Ins Büro nach Darmstadt

Der Herr Lebensabschnittsgefährte wurde für zwei Tage ins Büro nach Darmstadt beordert. Einen dritten Tag hängte er selbst noch dran, um mit den Kollegen vor Ort eine Schulung zu machen. Und da das eine Dienstreise war, fiel das anstrengende Work & Travel diesmal weg. Stattdessen gab es eisige Kälte und Heizungsausfall und einen Alleingang von Frau dark* bis nach Baden Württemberg. Oder wie ein Freund des Herrn Lebensabschnittsgefährten die Situation kommentierte:

You have to turn everything into a survival adventure…

Auf nach Südhessen!

Dienstag, 18. November

Zunächst fing es aber harmlos und recht chillig an. Am Dienstagmorgen machten wir uns pünktlich um 8 Uhr auf den Weg, tankten die Karre voll und surften mit gemütlichen rund 100 km/h auf der Autobahn gen Süden.

Wie (fast immer) fuhren wir die A20 bis Wismar und dann die noch unfertige A14, auf der nie etwas los ist. Die A14 birgt eine Ungereimtheit im deutschen Autobahnsystem. Sie verläuft in Nord-Süd-Richtung von Wismar bis zur A4 beim Dreieck Nossen in Sachsen. Normalerweise sind Nord-Süd-Autobahnen mit ungeraden Nummern versehen und gerade Nummern für die Ost-West-Verbindungen gedacht. Erstaunt sind wir, dass an der Anschlussstelle zur A24 die Nummerierung neu beginnt. Die A14 hat somit die Kilometer 0 bis 56 zweimal. Das scheint aber häufiger vorzukommen, wie ich bei einer kurzen Internet-Recherche feststelle.

In Dömitz passierten wir die Elbe, eine meiner liebsten Landmarken. Mittlerweile bin ich auch wieder so fit, dass wir uns beim Fahren abwechseln können. Dies taten wir etwa alle 1,5 Stunden, was sich für uns als optimal erwiesen hat.

Auf dem Rastplatz Salzgitter Hüttenblick Nord halten wir zwar nicht zum ersten Mal, aber bisher taucht der noch gar nicht in meiner Galerie auf, dort ist bisher nur Süd zu finden. Eigentlich ist es hier für Rastplatzverhältnisse relativ ruhig, aber an diesem Dienstag kurvte die ganze Zeit ein Lkw auf dem Rastplatz herum, der die Mülleimer ausleerte. So war es zwar nichts mit dem ruhigen Mittagessen aber dafür wurde wenigstens Programm geboten.

Auf der A7 wurde es immer voller, je weiter wir gen Süden fuhren. Das Hattenbacher Dreieck war lange Baustelle und damit ein extrem unübersichtlicher, stressiger und gefährlicher Abschnitt auf dieser Autobahn. Seit die Baustelle weg ist, ist das aber kein Problem mehr.

In Hasselbert war nochmal Fahrerwechsel und anschließend Autobahnwechsel. Auf der A5 waren dann sogar noch die Mainzelmännchen unterwegs.

Langsam wurde es dunkel und wir erreichten Frankfurt am Main und diesen ganzen Großstadt-Stress. Auf den Autobahnen rund um Frankfurt ist immer viel los.

Über die A661 fuhren wir durch Offenbach bis nach Dreieich auf den Parkplatz, auf dem wir schon öfter übernachtet haben. Dort ist es ruhig und es scheint sich niemand an einem Camper, der in der Nacht hier steht, zu stören. Hier übernachten häufiger auch Leute auf der Durchreise.

Wir richteten uns im Camper ein. Die Heizung hatten wir morgens bereits eingeschaltet, damit es nicht so lausig kalt sein würde. Die lief also den ganzen Tag auf niedriger Stufe und es war relativ angenehm.

Blackout

Der Herr Lebensabschnittsegfährte machte gerade Tee für mich, als es dunkel wurde und die Heizung stoppte. Nanu?

Wenn alles Elektrische gleichzeit ausfällt, kann das Problem ja nur irgendwo bei der Stromversorgung liegen. Das war uns relativ schnell klar. Der Mann checkte den Batteriestatus mit der Smartphone-App. Die Batterie war leer. Wie konnte das sein? Wir sind stundenlang gefahren, die sollte voll sein.

