Büro- und Familienbesuch
Nach diversen Werkstattbesuchen steht eine Testfahrt an. Außerdem will der Herr Lebensabschnittsgefährte mal wieder die Familie besuchen und im Büro vorbeischauen. Also machen wir uns recht spontan auf den Weg nach Südhessen.
Tag 1: Von Rostock bis Northeim
Samstag, 30. August 2025
Als am Freitag die Werkstatt anrief und mitteilte, dass das Auto fertig und abholbereit sei, beschlossen wir, uns heute auf den Weg nach Frankfurt zu machen, um die abgebrochene Reise fortzusetzen. Wir sind gespannt, wie weit wir diesmal kommen.
Ein paar Problemchen gibt es noch: Wir haben in der vergangenen Woche zwei Sachen über das Internet bestellt, die irgendwann von DHL geliefert werden sollen. Für eines der Paket wurde der Samstag als Liefertermin angekündigt. Daher war geplant, es ruhig angehen zu lassen und loszufahren, wenn das Paket eingetroffen ist. Als wir um 10 Uhr damit fertig sind, hat sich der Sendungsstatus des Pakets noch nicht geändert, weswegen ich davon ausgehe, dass es heute nicht mehr kommt.
Wir kochen einen Kaffee für unterwegs, schließen die Fenster, schnappen uns die Laptops und die Kamera, nehmen den Müll noch mit runter und machen uns auf den Weg.
- Frosch blickt nach vorn
Eine neue Marotte unseres Autos ist es ja, direkt nach dem Start wieder auszugehen. Das verschwindet, wenn der Motor warm ist, aber den kalten Motor am Laufen zu halten, ist ein wenig tricky. Als die Werkstatt mich gestern wegen der Abholung anrief, war die erste Frage: “Was tanken Sie?” Ich antwortete etwas verblüfft, dass wir natürlich Diesel tanken, und auf Nachfrage präzisierte ich, dass unsere bevorzugte Tankstelle in Rostock die Markentankstelle in der Nähe der Werkstatt sei. Bei der Inspektion in der Werkstatt stellte sich heraus, dass irgendwas mit dem Diesel im Tank komisch ist. Der riecht komisch, der sieht komisch aus. Möglicherweise ist das die Ursache. Natürlich haben wir zuletzt vollgetankt, so dass wir mit der Gülle, die da im Tank ist, jetzt erst einmal auskommen müssen. Der Plan sieht vor, den Tank so leer wie möglich zu fahren und dann erst zu tanken. Aber so weit müssen wir ja erst einmal kommen.
Zunächst kommen wir nur bis zum Rastplatz Quellental an der A20. Der Herr Lebensabschnittsgefährte fährt raus, weil sich keines unserer Smartphones via Bluetooth mit dem Autoradio verbinden lässt. Leider kann man das Radio nur neustarten, indem man einmal die Sicherung rausnimmt. Danach funktioniert die Verbindung einwandfrei und wir können weiterfahren.
Der nächste Halt ist in Wismar. Wir haben Hunger. Beim Bäcker im Kaufland besorgen wir uns Futter. Fast 10 Euro für zwei belegte Brötchen, eines mit Gouda, eines mit Schnitzel. Wann sind eigentlich die Preise für belegte Brötchen so explodiert? Wie auch immer, wir setzen uns auf dem Parkplatz auf die Heckklappe von Bert und futtern unsere Brötchen. Anschließend geht es auf die A14 Richtung Süden.
Bert läuft bisher übrigens einwandfrei. Zwar gibt es auf den ersten Kilometern einen Eintrag bei den Fehler-Codes, aber der verschwindet nach einer Weile wieder. Das war auch schon bei mindestens einer der vorherigen Tagestouren so.
