Sellin

Der nächste Morgen begann gut ausgeschlafen um halb Sieben bei angenehmen Temperaturen und halb verhungert. Das Warten bis um 8 Uhr Brötchen und Croissants geliefert wurde, zog sich ewig hin. Dafür sah unser Frühstück während des gesamten Urlaubs ungefähr gleich aus. Wir schauten uns die Photos an, die wir am Tag zuvor gemacht hatten, während wir unsere Brötchen mit Nutella, Käse und Marmelade, Kaffee und Orangensaft genossen.

Frühstück

Frühstück

Der Vormittag gestaltete sich eher ruhig mit lesen, schreiben und langsam tageslichttauglich machen, um die Insel weiter zu erkunden. Wir machten einen Spaziergang über den Hochuferweg von der Seebrücke zum Südstrand.

Vorsicht!

Vorsicht!

Tatsächlich sind die sandigen Uferkanten bis auf wenige Ausnahmen nicht gesichert und es geht ganz schön steil runter. Kinder, Hunde und Unvernüftige sollten dringend festgehalten werden. Auch sind die Hochuferwanderwege keine befestigten Wege, sondern Trampfelpfade durch den Wald. An ganz wenigen Stellen findet man ein paar Baumstämme zur Absperrung von Pfaden, die zu gefährlich geworden sind, oder auch auch mal als Stufen in den Boden eingearbeitet. Abgesehen davon trifft man hier nahezu unberührte Natur.

hochuferweg_20

Außerdem hat man einen tollen Blick auf die Seebrücke mit der Tauchglocke. Natürlich war gerade kein Schiff anwesend, um den Kitsch perfekt zu machen.

Und mittendrin ein Quartier für Fledermäuse:

Kurz bevor wir am Südstrand ankamen, lag etwas auf meinem Weg, was zunächst aussah wie ein merkwürdig gebogener Ast oder ein Stück Seil, auf das ich beinahe getreten war – bis es sich plötzlich bewegte und ins Laub am Rande des Weges huschte.

Blindschleiche

Blindschleiche

Dann waren wir endlich am Südstrand. Dieser war viel schöner als der Strand in Sellin, der gerade mit Algen und Tang zu kämpfen hatte, was augenscheinlich nicht weggeräumt wurde und sich zu einem Geruchsproblem entwickelt hatte. An manchen Stellen stank es ganz gewaltig, insbesondere unter der Seebrücke. Hier am Südstrand war es schön und sauber, hier war auch viel mehr los, typisches Strandleben halt.

Hier gab’s Mittagessen, bevor wir erneut einkaufen gingen (unser Lebensmittelbedarf war zwar überschaubar, aber dennoch schlecht geplant). Da wir keine Lust hatten, noch einmal den Berg hinauf zu laufen, fuhren wir mit der Selliner Bäderbahn. Diese Bahnen stehen allen Gästen kostenlos zur Verfügung. So ganz kostenlos sind sie natürlich nicht, denn man bezahlt eine Kurtaxe für den Aufenthalt auf der Insel. Und aus dieser Kurtaxe finanziert sich die Reinigung des Strandes und der Straßen und auch die Bäderbahn.

Selliner Bäderbahn

Selliner Bäderbahn

Allerdings wurden wir, kurz bevor wir am Supermarkt angekommen waren, von der Minigolfbahn abgelenkt, die unbedingt von uns bespielt werden wollte.

Minigolf

Minigolf

Abends machten wir uns noch einmal auf den Weg zum tollen Sonnenuntergang über der Insel Rügen und der Seebrücke Sellin mit Beleuchtung.

Yeah!

Yeah!

Auf dem Weg dorthin gab’s allerdings erstmal das geilste Eis der Insel! Derart gestärkt sind auch die gefühlten 500 Stufen runter zur Seebrücke kein Problem mehr. Und einen guten Blick auf das Hochufer, wo wir am Nachmittag noch unterwegs waren, hat man von da unten auch.

Wir halten uns den ganzen Abend an der Seebrücke auf und sind überwiegend mit Gucken und Knipsen beschäftigt. Die Seebrücke von Sellin ist einfach total schön im Sonneruntergang und wenn sie nachts beleuchtet ist.



Seebrücke Sellin bei Nacht

Seebrücke Sellin bei Nacht

Hachja …

Um zwischen so viel romantischem Gesülze noch etwas Nüchternheit reinzubringen, hier mal ein Bild von den Strandkörben:

Strandkörbe

Strandkörbe

So ordentlich aufgereiht und typische deutsch steht die typische Deutsche Erfindung jeden Abend am Strand in Sellin. Achja und der Sonnenuntergang durfte natürlich auch nicht fehlen. Mit dem sage ich für heute: „Gute Nacht!“