Wir räumten den Blick auf unsere Aufbau-Batterie frei, um zu gucken, ob wir da irgendwelche Auffälligkeiten entdecken konnten. Die Kabel waren alle fest, daran lag es nicht. Aber die Sicherung sah kaputt aus.

Blöderweise hatten wir nicht das gesamte Werkzeug eingepackt, die Schraubenschlüssel lagen zuhause in der Wohnung und hatten es schön warm. Im Gegensatz zu uns, wir durchliefen erst noch Phase zwei und drei der üblichen drei Phasen in Krisensituationen.

  1. Weltuntergangsstimmung: Scheiß Auto, scheiß dies, scheiß das, wir verkaufen das alles.

  2. Es (lies: Ich) beruhigt sich, wir beginnen die Suche nach Problemlösungen.

  3. Wir arrangieren uns mit den widrigen Bedingungen, richten uns im Ungemach seelisch ein und kommen mit der Situation gut zurecht.

Wir beschlossen, morgen früh vor der Arbeit zum ortsansässigen Baumarkt zu fahren und uns den passenden Schraubenschlüssel zu besorgen. Eine Ersatz-Sicherung hatten wir ja dabei. Dann würden wir noch auf dem Baumarkt-Parkplatz die Sicherung wechseln und testen, ob auf der Fahrt zum Büro alles glatt läuft und die Batterie wieder lädt.

Eine Nacht würden wir schon aushalten ohne Heizung. Wir hatten dicke Decken dabei und sind diesbezüglich erprobt. Wir hätten sowieso ohne Heizung geschlafen, aber vor dem Zu-Bett-gehen nochmal aufwärmen und morgens die Heizung einschalten, bevor man aufstehen muss, ist schon luxuriös.

Unser Thermometer zeigte eine etwas höhere Temperatur als die Wetter-App an, das beruhigte zwar, reichte aber nicht für ein Gefühl wohliger Wärme. Dafür waren unsere Decken zuständig, in die wir uns alsbald einkuschelten.

Baumarkt und Batterie aufladen

19. November 2025

5,5 Grad waren es am Morgen im Camper. Glücklicherweise kochen wir mit Gas und nicht mit Strom. Unser Ausbau war ursprünglich ohne Batterie für den Campingbereich geplant und gebaut. Daher haben wir einen Gaskocher und akkubetriebene Lampen und betreiben den Wasserhahn mit einer fußbetriebenen Schiffspumpe von Babywhale, was in Fällen wie diesem sehr hilfreich ist.

Eigentlich haben wir auch eine Powerstation, die wir mitnehmen können, um Smartphones, Laptops und auch die akkubetriebenen Lampen zu laden, aber irgendjemand (lies: ich) war der Meinung, dass wir das Teil dieses Mal nicht benötigten. So saßen wir beim Kaffee morgens mit fast leeren Smartphones und fast leeren Lampen.

Aber das war auch nur ein kurzzeitiges Problem, denn wir mussten von Dreieich nach Darmstadt fahren, der Mann musste ja ins Büro. Zuvor haben wir aber noch beim Baumarkt gehalten und Schraubenschlüssel gekauft, um die Sicherung auszutauschen.

Noch auf dem Parkplatz dort schraubten wir die alte Sicherung raus und stellten dann fest, dass die gar nicht kaputt ist. Das sah zwar am Vortag auf den Photos so aus, aber im ausgebauten Zustand war gut zu erkennen, dass die Sicherung völlig in Ordnung war. Wir schraubten sie wieder rein, schalteten den Ladebooster ein, den wir am Abend zuvor ausgeschaltet hatten, und fuhren nach Darmstadt. Und siehe da, die Batterie wurde aufgeladen.

Wir rätselten, was dann am Vortag das Problem gewesen sein könnte. Vielleicht war der Ladebooster nicht richtig eingeschaltet? Vielleicht hakte der Schalter? Vielleicht brauchten Heizung und Kühlbox unterwegs so viel Strom, dass nichts zum Laden der Batterie übrig blieb? Wir wussten es nicht und wir würden es wohl auch nie erfahren.

Mit 12 % kamen wir jedenfalls nicht allzu weit, weswegen ich den Mann am Büro absetzte und mich dann auf die Landstraße Richtung Pfungstadt begab. Dort tankte ich erst einmal, kontrollierte noch einmal den Ladestand der Batterie und fuhr dann weiter auf die Autobahn.

