Auf an die See!

Am nächsten Morgen waren wir schon früh wach. Diese Wohnung ist ohnehin immer sehr hellhörig, jetzt ohne Möbel war das noch viel schlimmer. Das darkinchen hatte mir die Senseo dagelassen, da diese auch mit an die Nordsee fahren sollte. Ich reise ja schließlich nirgendwo ohne meinen Kaffee hin! Aus Darmstadt hatte ich noch eine offene Milchpackung mitgebracht, meinem Guten-Morgen-Kaffee stand somit nichts im Wege.

Beim Bäcker gegenüber gibt es hervorragende Brötchen und davon holte der Lebensabschnittsgefährte uns welche. Das darkinchen musste am frühen Morgen den Umzugstransporter zurückgeben, anschließend kam es zu uns in die Wohnung. Wir hatten unseren Kram bereits zusammengepackt, räumten alles ins Auto und machten uns auf den Weg.

Die Fahrt durch die Niederlande verlief gewohnt ruhig. Das Fahren dort ist sehr entspannt. Nach etwas über zwei Stunden kamen wir in Katwijk an. Dann wurde es kompliziert, wir verfuhren uns nämlich. Wir kurvten noch ein wenig herum, bis wir endlich den Campingplatz gefunden hatten.

Wir meldeten uns am Campingplatz an und mieteten auch direkt Fahrräder für die zwei Tage. Ich hatte ja mein Klapprad dabei, daher brauchten wir nur welche für das darkinchen und den Lebensabschnittsgefährten. Die Ecke für die Zelte ist übrigens recht hübsch gestaltet, terrassenförmig auf einem Hügel angelegt mit windschiefen Stufen miteinander verbunden.

Als erstes bauten wir unseren Tisch auf und stellten die Stühle dazu. Man muss ja Prioritäten setzen. Dann bauten die beiden das Zelt auf, während ich unseren Krempel vom Auto zum Platz schleppte.

In der Zwischenzeit inspizierten die gefiederten Campingplatz-Gangs unser Equipment und machten sich auf unseren Sitzmöbeln breit.


Irgendwann waren wir mit dem Aufbau und Einräumen unseres temporären Heimes fertig und wir fuhren erst schnell einkaufen, dann machten wir uns auf den Weg zum Strand.

Wie in den Niederlanden üblich, muss man dazu (gefühlt) kilometerweit durch Dünen laufen, bis sich endlich der typische Nordseeanblick vor einem auftut. Und dann heißt es: LOOOOS!

Ok, das war jetzt eigentlich intern. Wir können auch seriös:

Es war außerdem Zeit für ein Schattenselfie.

Und unten am Wasser für ein richtiges Selfie.

Wir gingen eine Weile am Strand spazieren. Dabei beobachteten wir eine junge Möwe, die mit einem Einsiedler beschäftigt war.

Als ihr der Krebs aus dem Schnabel fiel, schauten wir uns den Krabbler genauer an.

Aber da hatten wir die Rechnung ohne Mama Möwe gemacht. Die baute sich neben dem darkinchen auf, legte den Kopf auf die Seite und forderte ihren Einsiedlerkrebs zurück. Wir taten ihr natürlich den Gefallen.

Langsam aber sicher wurden wir hungrig. Wir machten uns auf den Weg zurück zum Zelt und wollten dann in den Ort fahren, um etwas Essbares aufzutreiben. Auf dem Rückweg ließ sich ein tolles Bild vom Campingplatz machen. Eins muss man dem darkinchen lassen, es hatte eine gute Wahl getroffen.

Wir waren uns einig: Fastfood musste es sein. Also suchten wir online nach einer passenden Lokalität. Das war gar nicht so einfach, in Katwijk scheint alles montags geschlossen zu haben. Wir fuhren einfach mal los und schauten uns um. Eher zufällig stießen wir auf Tram 9 und kehrten ein.

Wir spachtelten halbverhungert das Zeug ins uns hinein. Ich vergaß sogar, ein Photo zu machen. Aber wenigstens das darkinchen hatte diese Familientradition aufrecht erhalten.

Dafür hatte ich das kulturelle Programm unseres kleinen Ausflugs geknipst.

Streetart ist immer toll. Noch toller ist es aber, wenn die Besucher Teil des Kunstwerks werden.

An der Promenade gab es außerdem zum Nachtisch noch ein Eis.

Wir radelten zum Campingplatz zurück, Verdauungs-Chillen war angesagt. Später machten wir uns erneut auf den Weg, Meer genießen, Cross Boule spielen und Sonnenuntergang gucken.

Wir spielten ein paar Runden Cross Boule. In Ermangelung von Schreibzeug zum Notieren der Punkte, legten wir Muscheln in unseres Schuhe.

Irgendwann kamen zwei spielwütige Hunde vorbei, die hochinteressiert an unseren „Bällen“ waren und sich nur schwer beherrschen konnten, nicht mit diesen davon zu rennen. Mit den vollgesabberten Dingern wollten wir aber nicht weiter spielen und überhaupt hatten wir eh keine Lust mehr. Das darkinchen machte noch eine Balance-Übung:

Der Herr Lebensabschnittsgefährte schlürfte ein Bierchen, zumindest hoffte er, dass auch wirklich Bier in der Flasche war.

Dann gab es noch ein Selfie …

… und ein Schattenselfie …

Und irgendwann verschwand dieses blöde gelbe Ding endlich im Meer. Ich hatte nämlich keine Lust mehr, am Strand rumzusitzen und wollte zum Zelt zurück.

Endlich war dieser Tag fertig. Wir machten uns auf den Weg zurück, die steilen Dünen hinauf durch den Sand, was extrem anstregend war. Noch einmal umdrehen und ein letztes Photo schießen:

Am Zelt angekommen gab es noch ein Abendessen. Auch hier sahen wir noch das Abendrot über den Dünen.

Wir waren alle ziemlich müde, schleppten uns aber trotzdem noch unter die angenehme, warme Dusche. Dann gingen wir endlich ins Bett. Ein langer Tag war zuende und ein weiterer sollte folgen …