Sightseeing in Kiel und Heimreise

In Kiel sperrten wir erst einmal unsere Taschen in ein Schließfach am Bahnhof.

Wir hatten fünf Stunden Aufenthalt für ein wenig Sightseeing und ein Treffen mit einem Bekannten eingeplant. So lange wollten wir unseren Krempel nicht durch die Gegend schleppen.

Der nächste Gang führte uns zur Post, denn wir hatten auf dem Schiff unser letztes Bargeld ausgegeben. Dann liefen wir an der Förde entlang bis zum Schifffahrtmuseum in der Fischhalle. Zuerst hatten wir uns überlegt, ins Aquarium zu gehen, uns allerdings dagegen entschieden, weil Fische ja eh überall gleich aussehen, während Schiffe und Stadtgeschichte ortsbezogen sind.

Mein erster Gedanke, als ich mich in der Fischhalle umblickte, galt der Frage, ob dies tatsächlich die beste Entscheidung gewesen sei. Es wirkte kühl und übersichtlich. Aber schon nach ein paar Minuten war das keine Frage mehr. Anhand vieler Modelle, Schautafeln und einiger Original-Exponate wurde die Geschichte der Schifffahrt in Kiel anschaulich und interessant präsentiert.

Nach etwa einer Stunde waren wir umfassend informiert. Danach begaben wir uns in die Kieler Altstadt. Dort wollten wir in einem Lokal zu Mittag essen, das in einem Kiel-Guide, der auf dem Schiff erhältlich war, empfohlen wurde, sich ganz gut in der Beschreibung anhörte und auf den Bildern recht gemütlich aussah: Kieler Brauerei. Dort waren wir auch mit dem Bekannten des Lebensabschnittsgefährten verabredet.

Nach dem Essen bummelten wir durch die Fußgängerzone und über den Weihnachtsmarkt zurück zum Bahnhof.


Mit wehmütigem Blick sah ich zurück auf die Norwegen-Flagge, die auf dem Weihnachtsmarkt wehte …

Der Regional-Express von Kiel nach Hamburg fuhr pünktlich los. Da wir in der Hansestadt rund 50 Minuten Aufenthalt hatten, nutzten wir die Zeit für eine heiße Schokolade bei Schweinske, wo wir in Erinnerung an die AQ-Lympics 2014 schwelgten.

Einige Minuten vor Abfahrt begaben wir uns zum Gleis 14, wo wir erfuhren, dass der IC nach Frankfurt am Main einige Minuten Verspätung hat, was angesichts der Tatsache, dass er erst in Altona gestartet war, schon eine stramme Leistung ist. Unterwegs hat er allerdings einen Großteil der Verspätung wieder aufgeholt und Dank des Zeitpolsters beim Umsteigen kamen wir pünktlich, glücklich, müde und erschöpft nach insgesamt 55.002 gelaufenen Schritten zuhause an. Natürlich durften wir uns eine Standpauke unseres Katers anhören, aber damit muss er leben. ;)

Am nächsten Morgen gab es Fernweh-Frühstück: Wir hatten noch etwas von dem leckeren, norwegischen Brot mit nach Hause gebracht.