In Pfungstadt geht die A5 Richtung Süden. Die bin ich sogar über die Landesgrenze zwischen Hessen und Baden Württemberg bis zum Kreuz Weinheim gefahren. Dort habe ich auf die A659 gewechselt und am Viernheimer Kreuz fuhr ich auf die A67 Richtung Norden.

Ich habe mir immer einen Lkw ausgesucht und mich dahinter geklemmt. Ich hatte schließlich eine Mission; ich musste möglichst lange durch die Gegend zu tuckern, also habe ich mir den langsamsten ausgesucht. Teilweise war ich mit gemütlichen 80 km/h unterwegs, habe Musik und Podcasts gehört.

Auf der Autobahn habe ich auch mehrere Elektro-Lkw gesehen, alle von Daimler. Vielleicht habe ich auch noch andere gesehen aber nicht als E-Lkw erkannt. So markant wie die von Daimler sind die anderen nämlich nicht. Ich will nicht sagen, dass die E-Lkw die Verbrenner bereits überholt haben, aber sie kommen schon spürbar häufiger im Straßenbild vor.

Am Darmstädter Kreuz angekommen hatte ich Zweifel, ob die gefahrene Strecke ausreichen würde, und entschied mich, bis zur A3 weiterzufahren. Dort sah ich ein Auto mit Schnee auf dem Dach und der Heckscheibe. Ich weiß nicht, woher der kam. Als ich morgens in Darmstadt losfuhr, schneite es, aber schon in Pfungstadt war es vorbei mit dem Schnee.

Von der A3 fuhr ich auf die A661 und dann quasi dieselbe Strecke wie heute Morgen. Als ich auf dem Parkplatz vor dem Büro ankam, war die Batterie nach drei Stunden Fahrt auf 81 % aufgeladen.

Das sollte eine Weile reichen. Ich machte es mir im Camper gemütlich und genoß erstmal die Wärme. Ich hatte auch keine Lust, zum Mittagessen mit auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, der in Darmstadt schon in dieser Woche begonnen hat.

Eigentlich war ich für den Rest des Tages zu gar nichts zu gebrauchen. Auf meinen Laptop hatte ich keine Lust, rausgehen wollte ich auch nicht. Draußen war es kalt und regnerisch. So vertrödelte ich die Zeit mit lesen, Podcast hören, auf dem Smartphone spielen und faul rumliegen.

Als der Herr Lebensabschnittsgefährte endlich fertig war mit seinem extrem langen Tag, fuhren wir zurück zu dem Parkplatz. Viel passierte da auch nicht mehr. Es gab Abendessen und wir legten uns ins Bett. Der Mann guckte Filme, ich hörte weiter Podcasts.

Der Tag konnte weg, mit dem waren wir durch.

Eine Runde durch Darmstadt

20. November 2015

Mit der Batterie schien endgültig wieder alles beim Alten zu sein. Es war kuschelig warm morgens im Camper beim ersten Kaffee. Nur der Blick nach draußen war nicht so dolle, auf der einen Seite standen Fahrzeuge auf der anderen Seite war eine Baustelle, es war dunkel und es regnete. Aber es gab Kaffee!

Der Mann musste heute auch wieder ins Büro. Also mussten wir morgens schon wieder Autobahn fahren. Was für eine elende Fahrerei! Ich werde auch nicht müde, bei jedem Besuch in Frankfurt oder Darmstadt zu betonen, dass ich wirklich überhaupt gar keine Lust darauf hätte, hier als Pendler täglich zur Arbeit zu müssen. Und das betrifft nicht nur die Pendelei mit dem Auto, sondern auch die überfüllten Züge morgens.

Einziger Vorteil daran: Die Batterie wurde wieder gefüllt. Allzu lange auf einem Platz stehen kann man ja nicht, wenn den ganzen Tag die Heizung läuft.

Ich verbrachte den Tag wieder im Camper und gönnte mir erst einmal mein zweites Frühstück.

Es gibt durchaus Dinge, die man an der Metropolregion Rhein-Main mögen kann. Marzipan-Croissants zum Beispiel. Noch lieber mag ich zwar Plunderhörnchen mit Nuss- oder Marzipanfüllung, aber die einzige Bäckerei, die die angeboten hatte, wurde vor über 10 Jahren schon von der Konkurrenz aufgekauft. Seither ist der Plunderteilchenmarkt ein wenig öde.

