Auf der Suche nach dem Sommer Part II

Auch in diesem Jahr fuhren wir an unserem Jahrestag wieder nach Köln, um unser Schloss an der Hohenzollernbrücke zu (be-)suchen. Ich nutzte die Gelegenheit, um meine Suche nach dem Sommer fortzusetzen. Denn auch am Mittwoch auf dem Weg zur Arbeit war von Sommer weit und breit nichts zu sehen. Und die Blumen in der Orangerie sehen bei Sonnenschein ja auch viel schöner aus.

Gut gelaunt machten der Lebensabschnittsgefährte und ich uns um 8 Uhr auf den Weg zum Bahnhof, wo ich mir wie üblich noch einen Kaffee holte.

Darmstadt_Hauptbahnhof

„Heute ist ein guter Tag zum Sterben“, dachte sich irgendjemand und warf sich vor den Zug. Unser IC von Mainz nach Köln hatte mindestens 50 Minuten Verspätung. Na toll! Aber zum Glück hatte der IC2010 ebenfalls 35 Minuten Verspätung, sodass wir diesen in Mainz nehmen konnte und mit nur wenigen Minuten Verspätung in Köln eintrafen.

Wie auch im letzten Jahr gingen wir im Café Reichard frühstücken. Beinahe wäre nichts daraus geworden, denn Frühstück gibt es bei Reichard nur bis 11:30 Uhr. Und damit nimmt man es sehr genau. Als wir ankamen, fragten wir die Bedienung, die rumstand, ob es noch Frühstück gäbe. Sie sah auf ihre Armbanduhr und meinte: „Noch fünf Minuten.“ Wir setzten uns an einen Tisch mit Blick auf den Dom und die Domplatte.

Am Nachbartisch saß eine dicke Königin, zwar nicht die englische, aber auch sehr beeindruckend anzusehen.

Hummel

Langsam bekam ich schlechte Laune. Zwei Bedienungen waren an unserem Tisch vorbei gegangen, ohne uns eines Blickes zu würdigen. Ich hatte den Verdacht, man würde uns hier sitzen lassen, bis es zu spät für ein Frühstück sei. Dann würde ich jedoch unverrichteter Dinge das Café verlassen. Aber ich hatte mich geirrt, eine Bedienung kam. Ich bestellte ein Frühstück, sie blickte auf ihre Armbanduhr, zögerte einen kurzen Moment und notierte dann unsere Bestellung.

Fruestueck

Nach dem Frühstück gingen wir auf die Hohenzollernbrücke, um unser Schloss zu suchen. Wie schon im letzten Jahr mussten wir Photos zur Hilfe nehmen, um es in der unglaublichen Menge von Vorhängeschlössern zu finden. Aber nach einer Weile entdeckten wir es dann doch endlich!

Schloss

Wir schauten noch eine Weile auf den Rhein und auf die Möwe, die sich auf der Stange am Brückenpfeiler zum Schlafen fertig machte.

Man baut immer noch am Rheinboulevard herum, ist aber doch schon ein ganzes Stück weiter als im letzten Jahr.

In diesem Jahr stand wieder der KölnTriangle auf dem Programm, verknüpft mit der Hoffnung, dass er nicht wieder geschlossen sei. Wir schlenderten durch die kleine Grünanlage, in der der Turm steht.

Diesmal hatten wir Glück und der Blick, der sich bietet, wenn man aus dem Gebäude heraus auf die Aussichtsterrasse tritt, ist phantastisch!

Koeln_Panorama_01

Als nächstes stand die Ausstellung Star Wars Identities auf unserem Programm, die zurzeit im Odysseum zu sehen ist. Vom KölnTriangle zum Odysseum gingen wir zu Fuß, vorbei am Deutzer Bahnhof und der Lanxess-Arena, von wo wir noch einmal zurück blickten.

Triangel_Koeln_02

Wir liefen die Gummersbacher Straße entlang, was eine ziemlich trostlose Angelegenheit ist. Aber schon bald sahen wir endlich das Odysseum.

Wir hatten im Vorfeld lange überlegt, ob uns der vergleichsweise hohe Eintritt angemessen erscheint. Zumal man auch nur wenige Berichte von Besuchern der Ausstellung im Internet findet. Aber da es sich nun einmal um Star Wars und eine ziemlich einmalige Gelegenheit handelt, entschlossen wir uns dafür.

Tickets_Star_Wars

Aber ganz so schnell geht es nicht. Man muss am Eingang warten, bis man eingelassen wird.

Einlass#

Diese Ausstellung ist interaktiv. Wenn man möchte, kann man seinen eigenen Star-Wars-Charakter zusammenbasteln. Ich entschied mich für einen Gungan.

Charakter_waehlen

Was genau man tun muss, um einen Charakter zu formen, verrate ich an dieser Stelle nicht. Das muss jeder selbst bei einem Besuch dieser Ausstellung herausfinden. Dafür gibt es ein paar Bilder der Exponate.

Pod-Renner

Darth_Vader

Die Exponate sind Originale von Lucasfilm, Kostüme, die während der Dreharbeiten getragen wurden, Modelle, die im Film zu sehen sind usw. Außerdem gibt es zu vielen Charakteren die Entstehungsgeschichte. Für Star-Wars-Fans ein absolutes Muss. Für Leute, die mit Star Wars nichts am Hut haben, eher uninteressant.

Der Charakter, den ich zusammengebastelt habe, ist ein ehemaliger Tauntaunzüchter, der sich der dunklen Seite der Macht zugewandt hat, während der Lebensabschnittsgefährte einen abenteuerlustigen Wookiee-Beamten formte. Aber ich finde, wir sehen gut aus.

Am Ende mussten wir dann noch durch den Souvenir-Shop der Ausstellung. Die Preise hier waren dermaßen überzogen, dass ich es mir verkniffen habe, ein Andenken an die Ausstellung mitzunehmen.

Wir fuhren mit dem Bus in die Innenstadt zurück und schlenderten noch ein wenig in der Fußgängerzone herum. Außerdem hatten wir mittlerweile Hunger, der in Köln natürlich mit einer Currywurst gestillt werden wollte. Nachdem wir uns noch Getränke und Proviant in Form von Nussecken für die Rückfahrt besorgt hatten, gönnten wir uns noch ein Eis, das wir am Fuß des Domes verspeisten, während wir dem munteren Treiben zusahen und dem wirklich guten Straßenmusikanten lauschten. Dann machten wir uns auf den Heimweg.

Unser Zug hatte mal wieder Verspätung. Als wir endlich losfuhren, betrug diese 13 Minuten. Der Grund hierfür war: Wir mussten auf einen anderen Zug warten, damit die Reisenden noch in unseren Zug einsteigen konnte. Ich war ziemlich genervt, denn für uns bedeutete dies, dass unser Anschlusszug in Mainz vermutlich weg sein würde, wenn wir endlich dort ankommen sollten. In Mainz sollten wir nur 11 Minuten Zeit zum Umsteigen haben. Da wir nun 14 Minuten Verspätung hatten, konnten wir diesen nicht mehr erreichen. Der nächste Zug nach Darmstadt würde eine Stunde später fahren. Daher fuhren wir mit dem IC weiter bis Frankfurt Hbf, wo wir in einen Regionalzug nach Darmstadt umstiegen. Das war immer noch angenehmer als fast eine Stunde in Mainz warten zu müssen und reduzierte außerdem unsere Verspätung auf 35 Minuten.

Aber schon bald war mir das ziemlich egal. Ich war total fertig und brauchte dringend eine Mütze voll Schlaf. Tagestouren können ganz schön anstrengend sein …

schnarch

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