Von der A14 wechseln wir hinter Ludwigslust auf die Bundesstraße und queren bei Dömitz die Elbe. Eine Landmarke ist erreicht, ohne dass das Auto Probleme macht. Der vorsichtige Optimismus ist aber nach wie vor gedämpft. In einem der Orte gehen wir noch einmal in einen Discounter. Eigentlich wollen wir Eis, Eisdielen scheint es hier in der Gegend nicht zu geben. Und der Discounter hat keine einzelnen Packungen. Also entscheiden wir um, holen ein kaltes Getränk und einen Donut bzw. Berliner und essen wieder auf der Heckklappe.
Als wir weiterfahren, entdecken wir vielleicht 100 Meter weiter auf der rechten Seite eine Eisdiele, die nicht zu sehen war, als wir auf den Supermarktparkplatz einbogen, und auch nicht auf der Karte verzeichnet ist.
- Elbbrücke
- Landstraße
- A39
Bis Northeim ist es nicht mehr weit. Wir haben den Stellplatz dort für eine Übernachtung ausgesucht. Und wir haben Glück, es ist noch ein Platz frei. Wir laufen noch einen Runde durch den Ort und natürlich auch zur Eisdiele.
- Theater der Nacht
- Wallanlage
- Feuerwehrmann
- Enge Gasse
- Eis
- Fußgängerzone
Da wir nun schon mehrmals in der Fußgängerzone waren, gehen wir mal andere Wege und landen in einer Ladenpassagen und dort dann im Backstage-Bereich, wo Müll sortiert und Waren angeliefert werden. Der Weg zurück zu beschaulichen Fachwerkhäusern ist nicht weit.
- Blick auf den Ort
- Fachwerkhäuser
- Fachwerkhäuser
Den Rest des Tages ist Füße hochlegen angesagt, Auto fahren ist anstrengend. Aufs Kochen am Abend verzichte ich. Es gibt Brot und Salat bzw. für den Mann Mozzarella, Tomaten und Basilikum.
Und der Herr Lebensabschnittsgefährte kontaktiert endlich mal seine Eltern, die von ihrem großen Glück noch gar nichts ahnen.
374 Kilometer sind wir heute gefahren. Bisher hat Bert durchgehalten. Wir hoffen weiter das Beste.
- 374 km
Tag 2: Von Northeim bis Frankfurt
Sonntag, 31. August 2025
Morgens herrschen 11 Grad im Camper, meine Füße sind etwas kalt. Aber ich habe hervorragend geschlafen, wenn auch leider nur bis fünf Uhr. Der Herr Lebensabschnittsgefährte würde morgens gerne Brötchen holen, wir finden aber hier in Northeim keinen Bäcker, der sonntagsmorgens geöffnet hat. Also gibt es “nur” Brot.
Es wird rasch warm im Camper und die Sonne lässt sich auch langsam blicken. Nach einem ausgiebigen Frühstück und ein wenig Prokrastination machen wir uns gegen 10 Uhr auf den Weg.
- Park- und Stellplatz
- Abfahrt
Bert bemerkt, dass AdBlue langsam knapp wird. Die erste Meldung dazu kommt immer bei einer Restreichweite von 2.400 Kilometern, was ich völlig übertrieben finde. Mindestens dreimal müssen wir noch tanken, bevor das Zeug völlig leer ist. Es mag sicher Länder geben, in denen eine dermaßen frühe Warnung angebracht ist. Aber doch nicht hier bei uns. Da würde ich mir wünschen, dass ich das selbst einstellen könnte. Nun ja, dann meckert er halt jetzt bei jedem Start herum.