Zur Mittagszeit kletterte ich mal aus dem Camper und lief eine Runde durch die Stadt. Immerhin habe ich dort sieben Jahre lang gewohnt. Zu den Dingen, die ich an Darmstadt von Anfang an ganz cool fand, gehört die weitläufige Fußgängerzone. Zwar gehen Menschen ohne Orientierungssinn (lies: ich) da relativ schnell verloren, aber toll ist die trotzdem. Einige Geschäfte gibt es mittlerweile nicht mehr und sie sind großen Ketten gewichen, wie das halt überall in Innenstädte so ist. Vielfalt geht verloren, Städte veröden, weil der Markt das so regelt.

Den Bären-Treff gibt es aber noch und ich kaufte drei Tüten, insgesamt 1,5 kg leckeres Gummizeugs.

Am Luisenplatz ist alles wie immer, eine große Gruppe Tauben verbringt dort ihren Tag, ein hektisches Gewusel aus Menschen, Straßenbahnen und Bussen, überwacht von zahlreichen Kameras. Deswegen ist auch nicht alles wieder immer, sondern nur fast alles. Früher saßen auf den Stufen des Lui Punks, Alkoholiker, Obdachlose, diese Szene halt. Die hängt nun Dank der Kameras woanders rum. Problem durch Unsichtbarmachung “gelöst”, damit muss der Bürger sich nicht mehr befassen..

Auf Shopping hatte ich wenig Lust, ich bin nur überall mal vorbeigelaufen und ging dann zurück zum Camper.

Nachmittags liefen der Herr Lebensabschnittsabschnittsgefährte und ich noch einmal gemeinsam durch die City. Der Mann wollte ins Photogeschäft, ein Zubehörteil zu seiner Kamera kaufen.

Wir nahmen allerdings nicht die U 9¾, sondern gingen zu Fuß. Das Kamerazubehörteil ist gerade erst auf den Markt gekommen und war im Photoladen noch nicht verfügbar. Zum Ausgleich kauften wir uns auf dem Weihnachtsmarkt eine 12er Packung Schokoküsse. Eigentlich wollte ich nur einen, aber dann (e-)skalierte das irgendwie. Und einen 13. bekamen wir außerdem noch geschenkt, weil die Verkäuferin bei diesem versehentlich die Schokoglasur kaputt gemacht hatte.

Bei der Gelegenheit erzählte sie uns noch anekdotisch, dass es tatsächlich Leute gibt, die dieses Geschenk ablehenen mit der Begründung: “Der ist ja kaputt.” Tja nun.

Wir machten uns auf den Weg zurück nach Dreieich, legten aber einen Stopp am Wohnmobilstellplatz in Messel ein, denn dort gibt es die Möglichkeit der Entsorgung.

Eigentlich hätten wir auch hier bleiben können, aber da der Herr Lebensabschnittsgefährte am nächsten Tag nach Wixhausen (Hihi!) zum GSI musste, war Dreieich günstiger gelegen für die Strecke an nächsten Morgen.

Bei den ganz schlauen Leuten

21. November 2025

Wir schliefen übrigens immer noch ohne Heizung im Camper, auch wenn es morgens etwas frisch war. Die Heizung schalteten wir noch im Bett liegend ein. Nach ein paar Minuten war es dann warm genug zum Aufstehen und für den ersten Kaffee.

Bevor wir losfahren konnten, mussten wir erst einmal Eis kratzen. Zwar ist unser Auto mit einer Frontscheibenheizung ausgestattet, aber dem Dieselmotor bekommt es nicht so gut, wenn er zu lange im Stand läuft. Und da der eh ständig Probleme macht, kratzten wir einigermaßen frei, den Rest erledigt dann die Scheibenheizung.

Wir fahren nach Wixhausen (Hihi!). Der Ortsname wurde übrigens erstmal 1172 als Wikkenhusen urkundlich erwähnt und 1225 als Wicheshusen. Das bedeutet Siedlung an einem Weiher.

Hier sind die mega-schlauen Leute am Werk, da kann ich so gar nicht mithalten. Viel Gelände hier ist Baustelle für den neuen Teilchenbeschleuniger.

