Erste Fahrradtour des Jahres

Der wettermäßig eher plötzlich einsetzende Frühling hat uns dazu veranlasst, während der Woche schon die Fahrräder zu reinigen und fit zu machen, um am Wochenende die erste Fahrradtour des Jahres zu unternehmen. Ziel war der Altrheinarm bei Stockstadt. Gekommen sind wir auf diese Strecke, da die Modau, ein kleiner Fluss im Süden Hessens, durch den südlichsten Stadtteil von Darmstadt fließt und später in den Altrheinarm mündet. 
 
 
Ich war schon im vergangenen Jahr auf die Idee gekommen, aber mit der Umsetzung hatten wir es leider nicht geschafft. Am ersten schönen Wochenende in diesem Jahr sollte es dann so weit sein. Zuvor bereiteten wir noch unsere Fahrräder vor, Bremsen und Schaltung nachstellen, sauber machen, alles überprüfen, was man einmal jährlich überprüfen sollte. Mit gepackten Lenkertaschen ging es vormittags los. 
 
Zunächst mussten wir in den südlichsten Stadtteil von Darmstadt, nach Eberstadt. Durch diesen Teil der Stadt fließt die Modau nämlich und dort kreuzten wir auch erstmals das Flüsschen. 
 


 
Leider gibt es keinen Weg, der am Flussufer entlang führt, daher mussten wir ein wenig improvisieren. Wir hatten uns eine Strecke, die in etwa dem Flussverlauf folgt, rausgesucht und dabei Bundesstraßen etc. gemieden. Links vom Fluss führte ein Weg weiter, den wir wählten.

Die Fahrt führte uns aus Darmstadt hinaus, unter der Autobahn hindurch und durch Felder und Wälder, der nächste Ort, durch den wir fuhren, war Pfungstadt. 

Hier musste der Herr Lebensabschnittsgefährte erst einmal an seinem Drahtesel herumdoktern. Glücklicherweise war das nur ein kleiner Eingriff und wir konnten bald weiterfahren. An der Kirche hielten wir noch einmal zwecks Orientierung an.

Unser nächstes Etappenziel war Hahn, wovon ich allerdings keine Photos habe, und dann waren wir auch schon in Stockstadt. Wirklich weit ist die Strecke ja nicht. Das Wetter war herrlich und Strecke im Großen und Ganzen echt gut fahrbar.

Von unserem Fluss sahen wir allerdings nicht mehr viel, den fanden wir erst wieder, als wir die Mündung in den Altrheinarm erreicht hatten. 
 


 
Hier störten wir ein paar Angler, die auch schon alles bereit liegen hatten, um ihren Fisch später zu verzehren. Und während wir uns umschauten und Bilder machten, kamen zwei Typen im Schießer-Feinripp den Fluss entlang gepaddelt. 
 

 
Wir hatten Hunger und entschlossen uns, auf dem Kühkopf auf Futtersuche zu gehen. Dort gab es auch mehrere Ausflugslokale, aber keines davon hatte geöffnet. Als erstes steuerten wir das Hofgut Guntershausen an. Hier konnte ich immerhin mal für kleine Radfahrer gehen. Von Gastronomie war hier allerdings nichts zu sehen und auf die Ausstellung im Umweltbildungszentrum hatten wir keine Lust. 
 
Wir fuhren weiter Richtung Norden. Zwischendurch hatten wir wohl auch mal die falsche Richtung eingeschlagen und mussten unseren inneren Kompass mit Hilfe der Navigations-App auf dem Smartphone neu justieren. Auch das zweite Ausflugslokal sah eher nach Baustelle als nach Mittagessen aus. Uns blieb nichts anderes übrig, als bis Erfelden durchzufahren, den Altrheinarm erneut zu überqueren und rechtsrheinisch etwas Essbares zu suchen.  
 

 
Direkt gegenüber von der Brücke war ein Lokal, das recht gemütlich aussah und eine ansprechende Speisekarte hatte. Hier kehrten wir ein.  
 


 
Es gab Bratwurst, was ein riesiges Ding war. „Wir essen nur eine Kleinigkeit“, hatten wir uns zuvor überlegt, denn vollgefressen zu radeln ist nicht so optimal. Mit einer Wurst in der Länge eines DIN-A4-Blattes wurde aus dem Vorsatz schonmal nichts. Aber lecker war’s! 

 
 
Anschließend beschlossen wir, noch bis Griesheim zu fahren. Mir tat das Knie weh und ich hatte eigentlich auch schon keine Lust mehr. Aber hier auf dem Land war es etwas schwierig, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Hier fuhren nur Busse und ob man da die Fahrräder würde mitnehmen können, war mehr als fraglich. So radelte ich tapfer weiter gegen die Schmerzen. 
 
In Griesheim stiegen wir in die Tram, die bis zur Lichtwiese fuhr. Eine der Haltestellen war am anderen Ende unserer Straße. Das war zwar noch ein Stück weit weg, aber da der Weg nur noch bergab ging, war das weder fürs Knie noch für die Kondition ein Problem.  
 
Wir waren insgesamt 40 Kilometer geradelt. Für die erste Tour nicht schlecht.  
 

Und wer Lust auf ein hektisches Video hat, kann sich die Tour hier noch ansehen:
(ca. 200 MB groß, alle 5 Sek. ein Bild; wir üben noch *g*)

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