Auch der Tank leert sich langsam. Nach zwei Stunden meldet Bert eine Restreichweite von 80 km für den Diesel. Wir suchen eine Tankstelle abseits der Autobahn aber nicht allzu weit entfernt und tanken in Reiskirchen. Ein bisschen umständlich ist es da, denn für AdBlue und Diesel müssen wir an zwei verschiedene Zapfsäulen fahren. Die Säule mit dem AdBlue hat nur Truck-Diesel und die Pkw-Diesel-Säulen haben kein AdBlue. Das ist also die beste Lösung, die der angeblich so innovative Kapitalismus sich ausgedacht hat. Ich bin begeistert …
- Rastplatz Am Pommer
- Restreichweite
- Viel Verkehr
Wie auch immer, wir fahren die letzten Kilometer nach Frankfurt und sind pünktlich zum Mittagessen da. Also eigentlich sind wir zu spät, denn es gab unterwegs Stau und das kam so:
Ein schaltbares Schild zeigt 80 km/h, kurz darauf zeigt eines 60 km/h. Eine Begründung dazu gab es nicht, ein Grund war nicht zu erkennen. 60 km/h auf der Autobahn ist schon heftig und nicht ungefährlich. Niemand, wirklich niemand, auch wir nicht, ist dort 60 km/h gefahren. Die rechte Spur hat sich auf etwa 72 km/h “geeinigt”, auf der linken Spur fuhr man einen Tick schneller. Autofahrer sind ja durchaus kompromissbereit. Nach vielleicht einem Kilometer beinahe Stau ohne erkennbaren Grund. Wir mussten fast bis zum Stand abbremsen und waren etwas in Sorge, dass der Hintermann uns hinten reinfährt. Genauso schnell, wie der Stau sich aus dem Nichts gebildet hatte, war er auch wieder vorbei.
Nach ein paar weiteren hundert Metern war wieder Stau bzw. Schrittgeschwindigkeit. Diesmal löste es sich nicht so schnell auf und nach einer Weile war auch ein Grund erkennbar: Auf der Gegenfahrbahn hatte sich ein Unfall ereignet, die Polizei sperrte mit Blaulicht die Fahrbahn ab. Und damit jeder auch mal gucken kann, was da los ist, war eben auch auf unserer Seite stockender Verkehr. Aber immerhin löste sich auch der recht schnell wieder auf. Und bald waren wir endlich da.
Nach dem Essen gibt es bei den Schwiegereltern noch Eis, es ist ja schon recht warm heute. Dann setzen wir uns auf die Terrasse, trinken Kaffee und quatschen. Später gibt es noch Apfelstrudel und als die Wespen zu nervig werden, gehen wir wieder rein.
Gegen 19 Uhr fahren wir zu dem Parkplatz, auf dem wir übernachten wollen.
- On The Road Again
- Frankfurter Skyline
Ich kann lange nicht schlafen und habe fürchterliche Bauchschmerzen. Es dauert ziemlich lange bis ich dahinter komme, dass ich falsch herum liege. Wenn ich mit dem Kopf tiefer als mit den Füßen liege, kriege ich Bauchweh. Nachdem ich mich endlich umgedreht habe, dauert es nicht mehr so lange, bis ich dann einschlafe. Allerdings ist es auch schon etwa zwei Uhr nachts.
277 Kilometer sind wir heute gefahren. Bert hält immer noch durch. Wir werden ganz langsam und ganz vorsichtig ein klein wenig optimistisch.
- 277 km
Tag 3: Dreieich und Darmstadt
Montag, 1. September 2025
Entsprechend des wenigen Schlafes ist es ganz fürchterlich, als der Wecker klingelt. Aber der Mann muss ja arbeiten und will dies heute vor Ort im Büro tun. Wenn wir schonmal in der Gegend sind, kann er sich da ja auch mal wieder blicken lassen.
Dafür müssen wir nach Darmstadt fahren und mit diesem Ziel sind wir hier morgens um diese Zeit nicht die einzigen. Meine Güte, würde mir diese Pendelei auf die Nerven gehen, wenn ich das täglich tun müsste. Allerdings weiß ich auch, wie voll die Züge hier morgens sind. Das ist nicht weniger nervig.
- B486
- Innenstadt Darmstadt
In Darmstadt stellten wir unser Auto mitten in der Stadt vor dem Institutsgebäude auf einer dazugehörenden Fläche ab. Privatparkplatz im Stadtkern, sehr luxuriös.
