Bürobesuch mal wieder

Um 06:05 Uhr fuhr die Tram Richtung Hauptbahnhof ab. Nach zwei Wochen Urlaub war das definitiv zu früh. Ich hatte wie üblich meinen Rucksack-Trolley und außerdem noch eine Umhängetasche mit zwei Leitz-Ordnern für die Kollegin dabei. Aus dieser Tasche tropfte es wie blöde, als ich in die Tram einstieg. Oh nein, mein Kaffee! Ich hatte den Becher, der neben den Ordnern stand, nicht richtig geschlossen und nun lief der Kaffee in die Umhängetasche, durch die Nähte und tropfte von dort auf den Boden.

Das Zewa, das ich um den Becher gelegt hatte, war bereits braun getränkt. Ich wühlte im Rucksack und in sämtlichen Taschen, doch alles, was ich fand, war ein bereits einmal benutztes Taschentuch in meiner Hosentasche. Notdürftig feudelte ich damit zunächst die Tasche, dann den Boden der Tram. Zu guter letzt nahm ich mein Star-Wars-Buff vom Hals und – Blasphemie! – wischte damit die Restkaffeefeuchtigkeit aus der Tasche und vom Becher. Dann wickelte ich das Buff um den Becher und ließ den durchweichten Zellstoffhaufen vorerst auf dem Boden liegen. Als ich ausstieg, nahm ich das Drama mit und entsorgte es im nächsten Mülleimer.

Immerhin war mein Kaffeebecher noch halbvoll, so dass ich im Regionalzug nach Mainz frühstücken konnte. Dieser fuhr übrigens pünktlich los und kam pünktlich an. Vom IC konnte man dies leider nicht behaupten. Zwar betrug die Verspätung nur 8 Minuten, aber die reichten aus, um meinen Anschluss in Düsseldorf nicht mehr zu erreichen. Glücklicherweise hat der Ballungsraum Ruhrgebiet noch ein paar mehr Verbindungen zu bieten, daher fuhr ich über Asitown nach Krefeld und kam dort mit insgesamt nur 12 Minuten Verspätung an.

Im Büro hatten wir die Besprechung diesmal zu fünft. Dementsprechend zog sich TOP 1 schon brutalst in die Länge. Allerdings war dies auch der wichtigste und ausführlichste, so dass wir die übrigen schnell durchhecheln konnten. Anschließend musste ich noch zwei Laptops für einen bevorstehenden Ferienworkshop vorbereiten.

laptops

Zum Schluss hetzte ich mich ein wenig ab, um den Zug um 14:35 Uhr noch zu bekommen. Der nächste sollte erst zwei Stunden später abfahren und ich hätte nicht gewusst, womit ich mir zwei Stunden die Zeit vertreiben sollte. So war es ganz gut, dass ich quasi in letzter Minute fertig wurde. Ich schloss die Laptops im Büro ein und trabte zurück zum Bahnhof.

buerobesuch_im_oktober

Der Regionalzug von Krefeld nach Köln und sogar der IC in Köln fuhren pünktlich los und kamen pünktlich an. Mir war nicht klar, womit ich so viel Bahnfahrglück verdient hatte. Lediglich der Regionalzug von Mainz nach Darmstadt haute noch 5 Minuten Verspätung aufgrund eines vorausfahrenden Zuges rein, aber angesichts der Tatsache, dass ich eh immer rennen, dass mir die Lunge rausfliegt, oder 15 Minuten auf die nächste Bahn warten muss, war mir das ganz recht, auch wenn der Reisebericht dafür etwas kürzer, um nicht zu sagen langweiliger ausfällt. ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.