Erste Eindrücke und Hotel

Obwohl das Promenadendeck voller Menschen war und wir die Befürchtung hatten, das würde hier ewig dauern, waren wir schon nach 20 Minuten komplett vom Schiff runter. Ein letzter Blick zurück, dann wollten wir die Stadt unsicher machen.

Na gut, das war nur der vorletzte Blick zurück, denn als wir frontal vor dem Schiff standen, hatten wir nochmal einen beeindruckenden Blick.

Nun machten wir uns aber auf den Weg. Ursprünglich sah unsere Planung ja vor, dass wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Hafen zum Hotel fahren wollten. Aber jetzt mit norwegischem Boden unter den Füßen entschieden wir uns kurzfristig um. Auch das nasskalte Wetter konnte uns nicht davon abhalten.

Oslo sah hier irgendwie nicht so norwegisch aus, sondern eher europäisch. Der Baustil war definitiv stärker beeinflusst als in Trondheim. Alles wirkte nicht allzu fremd, bis auf Kleinigkeiten, wie zum Beispiel Autos mit komischer Beleuchtung und Telephonzellen:

Vermutlich benötigt man so etwas in den langen, dunklen norwegischen Wintern. Denn dieser Wagen ist nicht der einzige, der so etwas montiert hat. Wir liefen weiter, bestaunten die Häuser und Straßen und freuten uns daran, in Norwegen zu sein.

Knipsenswert erschien uns der Tram-Kreisverkehr mit integriertem Springbrunnen und der City-Garten. Eine pfiffige Idee, die Innenstädte ein wenig zu begrünen – ähnliche Konzepte sehen ja Dach- und Fassadenbegrünung vor.

Wir kamen am norwegischen Nobelinstitut vorbei. Zwar werden die Nobelpreise traditionell in Schweden vergeben, aber der Friedensnobelpreis ist eine Ausnahme. Dieser wird auf Wunsch von Alfred Nobel in Oslo vergeben.

Nachdem wir die

überquert hatten, standen wir gegenüber der US-Amerikanischen Botschaft.

Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, das Gebäude zu photographieren.

Allerdings fanden die Amis das nicht so witzig. Kaum blieben wir stehen und zückten die Kameras, spannten die Wachen auch schon die Schultern an und aus dem Gebäude kamen weitere Menschen heraus.

Da die Botschaft ihre eigene kleine Polizeistation hat und wir nicht auf Ärger aus waren, beließen wir es bei einem Photo und gingen weiter. Schließlich hatten wir wenig Lust, unseren Oslo-Aufenthalt in amerikanischem Gewahrsam zu verbringen.

Die Botschaft ist direkt gegenüber vom Schlosspark, so dass unsere nächste Station Det kongelige Slott war, in dem der König von Norwegen residiert. Die Wache dort ist etwas entspannter als unsere Freunde aus Übersee. Ich finde Monarchien ja sowieso toll. Ich hätte auch gerne einen König und eine Königin, denen ich zuwinken kann. Naja, immerhin haben wir eine Wir-schaffen-das-Mutti, die hat auch nicht jeder. ;)

Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Innenstadt von Oslo, insbesondere auf die Karl Johans gate, der Haupt- und Prachtstraße von Oslo.

Auf der anderen Seite des Schlossparks befand sich unser Hotel.

Wir hatten Glück, denn es waren schon Zimmer fertig und wir konnten direkt einziehen und wärmten uns auf.


Unser Zimmer war schön, sauber und zweckmäßig. Da wir an unsere Schlafstatt keine allzu hohen Ansprüche stellen, nehmen wir meist Zimmer in der unteren Preisklasse, was hier in Norwegen immer noch rund 120 € pro Nacht bedeutet. Und dafür bekommt man echt ordentliche Zimmer inklusive Wasserkocher und löslichem Kaffee. Die Norweger sind ein Volk der Kaffeetrinker, was sie noch sympathischer macht, als sie ohnehin schon sind. Außerdem stand in der Lobby ein Kaffeeautomat zur Verfügung.

Der Fernseher kannte uns schon.

Während ich auf dem Bett lag und meinen Kaffe schlürfte, spielte der Lebensabschnittsgefährte an der Technik rum. Nach einer Weile machten wir uns auf den Weg, die Innenstadt zu erkunden.