Während ich auf den Herrn Lebensabschnittsgefährten wartete, beschleunigte ich dieses Teilchen hier in meinen Verdauungstrakt:

Heimfahrt

Nach der Veranstaltung hatte der Mann erst Mittagspause, die wir beim Imbiss in Langen mit einem Burger und Pommes sinnvoll nutzten, dann ging es auf die Autobahn Richtung Norden.

Vorbei an der Bauruine Kaiserlei, die da nun schon seit rund 20 Jahren in den Himmel ragt, weil der Markt das so geregelt hat, fuhren wir auf der A661 über den Main bis zur A5.

Die Autobahnbrücke am Ohmtaldreieck grüßte unser Auto! Den Krachgarten haben wir in der Galerie schon, aber Eifa noch nicht. Dort haben wir auch gehalten. In die Galerie der Autobahnrastplätze kommen beide Schilder.

Auch auf der Rückfahrt tauschten wir regelmäßig die Plätze. Nach Eifa war ich also wieder dran und der Herr Lebensabschnittsgefährte knipste.

Hattenbacher Dreieck, Kirchheimer Dreieck - Ich weiß nicht mehr, wo es sich gestaut hatte. Beide Dreiecke sind gut bekannt aus dem Verkehrsfunk und es ist immer viel los.

Danach geht es jedenfalls auf der A7 bergauf und bergab. Die Strecke ist auch immer gut für Wetterwechsel, so auch an diesem Tag. Erst war es sonnig und es lag Schnee.

Als wir auf die Feuerwehr stießen schloss ich mich den beiden ein Stück weit an, Bert passte farblich ja ganz gut dazu.

Unser Plan war, in Northeim zu übernachten. Da ist es schon ziemlich bergig und man merkt, dass der Harz nicht mehr weit ist. Es wurde diesig - und stauig auf der Gegenfahrbahn.

Der Platz war leer, als wir ankamen. Nur ein weißer Transporter war geparkt, der beim letzten Mal schon hier stand und mittlerweile mit einer grünlichen Patina überzogen war. Im November sind ja nicht viele Camper unterwegs. Wir setzten uns hinten rein, machten die Heizung an und verbrachten einen ruhigen Abend.

Ein bisschen Winterwonderland

22. November 2015

Es ist kalt morgens in Northeim.

Vor der Abfahrt stand Eis kratzen auf dem Plan. Im Gegensatz zu den meisten Leuten habe ich kein Problem damit und betrachte dies eher als morgendliche Aufwärmübung, die im Winter halt zum Auto fahren dazugehört.

Nach dem Kratzen mache ich etwas, was ich oft auf unseren Touren tue: Ich laufe ein paar Schritte zu Fuß. In der Regel enden diese Fußmärsche dort, wo der Parkplatz endet. So auch an diesem Tag.

Ich habe etliche Photos von der mit Reif überzogenen Landschaft gemacht. Ich finde das sooo schön.

Auf dem letzten Winterwonderland-Bild hat es sogar Schnee, wir waren mittlerweile auf der Autobahn und fuhren am Harz vorbei.

Wir fuhren wieder die A39 bis Wolfsburg und dann über die B248. Da mussten wir auch erstmal tanken und nahmen uns ein zweites Frühstück mit. Kurz darauf fanden wir einen (leider namenlosen) Rastplatz, den wir für ein zweites Frühstück nutzten.

Nach der Rast fuhr ich weiter und der Mann machte Photos. An der Bundesstraße ist das deutlich spannender als auf der Autobahn.

Irgendwo war ich falsch abgebogen und wir waren wieder einmal mitten in der Pampa gelandet. Umwege erhöhen bekanntlich die Ortskenntnis und eigentlich war es auch ganz nett da.

Zurück in MV

Zurück auf der Bundesstraße, zurück an der Elbe, zurück in Mecklenburg-Vorpommern, dem Land der Alleen, der Greifvögel und der leeren Autobahnen.

Bevor wir nach Hause fuhren machten wir noch einen Abstecher zum Hofladen, um uns mit Kartoffeln, Eiern und Möhren einzudecken.

Dann fuhren wir endlich nach Hause. Ein letztes Photo vom Rostocker Greif an der Brücke über der Stadtautobahn und dann sind wir auch bald da.

Statistik

Zum Schluss wie immer ein wenig Statistik. 1565 Kilometer sind wir auf dieser Tour gefahren.