Besuch bei den Seehundbänken

Wie sich das für einen Bahnfan wie mich gehört, schipperten wir natürlich unter der Flagge der DB auf die See hinaus. Ursprünglich hatten wir überlegt, auf einer der Inseln zu übernachten. Wenn man dies tun möchte, kann man das Ticket für die Fähre zusammen mit dem Bahnticket buchen. Die Rundfahrt, die wir machten, ist allerdings davon ausgenommen. Auch galten unsere BahnCards leider nicht. ;)

DB-Flagge

Die Karte für die Schifffahrt kauften wir noch schnell am Ticket-Container. Da wir bekanntlich viel zu spät dran waren und noch (nachdem wir sämtlichen Klimbim wie Tacho, Kartenhalterung, Trinkflaschen etc. und natürlich unsere Fahrradtaschen entfernt hatten) unsere Fahrräder abschließen mussten, hatte ich keine Zeit mehr für Photos, daher gibt es nur ein Nachher-Bild mit bereits geschlossenem Fahrkartenschalter.

Ticketcontainer

Und auch das Photo vom Schiff habe ich erst gemacht, als wir wieder zurück im Hafen waren, daher sieht man aussteigende Passagiere.

Jens_Albrecht_III

An Bord gab es erst einmal etwas zu essen, schließlich waren wir ausgehungert, seit 9 Uhr unterwegs und bereits 50 km mit dem Fahrrad gefahren. Mehr als eine Bockwurst mit Brot und ein paar Schokoriegel gab die Bordverpflegung allerdings nicht her. Also sollte es eine Bockwurst sein, als Getränk eine kalte Sprite. Zum Nachtisch gab’s Snickers und Kaffee. Die Bockwurst war die beste je gegessene Bockwurst. ;)

Bockwurst

Nach dieser wundervollen Mahlzeit widmeten wir uns wieder der tollen Landschaft um uns herum. Es herrschte Flut, vom auflaufenden Wasser war aber noch nicht viel zu sehen.

Fahrrinne_00

Lediglich eine schmale Fahrrinne für die Schiffe gibt es. Hier geht es ziemlich langsam und gemächlich zu und jeder sollte gut aufpassen, da schon der kleinste Fehler das Schiff auf Grund laufen lässt.

Fahrrinne_03

Natürlich ist die Fahrrinne breit genug, dass auch zwei Fähren aneinander vorbei fahren können.

Fahrrinne_02

Der Kapitän erzählte uns über Lautsprecher die ganze Zeit, was wir sehen konnten, und auch Wissenswertes über die Fahrrinne usw. Leider habe ich das meiste vergessen. Irgendwann war dann auch das Wasser zu sehen.

Wattenmeer

Die Buhne ragt ganz schön weit ins Meer. Rechts und links ist sie von Holzpfählen gesäumt. Am Ende bzw. am Anfang steht ein kleiner, solarbetriebener Leuchtturm, der den Schiffen anzeigt, dass hier die Fahrrinne beginnt.

Leuchtturm

Ansonsten gibt es über die Fahrt mit dem Schiff nicht viel zu erzählen. Die See war ruhig und wir tuckerten auf das Harle-Seegatt zu. Und an der Ostspitze von Spiekeroog lagen sie dann. Der Kapitän bat die Passagiere, von lauten Geräuschen, um die Seehund auf sich aufmerksam zu machen, abzusehen. Erstaunlicherweise hielten sich alle in unserer unmittelbaren Umgebung auch daran.

Seehunde_02

Seehunde_01

Seehunde_03

Seehunde_04

Wir fuhren noch ein Stück weiter durch das Seegatt auf die offene Nordsee und dann machten wir kehrt und fuhren wieder zurück nach Harlesiel. Unterwegs begegneten uns allerlei Schiffe.

Und als wir gegen 17 Uhr in Harlesiel ankamen, war die Flut auch schon ziemlich weit fortgeschritten und die Nordsee sah endlich nach „Meer“ aus. ;)

Flut