Tag 19 - An Hammerfest vorbei nach Forsøl

Um 05:20 Uhr wurde ich wach: Mücken im Camper! Am Abend zuvor war es zu windig, da waren keine Mücken zu sehen. Nun war es windstill und die Biester haben wieder etliche Öffnungen gefunden, durch die sie in den Camper eingedrungen sind. So werde ich wieder einmal vor dem ersten Kaffee zum Mörder. Und da wir dann eh schon wach waren, machten wir uns direkt Abreisefertig, um möglichst schnell wieder an die Küste zu kommen.

Auf geht’s!

Um 07:30 Uhr ging es los. Die Landschaft war - wie sollte es anders sein - natürlich toll! Selbst wenn man quasi mitten durch einen Flughafen fährt.

Landebahn

Viel los war übrigens nicht, nach 36 Minuten Fahrt bzw. 38 Kilometern kam das erste Mal Gegenverkehr. Gegen 9 Uhr machten wir Kaffeepause am Porsangerfjord. Das Wetter war phantastisch und alles sah einfach nur phantastisch aus!

Kurz darauf kamen wir an einem Haus vorbei, das direkt am Fjord steht und deren Besitzer wohl Möwennester auf Stützen gebaut haben. Auf all den Holzpfählen im Wasser waren kleine Plattformen, auf denen die Möwen teilweise saßen. Die ganze Stimmung an dem Haus war toll und friedlich und ruhig. So könnte ich es aushalten!

Weiter ging unsere Fahrt am Porsangerfjord entlang mit grandioser Aussicht!

In Skáidi verließen wir die E6 und fuhren über die 94 Richtung Hammerfest.

Betriebsgelände

Am Repparfjord führt die Straße erstmal durch ein Firmengelände.

Wir fuhren über die Kvalsundbrücke, ein erstaunliches Bauwerk. 741 Meter ist die Hängebrücke lang. Grund genug für uns, anzuhalten und uns das aus der Nähe anzusehen. Ich wollte gerne zu Fuß auf die Brücke rauf. Allerdings waren wir dort nicht alleine.

Uns ging das Brot zur Neige und wir wollten eigentlich noch einkaufen. Allerdings hatten auf dieser Insel die Geschäfte sonntags zu, was für Norwegen eher ungewöhnlich ist. An einer Tankstelle holten wir uns drei Schokobrötchen, damit wir am nächsten Morgen etwas fürs Frühstück hatten.

Wir fuhren nach Hammerfest hinein. In der Nähe des Hurtigrutenkai gibt es einen Wohnmobilstellplatz, bei dem man die Toilette leeren und sich mit Frischwasser versorgen kann. Danach fuhren wir nach Forsøl. Dort gibt es eine archäologische Stätte, die wir für einen kleinen Spaziergang genutzt haben.

Etwas unterhalb der Stätte ist ein Schotterplatz, der häufig von Campern genutzt wird. Dort stellten auch wir uns hin und beschlossen, zwei Tage zu bleiben.

Auf dem Stellplatz

Wenn man im Camper etwas sucht, artet das nicht selten in ziemliches Chaos aus, besonders wenn man viel zu viel Kram dabei hat …

Chaos

Am Stellplatz kamen immer wieder mal Entenfamilien vorbeigeschwommen.

Entenfamilie

Wir beschlossen, endlich mal den Dopf auszupacken und Pizza im Dutch Oven zu machen. Dafür muss der Hefeteig erstmal gehen und dazu braucht er es warm.

Pizzateig geht

Abends kamen Rentiere auf den Platz und legten sich am Rand zum Schlafen hin, während die Pizza im Dutch Oven buk.

Rentiere

Pizza im Ofen

Zum ersten Mal seit wir hier oben im Norden unterwegs sind, sahen wir abends so etwas wie Sonnenuntergangsstimmung.

Sonnenuntergangsstimmung

Aber die Sonne ging nicht unter, sie stand nur tief hinter dem Berg. Später schien die Sonne durch den dünnen Vorhang an der Heckklappe in den Camper.

Sonne im Camper

Noch später kamen ein paar Einheimische, um die Mitternachtssonne zu bestaunen. Von 12 bis 1 Uhr nachts war reges Treiben rund um unseren Camper, danach war dann Ruhe.

Mitternachtssonne

Zum Schluss wie immer die Statistik: 206 Kilometer sind wir an diesem Tag gefahren.

206 km