Zwei Radtouren zu Pfingsten

Die ersten Radtouren des Jahres sind absolviert. Aus gesundheitlichen Gründen eher kurz; aber immerhin, ein Anfang ist gemacht. Ein Sturz, ein paar Tiere und ein Spaziergang am Strand waren im Tourprogramm enthalten.

Tour zum Zoo

Sonntag, 24. Mai 2026

Am Sonntag sind wir zum Zoo in Rostock gefahren. Allerdings sind wir nicht in den Zoo gegangen, den finde ich nämlich mit 24 Euro pro Person ganz schön teuer und zu voll ist er mir auch meistens. Aber es gibt ein Gehege, an das man vom Radweg aus rankommt. Und da sind wir hin.

Unterwegs hatte ich keine Kamera laufen. Die Entfernung beträgt ungefähr 10 Kilometer einfache Strecke. Ich fand’s im Fahrtwind ganz schön frisch und bedauerte unterwegs, keinen Pulli zum Drüberziehen dabei gehabt zu haben.

Am Groß Schwaßer Weg machten wir einen kurzen Stopp. Mit meiner Kraft ist es in den letzten Woche nicht mehr allzu weit her. Ich weiß nicht mehr genau, wie es passiert ist, aber ich bin mit meinem Fahrrad umgekippt. Ich hatte fürchterliche Angst, dass der Akku von meinem umgebauten Fahrrad auf den Boden knallt und habe den Sturz mit dem linken Handgelenk abgefangen. Das schmerzte anschließend ein wenig. Außerdem sind mir Pedal und Kurbel auf den linken Fuß gefallen. Da ist jetzt ein großer blauer Fleck. Als wär das nicht genug, bekam ich beim Versuch aufzustehen auch noch einem Krampf im linken Bein.

Passanten hatten das mitbekommen und fragten, ob sie helfen sollen. Aber wir bekamen es alleine hin. Der Herr Lebensabschnittsgefährte half mir beim Aufstehen und ich fuhr anschließend etwas langsamer und mit zitternden Knien weiter.

Wir kamen am Gehege an. Dort wird irgendetwas Reh-artiges zusammen mit ein paar Ziegen gehalten. Die Ziegen kamen an den Zaun getrottet, merkten aber ziemlich schnell, dass es bei uns nichts zu essen gab und gingen wieder.

Der Tierpfleger kam ans Gehege und fütterte etwas. Damit waren wir natürlich komplett uninteressant. Wir fuhren dann auch wieder nach Hause zurück.

Tour ans Meer

Montag, 25. Mai 2026

Ich wollte ans Meer! Und wir brauchten Eier. Das ließ sich ganz gut kombinieren, im Nachbar-Viertel ist “die Eierfrau” ansässig.

Diesmal waren wir auch etwas schlauer und haben an meinem Fahrradlenker eine Kamera angebracht, die einmal pro Minute ein Bild macht. Hier sind ein paar davon.

Wir parkten unsere Fahrräder und gingen an den Strand. Es war nicht allzu voll, die meisten verschanzten sich hinter einem Windschutz direkt an den Dünen. Der Wind war frisch, weswegen auch wir den Spaziergang eher kurz hielten. Ich bin jetzt in dem Alter, in dem man auf kalten Wind empfindlich reagiert.

Das Toiletten-Häuschen am Strandaufgang wurde wohl neu angemalt. Sieht ja auch ganz hübsch aus. Und ausnahmsweise waren die Toiletten auch halbwegs sauber. Was aber gar nicht geht: In der Trennwand der Kabine, in der ich war, waren Löcher zur Nachbarkabine. Die Könnte man ja mal verschließen.

Nach dem kurzen Spaziergang machten wir uns auf den Rückweg. Dabei fuhren wir einen anderen Weg als auf dem Hinweg, wir wollten ja zur Eierfrau.

Auf der Fahrradstraße, die für den Autoverkehr nur für Anlieger freigegeben ist, ist an sonnigen Wochenenden einiges los. Vermutlich würden sich regelmäßig Kontrollen hier mal lohnen. Ein Lkw hat uns und einen Pkw hinter uns mit Vollgas überholt. So ein Spinner.

Wir waren wieder zuhause und mir reichte es jetzt erstmal. Der Hintern tat mir weh, an meinem Fußgelenk hat sich ein großer blauer Fleck breitgemacht und nahezu jedes Gelenk und jeder Knochen tat mir weh. Mein Körper muss sich erst wieder daran gewöhnen, für anstrengendere Tätigkeit als sitzen, spazieren gehen und sowas benutzt zu werden.

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