Kreuz gefahren und mit Roland gerast

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Wie bereits erwähnt, war das Wetter phantastisch. Die Sonne brannte vom Himmel und glitzerte auf dem Wasser.

Nachdem ich mich von Sellin photographisch verabschiedet hatte, machten wir uns auf den Weg durchs Schiff. Ich wollte ganz vorne am Bug stehen, mir den Wind um die Nase pfeifen lassen und die Aussicht genießen! Dazu musste man durch den Salon und dort und eine recht kleine Luke aussteigen.

Dafür hatte ich nun freie Sicht nach vorn: Binz voraus!

Unterwegs war ganz schön viel los auf dem Wasser. Nich nur ein

einsamer Ruderer

einsamer Ruderer

kämpfte sich durch die kaum vorhandenen Wellen, auch eine

Gruppe Schwäne

Gruppe Schwäne

paddelten in der Bucht von Binz herum. In Binz stieg ein Hochzeitspaar nebst ziemlich großer Hochzeitsgesellschaft und Standesbeamtem zu. Auf diesem Schiff kann man auch heiraten, es ist eine Außenstelle des Standesamtes Binz. Das Brautpaar ließ sich ziemlich klischeehaft photographieren, bevor alle übrigen Passiere vom Bug verjagt wurden.

Hochzeitspaar

Hochzeitspaar

Vorbei an Prora und dem Fährhafen erreichten wir den alten Sassnitzer Hafen.

Dann ging es endlich zur Kreideküste und zum berühmten Königsstuhl.

Der Sage nach wurde früher derjenige zum König gekrönt, der als erster von der Seeseite aus den Felsen erklimmen konnte.

Königsstuhl

Königsstuhl

Auf dem Vorsprung steht der kleine Leuchtturm Kollicker Ort, der vor den Klippen warnt.

Leuchtturm Kollicker Ort

Leuchtturm Kollicker Ort

Die Sicht war so hervorragend an diesem Tag, dass man sogar das Kap Arkona recht gut sehen konnte:

Wir machten kehrt und fuhren Richtung Sassnitz zurück. An Deck wechselte man zur anderen Seite, um besser sehen zu können.

Passagiere

Passagiere

Auf dem Rückweg war mir außerdem diese Schneise im Wald aufgefallen. Woher diese stammt, konnte ich leider nicht herausfinden.

Schneise im Wald

Schneise im Wald

Übrigens war auch hier ganz schön vie los auf dem Wasser:

Viele, viele bunte Schiffe ;)

Viele, viele bunte Schiffe ;)

Wir kehrten in den Hafen von Sassnitz zurück. Dieser sollte in den nächsten Tagen noch unser Ausflugsziel werden. Dies hielt mich allerdings nicht davon ab, noch ein paar Bilder vom Wasser aus zu machen.

Unterwegs sahen wir am Horizont den Dampfeisbrecher Stettin, der sich gerade auf Rundreise vor der Küste Rügens befand.

Vorbei an Prora fiel mir der „Adlerhorst“ des Naturerbezentrums Prora auf. Auch dies stand noch auf unserer Liste mit Ausflugszielen. So ganz sicher war ich mir zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht, ob ich es wirklich schaffen würde, meine Höhenangst zu überwinden und dort rauf zu gehen.

Human Adlerhorst

Human Adlerhorst

Vorerst wischte ich den Gedanken aber wieder weg, Binz tauchte unmittelbar vor uns auf:

Kurhaus Binz

Kurhaus Binz

Zurück fuhr das Schiff nur bis Binz, daher mussten wir hier von Bord gehen.

Begrüßt wurde man am Ende der Mole übrigens von dieser netten Dame, die zum Sandskulpturen-Festival gehört:

Sandskulptur

Sandskulptur

Wir schlenderten auch hier einmal die Flaniermeile entlang. Im Gegensatz zu dem beschaulichen Treiben in Sellin tobte hier das Leben. Uns war es ein wenig zu laut und hektisch, aber immerhin gab es hier aber einen Geldautomaten, an dem wir ohne Gebühren unsere langsam zur Neige gehenden Bargeldreservern auffrischen konnten.

Von Binz nach Sellin fuhren wir mit dem Rasenden Roland, wie die Rügensche Kleinbahn genannt wird. Die eingleisige Schmalspurstrecke führt in gemächlichem Tempo durch den Wald.

In Sellin Ost stiegen wir aus, allerdings ohne den Objektivdeckel vom Lebensgefährten. Das Teil schützt jetzt ein anderes Objektiv … Wir besorgten uns noch Futter im Supermarkt und trotteten ziemlich geschafft und von der Sonne verbrannt nach Hause.