Norwegen im März 2016

Zwar war uns bei der Urlaubsplanung für 2016, die auf Wunsch meines Arbeitgebers bereits Ende 2015 zu erfolgen hatte, schon relativ klar, dass es uns mindestens einmal nach Norwegen verschlagen würde, dennoch waren die Entscheidung und anschließende Buchung sehr spontan erfolgt. Zwischen Weihnachten und Neujahr stolperte der Lebensabschnittsgefährte über einen Beitrag, in dem die Nordlicht-Aktivitäten noch für diesen Winter als sehr stark beschrieben waren und der für die folgenden Jahre weniger starke Aktivitäten ankündigte. Also sahen wir uns quasi genötigt, noch in diesem Winter den Nördlichen Polarkreis zu überqueren.

Nun ist es gar nicht so einfach, sich ans Ende der Welt zu begeben, wenn man zuhause eine Katze sitzen hat, für die kein Katzensitter zur Verfügung steht, weil das blöde Vieh ja noch lange nicht jeden akzeptiert. Ich würde den ja auch mitnehmen in den Urlaub, aber das Verlassen der Wohnung ist für Smacks das Weltuntergangsszenario schlechthin. Also habe ich einen Kompromiss beschlossen: Er muss alleine bleiben. Und das würde diesmal ein Novum darstellen, denn wir planten einen Trip über vier Nächte, so lange alleine war er noch nie! Wir besitzen zwei Futterautomaten, die mit der Betreuung vom Katervieh beauftragt werden sollten, der eine füttert morgens, der andere abends. So ist nicht nur der lange Zeitraum sichergestellt, sondern auch, dass es wenigstens eine Mahlzeit pro Tag gibt, selbst wenn ein Gerät den Dienst versagt. Das beruhigt mein Gewissen enorm. Außerdem bekommt das Tigerkatzitatzi wenn wir wegfahren stets ein zusätzliches Klo, damit die hygienischen Zustände im Stillen Örtchen erträglich bleiben.

Nun ging es ans Überlegen, Planen und Buchen. Ich verglich Flugpläne mit den Stationen der Hurtigruten, kam aber zunächst zu keinem befriedigendem Ergebnis. Egal, wie ich es drehte und wendete, die vier Nächte reichten nicht aus. Ein Flug nach Trondheim mit anschließender Schiffspassage erforderte eine Übernachtung in Trondheim und dann reichte die Zeit wieder nicht. Weiter in den Norden fliegen, kollidierte wiederum mit dem winterlichen Flugplan. Irgendwann fiel mir die Nordlandsbahn wieder ein, von der wir auch schon gelesen und Videos geschaut hatten. Dort gibt es einen Nachtzug von Trondheim nach Bodø, der für uns die Lösung des Problems war. Die Reiseroute stand nun fest und konnte gebucht werden: Frankfurt – Trondheim per Flugzeug, Trondheim – Bodø per Zug, Bodø – Kirkenes per Schiff und Kirkenes – Frankfurt wieder per Flugzeug. Rund 6400 km in fünf Tagen/vier Nächten. Auf geht’s!