Eigentlich hatte ich ja vor, ein wenig durch die Fußgängerzone Darmstadts zu laufen. Aber nach dem wenigen Schlaf hatte ich keine Lust, überhaupt irgendwohin zu gehen. Ich blieb im Camper, nahm erstmal ein zweites Frühstück zu mir und legte mich dann hin. Bert wurde von sämtlichen Passanten bestaunt und begutachtet. Mit diesem Fahrzeug erregen wir immer Aufsehen, egal, wo wir sind. Vermutlich ist es schwer einzuschätzen, um was für ein Fahrzeug es sich handelt. Und dann ist so ein Rostocker Kennzeichen hier in Darmstadt auch noch äußerst exotisch.
Mir ist das egal. Die Einladung des Herrn Lebensabschnittsgefährten und seiner Kollegen, zum Mittagessen mitzugehen, schlage ich aus. Mein Mittagessen besteht aus einer “Heißen Tasse” Tomatencreme und einer Scheibe Brot mit Nutella. Dann lege ich mich wieder hin und schlafe auch tatsächlich nochmal für eine Stunde ein. Bis der Mann nachmittags Feierabend macht, schreibe ich unter anderem auch diesen Text hier.
Später fahren zur Schwester des Herrn Lebensabschnittsgefährten. Dort gibt es neben netten Unterhaltungen, einem spielfreudigen Hund auch superleckeres Essen. Zum Abschluss gehen wir alle zusammen noch eine Runde mit dem Hund. Dann fahren wir wieder zu dem Parkplatz in Dreieich, auf dem wir auch in der Nacht zuvor übernachtet haben.
- Orangefarbene Wolken
- Spaziergang mit Hund
- Hund
- Blaue Tür
- Vogelhaus
- Sonnenuntergang
Spät am Abend kommt ein belgischer Camper, ziemlich großer Kastenwagen. Der Parkplatz ist etwas uneben, weswegen der Belgier ein wenig rangiert in der Hoffnung, eine halbwegs ebene Fläche zu finden, auf der er übernachten kann. Leider zieht sich die Suche nach einem Platz ziemlich, denn der startet noch dreimal den Motor, um es an einer anderen Stelle des Parkplatzes erneut zu versuchen. Nach insgesamt 20 Minuten oder so ist endlich Ruhe.
50 Kilometer sind wir heute nur gefahren. Reicht auch.
- 50 km
Tag 4: Von Dreieich nach Oberaula
Dienstag, 2. September 2025
Der Mann hatte gestern zunächst überlegt, noch einmal ins Büro zu fahren. Schlussendlich hat er sich aber dagegen entschieden, weil die Fahrerei von hier aus nach Darmstadt schon ziemlich elendig ist. Mir ist es ein Rätsel, wie Leute sich dies freiwillig antun können, die hier wohnen und in Darmstadt arbeiten. Die Zahl der Einpendler in Darmstadt ist enorm hoch, was regelmäßig für Verkehrs-Chaos sorgt.
- Parkplatz in Dreieich
Ich gehe im Laufe des Vormittags im örtlichen Bio-Supermarkt einkaufen. Bei uns zuhause würde ich mir auch so einen Markt in der Nähe wünschen. Aber vermutlich gibt es nicht genug potentielle Kunden, die dort einkaufen würden.
Später am Tag ergibt sich noch ein ganz anderes Gedankenspiel. Aus verschiedenen Gründen gucken wir uns nach einem Ersatz für Bert um. Damit haben wir es nicht so eilig und der letzte Würfel ist in dieser Frage auch noch nicht gefallen. Aber wir gucken immer wieder mal. Und heute kommt ein neues Fahrzeug im Suchauftrag eines Internetportals herein, das wirklich sehr interessant ist und in Berlin steht. So überlegen wir dann ungefähr eine Stunde lang ziemlich ernsthaft, ob wir über Berlin zurückfahren sollen. Allerdings gibt es einen Punkt, der absolut gegen dieses Fahrzeug spricht und so entscheiden wir uns letztlich doch dagegen. Grundsätzlich hat der Händler aber ein sehr spannendes Angebot und wir überlegen tatsächlich dort einfach mal an einem Wochenende vorbeizufahren und mit dem Händler zu reden. Vielleicht hat er ja mal etwas für uns.
