Paddeln auf dem Salzhaff

Nach zwei Wochen Antibiotikum-Therapie fühle ich mich zum ersten Mal seit über einem Jahr wieder einigermaßen gesund. Gesund genug jedenfalls, um endlich mal wieder paddeln zu gehen! Und weil für Samstag der letzte Sommertag in diesem Jahr für MV angekündigt war, haben wir uns gestern auf den Weg zum Salzhaff gemacht.

Salzhaff

Wie geplant waren wir relativ früh da. Um diese Uhrzeit ist noch nicht ganz so viel los und es ist vor allem noch nicht so heiß. Immerhin sollten am Samstag bis an die 30 °C werden, worauf ich nicht so viel Lust hatte.

Bausatz Boot

Der Herr Lebensabschnittsgefährte machte sich an die Arbeit, die Boote aufzubauen. Ich setzte unsere Paddel zusammen und ging dann mal ans Wasser.

Als der Herr Lebensabschnittsgefährte fertig war, gab’s noch was zu futtern und zu trinken und dann machten wir uns auf den Weg aufs Wasser.

Wir paddelten und knipsten und knipsten und paddelten.

Die Küste sieht ja quasi immer gleich aus, also knipsten wir uns selbst und gegenseitig.

Noch ein gutes Stück von uns entfernt schwamm eine Gruppe Schwäne wie an einer Schnur aufgereiht von rechts nach links, also vom Ufer weg. Plötzlich - wir konnten nicht erkennen, was sie aufgeschreckt hat - flogen sie los. Und spannenderweise flogen sie auf uns zu. Und dann flogen sie direkt an uns vorbei, fast zum Greifen nah. Damit hatten wir gar nicht gerechnet, so dass keiner von uns das Smartphone zum knipsen gezückt hat. Ich war außerdem damit beschäftigt, mein Boot zu drehen, damit die Filmkamera sie wenigstens erwischt. Daher gibt es hier nur zwei Screenshots aus dem Video.

Wir paddelten nicht allzu weit. Ich hatte ganz schön abgebaut im vergangenen Jahr und muss es langsam angehen lassen. Und dann brannte auch die Sonne mittlerweile ganz schön auf uns herunter. Also machten wir uns nach einer guten halben Stunde auf den Rückweg.

Weg zurück

Auf dem Rückweg sahen wir einen Greifvogel, der sich kreisend näherte. Leider ist der Zoom vom Smartphone nicht besonders beeindruckend. Der Vogel war es aber durchaus.

Zurück am Camper stellten wir fest, dass der Parkplatz mittlerweile gut gefüllt war. Die Stelle ist ein beliebtes Ausflugsziel bei Einheimischen. Wir hockten uns in den Camper und mampften unser mitgebrachtes Mittagessen: Nudelsalat und Laugengebäck dazu.

Eigentlich wollten wir am Wohnmobilstellplatz nebenan noch ein Eis holen, aber die Schlange war zu lang, darauf hatten wir keine Lust.

Anschließend bauten wir die Boote wieder ab und machten uns auf den Weg.

Auch der Softeisstand auf dem Parkplatz bei der Freiwilligen Feuerwehr in Reddelich brachte uns nicht die erhoffte Abkühlung, der hatte nämlich geschlossen. Also gut, dann futterten wir eben zuhause unser eigenes Eis.

Und eigentlich war ja für den Sonntag noch eine Radtour geplant, aber dazu hatte ich dann keine Lust mehr. Hinzu kam, dass mich während des Auf- und Abbau unserer Boote ein paar Mücken als Hauptmahlzeit auserkoren hatten. Mückenstiche werden bei mir gerne mal zu handtellergroßen Quaddeln, die mich über Tage hinweg quälen. Also ließen wir das Radeln sein und der Beitrag endet hier.

Die Statistik für diesen Tag: Kilometerstand gibt es nicht, gepaddelt sind wir etwa eine Stunde, gegessen haben wir jeder drei Eis. Und weil’s so schön war (auf dem Wasser und auch das Wetter), gibt’s nicht nur die Karte, sondern auch eine kurzes YouTube-Video.