Mainhattan-Weekend Part Three

Alle guten Dinge sind drei. Also fuhren wir am Pfingstmontag mit unserem Pfingst-Ticket noch ein drittes Mal nach Frankfurt. Seit drei Jahren schon wollen wir auf den MAIN TOWER, um Frankfurt einmal von oben zu sehen. Mal scheiterte es an der Zeit, mal an der Lust, mal am Wetter usw. Die Ausreden sind vielfältig. Aber jetzt haben wir es endlich geschafft!

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Als ich am Vortag vom #muhboot aus den MAIN TOWER knipste, kam Idee, am nächsten Tag auf die Aussichtsplattform zu fahren. Wir begleiteten das darkinchen, das nach Dead Man’s Town zurück musste, zum Bahnhof und fuhren nach Frankfurt.

Nichts unterbricht die Harmonie zwischen meinem Lebensabschnittsgefährten und mir so zuverlässig wie die Navigation auf unbekanntem Terrain. Während ich – bekanntlich bar jeglichen Orientierungssinns – mich gerne im Vorfeld informiere, welchen Weg ich nehmen muss, und mir das auf einer Karte ansehe, um einen groben Überblick zu haben, überlässt der Lebensabschnittsgefährte – halbwegs orientiert im Leben und im Straßenverkehr – sein Schicksal stets dem winzigen Kartenausschnitt von Google-Maps auf seinem Smartphone. Diese Diskrepanz wird regelmäßig dann ausdiskutiert, wenn wir wieder einmal in der Fremde verloren gegangen sind. So auch hier.

Nun könnte man ja meinen, ein Gebäude von 200 Metern Höhe (+ 40 Meter Antenne), das bei günstigen Wetterverhältnissen sogar von der Ludwigshöhe in Darmstadt aus mit bloßem Auge zu erkennen ist, sollte nicht so schwer zu finden sein. Prinzipiell stimmt das auch, man kennt die Hochhaustürme schließlich, aber der genaue Standort und der Eingang sind aufgrund straßenbaulicher Gegebenheiten nicht unbedingt leicht auffindbar. So irrten wir dann auch zunächst durch die Taunusanlage, bis es mir ob der Hitze zu blöd wurde, ich mich im Schatten platzierte und weigerte, den Weg fortzusetzen, bis wir uns Klarheit darüber verschafft hatten, wie wir zum Ziel gelangen konnten. Ein Blick auf die Karte ließ uns feststellen, dass wir dabei waren, den MAIN TOWER großzügig zu umrunden.

Nach einer kurzen Pause marschierten wir weiter und irgendwann hatten wir es endlich geschafft und standen davor.

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Der Anblick der Wolkenkratzer, wenn man direkt davor steht, ist immer wieder beeindruckend. Ich war mächtig gespannt, wie das alles von oben aussieht. Zunächst muss man aber durch eine Sicherheitsschleuse, die nach dem 11. September 2001 im Erdgeschoss des MAIN TOWERs eingerichtet wurde. Dann geht es mit dem Fahrstuhl mit 18 km/h in die 54. Etage, die letzte Etage muss man zu Fuß gehen.

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Und wenn man die Terrasse endlich betritt, hat man einen atemberaubenden Blick auf Frankfurt!

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Als erstes mache ich einen Rundgang und knipse die Gegend. Leider ist es ein wenig diesig, aber dennoch ist die Aussicht phänomenal!

Im Norden (eigentlich eher ein bisschen nordwestlich) ist der Europaturm, von Frankfurtern Ginnheimer Spargel genannt, zu sehen. Im Nord-Osten ist das Palaisquartier, wo wir am Samstag waren. Und im Osten sieht man weit hinten den Neubau der Europäischen Zentralbank, der zwar soweit abgeschlossen ist, aber noch ist das Gebäude nicht bezogen worden.

In Blickrichtung Südosten, direkt vor unserer Nase steht der Commerzbank Tower. Nach seiner Fertigstellung war er für sechs Jahre das höchste Gebäude Europas. Mittlerweile ist er mit seinen 259 Metern „nur noch“ das höchste Gebäude Deutschlands.

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Auf dem Bild mit Blickrichtung Süden erkennt man die Bahntrasse, die nach Darmstadt führt. Der Flughafen im Südwesten ist leider nicht wirklich zu erkennen, sondern mehr zu erahnen, dafür war es zu diesig. Richtung Westen, eher ein wenig südwestlich vom MAIN TOWER aus ist der Bahnhof zu sehen, davor Silberturm und Skyper.

Im Nordwesten sieht man die auch als „Soll und Haben“ bekannten Zwillingstürme des Deutsche-Bank-Hochhauses und das Trianon (und noch ein paar mehr Türme, die ich aber nicht einzeln photographiert habe).

Als verkappter Modellbahner liebe ich den Blick von oben auf die vermeintliche Miniaturwelt da unten. Und weil’s so schön ist, gibt’s dazu auch eine Bildergalerie:



Von oben konnte man einige bewachsene Dächer erkennen. Davon sollte es gerade in den Städte viel mehr geben! Auf einem anderen Dach lagen Müllsäcke, vermutlich Bauschutt, der hoffentlich noch abgeholt wird. Knipsenswert fand ich auch die Long Island Summer Lounge. Zwar stehe ich nicht auf solche Event-Locations, aber von oben sieht es witzig aus.

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Nach so viel Sonne und Hitze ruhten wir uns noch ein bisschen im Schatten der Antenne aus, bevor wir wieder nach unten fuhren. Von dort aus machten wir uns auf den schnellsten Weg nach Hause. Wenn das Wetter etwas gemäßigter gewesen wäre, hätten wir das Ticket sicherlich noch besser ausgenutzt und uns noch mehr von Frankfurt angesehen. Aber bei dieser mörderischen Hitze wäre dies für die Gesundheit nicht allzu zuträglich gewesen. Immerhin war es sowohl auf dem Schiff als auch in 200 Metern Höhe einigermaßen auszuhalten.

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