Landungsbrücken und U-434

Das beste Gepäckstück, das ich eingepackt hatte, war meine French Press von Bodum nebst Wasserkocher und Kaffeepulver. So begann auch dieser Morgen artgerecht mit einem Becher Kaffee.

Kaffee

Anschließend gab es einen für die Schwäbin ans Bett. Und dann war ich mit dem beschäftigt, was ich die meiste Zeit in unserem Zimmer machte: aufräumen. Der viel zu kleine Tisch war ständig vollgestellt und man wusste gar nicht, wo man seinen ganzen Krempel hinräumen sollte. Also räumte ich die ganze Zeit von A nach B, in den Schrank und wieder raus usw. Der Ordnungsfanatiker macht halt keinen Urlaub. Und trotzdem sah es immer unordentlich aus. Der Figur gegenüber auf dem Garagendach ging dies allerdings am Arsch vorbei.

Arsch

Aber was soll’s, irgendwann waren wir alle geduscht und angezogen und ausgehfein und es ging los, die Stadt erobern! Unser erstes Ziel waren die Landungsbrücken. Der Weg dorthin führt mit der S3 nach Buxtehude. Ja, liebe Nicht-Norddeutschen, das gibt es wirklich.

Buxtehude

Nach wenigen Stationen waren wir an den Landungsbrücken angekommen, die sich in den letzten 25 Jahren kaum verändert haben.

Landungsbruecken
Auf dem Weg nach oben musste allerdings ganz dringend ein Shoefie auf der Rolltreppe gemacht werden.

Shoefie

Dann ging es endlich ans Tageslicht!

Landungsbruecken_Turm

Lange konnten wir dort jedoch nicht verweilen, da während der S-Bahn-Fahrt der emsländische Ostfriese seine baldige Ankunft ankündigte. Also mussten wir überlegen, wie wir das regeln. Zuvor mussten wir allerdings noch eine Kerze in Gedenken an jemanden anzünden.

Kerze

Da der Badener und die Erzgebirgerin sich am Vortag bereits das U-Boot 434 angeschaut hatten, beschlossen wir nun, dass der Lebensabschnittsgefährte, meine Tochter und ich auf Tauchstation gehen, während der Rest der Kolonie den emsländischen Ostfriesen in Empfang nehmen sollte.

Eintrittskarten_U-Boot

Auf dem Weg zum U-Boot wurde natürlich geknipst, zur Hafen- und zur Landseite.

So ein U-Boot ist immer wieder eine spannende Sache. Und auch wenn es nichts für mich wäre, mich wochenlang in den beengten Räumen ohne Tageslicht und ohne Frischluft aufzuhalten, so schaue ich mir die Teile doch gerne an, wenn es irgendwo eines zu besichtigen gibt.

Die Führung war sehr interessant und führte auch auf die Kommandobrücke, wo man bei einer normalen Besichtigung keinen Zutritt hat. Es war jedenfalls sehr spannend.

U-Boot

Wir drücken dann mal auf’s Knöpfchen und tauchen ab. Für die Interessierten gibt es ein paar Bilder von technischem Kram, der überwiegend nicht mehr sonderlich vertrauenserweckend aussieht.

Die Welt ist ja nicht besonders groß, wie der eine oder andere schon feststellen durfte. Sie ist sogar so klein, dass man in einem beengten U-Boot im Hamburger Hafen eine Arbeitskollegin aus NRW trifft und erst nach einem Erinnerungsphoto weiter durch die engen Gänge und Luken stolpern konnte. Später trafen wir noch einen Klassenkameraden meiner Tochter. Vielleicht sollten wir nächstes Mal Urlaub in NRW machen, da dürften dann weniger Leute sein, die wir kennen. ;)

Fischmarkt

Zurück ans Tageslicht war es gleich deutlich wärmer geworden und es war auch nicht mehr so diesig. Zeit, den Fischmarkt in einen Catwalk zu verwandeln!

Fischmarkt_Catwalk

Denn über den mussten wir drüber, um zu den Landungsbrücken zurück zu kommen. Am Ende des Fischmarktes fanden wir dann auch den Rest der Kolonie. Und eine Möwe mit Zeitgefühl verriet uns, dass es höchste Zeit fürs Mittagessen war.

Moewe_mit_zeitgefuehl

Es gab wieder einmal Fastfood, wovon an den Landungsbrücken reichlich aufzutreiben ist. Da die Geschmäcker unterschiedlich sind, trennten sich unsere Wege wieder einmal.

In einem Hafen gibt es, man höre und staune, natürlich auch Schiffe zu sehen. Und da rund um die Landungsbrücken alles auf den Tourismus ausgerichtet ist, liegen dort außer dem U-Boot auch noch zwei Museumsschiffe, die wir uns allerdings nicht angeschaut haben. Aber knipsen wird man sie ja wohl noch dürfen.

Rickmer_Rickmers

Die Rickmer Rickmers und auch die Cap San Diego lagen vor 25 Jahren schon hier im Hafen rum. Und es lohnt sich sicherlich, sie auch zu besichtigen, aber für mich wäre das alles zuviel geworden. Zwar ging es mir recht gut an diesem Wochenende, aber übertreiben wollte ich auch nicht.

Cap_San_Diego

Hochbahn

Ok, das mit der Hochbahn kann man ja beim ersten Mal falsch machen. Wir sind jedenfalls drunter durch gelaufen. Besonders gemütlich ist es dort unten nicht und vor lauter Baustellen und Touristen auch ziemlich eng an einigen Stellen. Aber was soll’s, wir wollten zur Speicherstadt und kamen dort auch an und das ist die Hauptsache. Mehr über die Speicherstadt und das Miniatur Wunderland gibt’s dann auf der nächste Seite.