Doppelter Bürostress mal wieder

Aufgrund der Herbstferien wurde die Teamsitzung eine Woche vorgezogen. Und mein jährliches Mitarbeitergespräch stand auch bevor. Und weil’s beim darkinchen so gemütlich war, habe ich mich da wieder einquartiert.

Wie immer klingelte der Wecker morgens um 5 Uhr. Aufstehen, Kaffee, Duschen, das übliche Prozedere. Ziemlich müde war ich, da wir am Abend zuvor bis ca. 22:30 Uhr vor den Laptops saßen und noch einige Dinge vorbereitet hatten. Die Kollegin ist ab nächste Woche im Urlaub, da will ich so viele mögliche Fragen wie irgend möglich im Vorfeld abeklärt haben. Da der Kater sich noch nicht so ganz von der Katzenpension erholt hat, bekam er immer noch Schonkost, immerhin schon gemischt mit normalem Futter. Während er die Soße vom Futter leckte und mit Todesverachtung die Brocken beäugte, machte ich mir Kaffee und Brote für unterwegs, dann radelte ich zum Bahnhof.

Mein Smartphone bzw. der ICE war der Meinung, wir wären in Brüssel. So weit würde ich mit dem Klapprad allerdings nicht radeln wollen.

Im Zug fing ich dann an, den Blogbeitrag vom letzten Kurztrip zu schreiben. Ich hatte keine Lust auf weitere Vorbereitungen und so ließ ich den Rest einfach auf mich zukommen. Ich genoss den Sonnenaufgang, der beim Umsteigen in Köln Messe/Deutz den Bahnsteig anstrahlte und sich hervorragend für ein gelungenes Gegenlichtphoto eignete.

In Krefeld angekommen radelte ich zum Büro und wir arbeiteten die Teamsitzung ab. Da die Veröffentlichung für das erste Halbjahr 2018 jetzt gemacht werden muss, gab es wieder einiges zu besprechen und entscheiden. Anschließend blieb ich noch ein bisschen, um mit einer Kollegin, die ich so selten sehe, weil sie nur nachmittags arbeitet, zu quatschen und Urlaubsbilder zu gucken. Nachmittags machte ich mich dann auf den Weg in die Zuckerrübensteppe.

Der Teil mit der Bahn lief ja weitgehendst problemlos, der Part mit dem Klapprad nicht so sehr. Ich fuhr den Weg zum ersten Mal und die verschlungenen Pfade, die ich nahm, hoffentlich auch zum letzten Mal. Für gewöhnlich war die Strecke in gut 10 Minuten zu schaffen. Nach knapp 40 Minuten war ich endlich da und hatte vermutlich jede Ecke vom Ortsteil Kückhoven erkundet. Das darkinchen hatte Spätschicht, so nahm ich denn mit ihrem neuen Lebensgefährten vorlieb. Wir unterhielten uns, bespaßten die Katze, die angesichts meines Klapprades fast in Ohnmacht fiel, und kochten, als es auf darkinchens Feierabend zuging. Nach dem Essen noch ein wenig Small-talk und dann gingen wir auch ziemlich zeitig ins Bett.

Gemäß der Wetterorhersage hatte ich nur leichte Klamotten eingepackt und vor allem auch das Regenzeug weggelassen. Mitten in der Nacht begann ich, das zu bereuen, als der Regen auf das Dachfenster trommelte und der Wind durch die Lüftungsschlitze pfiff. Am Morgen verkündete das darkinchen daher, dass es mich zum Bahnhof bringen würde.

Es war windig und ungemütlich am Bahnhof. Das hielt die Bahn allerdings nicht davon ab, uns dort noch ein paar Minuten länger stehen zu lassen. In der Niederrhein-Bronx regnete es ebenfalls. Immerhin hatte ich die kleine Notfall-Regenjacke für alle Fälle in den Koffer gepackt, denn in Vliesjacke durch den Regen macht ja nun wirklich keinen Spaß.

Im Büro quatschte und arbeitete ich mit der Kollegin, dann war das Mitarbeitergespräch. Anschließend suchten wir noch ein paar Photos für unsere Veröffentlichungen raus. Dann musste ich auch schon wieder los. Ich hatte einen relativ frühen ICE für die Rückfahrt gebucht, um nicht im Wochenende- und Ferienbeginn-Chaos in NRW zu versinken.

Das ging auch gerade noch gut, denn der RE7 kam mit ein paar Minuten Verspätung in Köln an und auf dem Bahnsteig war es so brechend voll, dass ich meinen ICE beinahe verpasst hätte, weil kein Durchkommen zur Rolltreppe war. Das habe ich auch noch nicht erlebt.

Bereits im RE hatte ich mein Mittagessen zu mir genommen: Weckmann mit Nutella. Im ICE gab es dann den Nachtisch dazu. Der ICE war voll, weswegen ich die Sitzplatzsuche schon bald aufgab und mich im Gang auf den Boden setzte und meinen Blogbeitrag schrieb.

In Frankfurt kamen wir super pünktlich an. Ich nahm die Beine (und mein Klapprad) in die Hand und lief zur Treppe. Zwar ist Frankfurt ein Kopfbahnhof, aber am Ende der Überdachung gibt es einen Tunnel, der die Gleise miteinander verbindet. Normalerweise gehe ich dort nicht gern durch. Es ist wenig los, stinkt nach Pisse und ist auch sonst wenig angenehm da unten. Aber heute nahm ich diesen Tunnel, setzte mich auf mein Klapprad und fuhr von Gleis 21 bis Gleis 11. Dort sprang ich in den RE, der bereit zur Abfahrt war.

Da zwischen planmäpiger Ankunft des ICE und Abfahrt des RE nur drei oder vier Minuten liegen, was im Gewühl des Frankfurter Hauptbahnhofs meist zu kurz ist, wird die Verbindung beim Fahrkartenkauf nicht ausgegeben. Umso mehr freue ich mich dann jedesmal, wenn es klappt und ich eine halbe Stunde früher zuhause bin als geplant. Da stört es mich dann auch nicht wirklich, wenn ich durch den Regen radeln muss.

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