- Autobahn
- Rastplatz Limes
- Landstraße
Nachmittags fahren wir bis Oberaula auf den Stellplatz oben am Golfplatz. Dort ist es herrlich ruhig und wir sind ganz alleine dort.
- Sonnenuntergang
137 km sind wir heute gefahren. Bert läuft bisher ohne Probleme. Ganz zaghaft wagen wir schon die ersten Gedanken an eine Urlaubsreise.
- 137 km
Tag 5
Mittwoch, 3. September 2025
Wir haben herrlich geschlafen. Es war ruhig und nicht zu warm. Zum Arbeiten fahren wir allerdings vom Berg herunter. Das Internet ist nur mittelgut, weswegen wir lieber unten im Ort auf dem Parkplatz stehen wollen zum Arbeiten.
- Stellplatz
- Sonnenstrahlen
- Golfplatz
Außerdem können wir von dem Parkplatz im Ort aus in der Mittagspause zur Eisdiele laufen und uns ein Eis holen.
- Eis
Zwischen dem Parkplatz und der Eisdiele liegen Wiesen und ein Teich, den wir auf dem Rückweg noch umrunden. Am Teich ist nichts los, nur eine einsame Kanadagans watschelt herum. Ich hoffe, sie findet noch Kollegen, mit denen sie ins Winterquartier reisen kann.
- Tennishalle und Wiesen
- Einsame Kanadagans
- Teich
Unsere heutige Tagesetappe führt uns bis Northeim, auf den längst bekannten Wohnmobilstellplatz. Wir haben mittlerweile unsere Stammplätze zum Übernachten auf der Strecke. Gerade wenn der Mann auch noch im Camper arbeiten muss, macht das die Sache schon wesentlich einfacher.
- Rastplatz Göttingen
Außerdem haben wir die Raststätte Göttingen (Ost) angesteuert und ein Photo für die Galerie gemacht. Die Raststätte ist unfassbar schmutzig und unordentlich, Mülleimer komplett überfüllt und Müll liegt überall herum.
Auch heute gehen wir wieder eine Runde durch Northeim spazieren. Ich glaube, der Abwechslung wegen müssen wir uns für die nächste Tour mal einen anderen Stellplatz suchen, bevor ich noch anfange, mich hier heimisch zu fühlen.
- Regentrude von hinten
- Regentrude von vorn
Auf einem Spielplatz liegt die in Beton gegossene Regentrude herum. Wir schlendern wieder durch enge Straßen mit vielen Fachwerkhäusern.
- Erker
- Fachwerkhäuser und Kirche
- Schild
- Häuschen
- Teich mit Springbrunnen
- Ente
Durch die Wallanlage kommen wir dann wieder am Theater der Nacht vorbei und anschließend zu unserem Camper zurück.
- Wolkenband
- Theater der Nacht
- Skulptur
Ein eigenartiges Wolkenband wandert über die Stadt aber zumindest hier bei uns hat es nicht geregnet. Wir lassen im Camper den Tag ausklingen.
137 km sind wir auch heute wieder gefahren.
- 137 km
Tag 6
Donnerstag, 4. September 2025
Es ist ziemlich warm heute auch bei uns im Camper. Wenigstens hängt das Solarpanel vor dem Fenster, so dass die Sonne nicht direkt hereinscheint. Mittags gehen wir wieder zur Eisdiele.
- Eis
Irgendwann im Laufe des Nachmittags fällt auf, dass die Kühlbox nicht mehr läuft. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass die Kühlbox am Vormittag schon Probleme hatte, als gleichzeitig der Spannungswandler zum Laden des Laptops angeschlossen war. Da ist der Kompressor nicht angesprungen und die Kühlbox hat sich bei jedem Versuch wieder abgeschaltet.
- Sicherung ist kaputt
Es stellt sich heraus, dass die Sicherung durchgebrannt ist. Die Box war mit einer 5A-Sicherung abgesichert. Im Original-Kabel war eine 8A-Sicherung. Wir sichern jetzt mit einer 10A-Sicherung ab. Box läuft wieder. Aber wie immer seit dem Wohnungsbrand, bin und bleibe ich skeptisch, wenn ein elektrisches Gerät Dinge macht, die es bei normalem Betrieb nicht macht.
- Rastplatz Salzgitter Hüttenblick
- Herzogsberge
- Braune Bäume
Nachmittags fahren wir bis nach Lüchow. Die Bäume entlang der Landstraße haben schon braunes Laub.
In Lüchow gibt es zwei kostenlose Plätze für Wohnmobile in einer sehr ruhigen Ecke. Es ist fürchterlich warm, 27 bzw. 28 Grad sowohl draußen als auch im Camper. Die Hitze macht insbesondere in Kombination mit einer anstrengenden Woche sehr müde. Wir liegen schon früh im Bett, die Heckklappe und sämtliche Fenster sind noch geöffnet und insgesamt drei Lüfter an. So geht’s. Gegen 22 Uhr schließen wir die Heckklappe, lassen aber Fenster geöffnet und Lüfter eingeschaltet. Um kurz vor Mitternacht fängt es an zu regnen und wir müssen sämliche Fenster schließen.
- 189 km
Tag 7
Freitag, 5. September 2025
Die Nacht war wenig erholsam und keiner von uns hat Lust aufzustehen, als der Wecker um 06:15 Uhr klingelt. Das ist insofern ungünstig, als dass wir heute Morgen noch ein Stück fahren müssen. Das Internet hier am Stellplatz ist zwar okay für ein bisschen Social Media und sowas, aber zum Arbeiten reicht es eher nicht aus. Der Plan ist, bis zum ersten Rastplatz an der A14 zu fahren.
Die Autobahnen sind zumeist mit gutem Internet ausgestattet, da lässt es sich gut arbeiten, wenn man den Lärm ausblenden kann. Aber da die A14 hier mitten im Nichts endet, weil ein Lückenschluss noch fehlt, ist hier nicht so viel los und es ist auszuhalten.
- Seerau i. d. Lucie
- Ortseingangsschild
Schon bei früheren Touren ist mir der Ort Seerau in der Lucie aufgefallen. Ich finde den Ortsnamen witzig und habe das Schild nur geknipst, um den Ort in meine Liste mit Orten aufnehmen zu können. Die Lucie ist wohl ein Naturschutzgebiet, dessen Name sich eventuell aus irgendeiner westslawischen Sprache ableitet und so viel wie Weide, Wiese, Sumpf bedeutet.
- Elbbrücke
- Kaffeetasse
- Pferdeweide
Wir überqueren die Elbe, erreichen die A14 und Fahren bis zum ersten Rastplatz. Da kann ich dann endlich meinen Koffeinspiegel auffüllen, den Tag ruhig angehen lassen und die Pferde auf der Weide beobachten.
- A14
- Graue Wolken
Nach der Arbeit fahren wir dann die letzten Kilometer Autobahn bis nach Hause. Dabei haben wir wohl auch noch Glück, denn gerade als wir von der A20 auf die Stadtautobahn in Rostock wechseln, kommt im Radio der Verkehrshinweis, dass auf der A2 zwischen Bad Doberan und Kröpelin Steine von einer Brücke geworfen werden. Da sind wir wenige Minuten zuvor lang gefahren.
183 Kilometer sind wir am letzten Tag gefahren.
1354 Kilometer sind wir seit dem letzten Werkstattbesuch insgesamt gefahren. Bisher läuft das Fahrzeug ohne Probleme. Wir wagen uns nun an die Urlaubsplanung. Aber Psst, dem Auto verraten wir noch nichts davon. Wer weiß …