Schon wieder Büro

Da unser aktuelles Projekt in die Abschluss-Phase geht, war ich diese Woche noch einmal in Krefeld im Büro. Das übliche: Viel zu früh aufstehen, nervige Katze, tageslichttauglich machen und los.

Die Wolken verhießen nichts Gutes, das Wetter war ein wenig unschön. Zu warm für eine Jacke, zu kalt ohne.

Allerdings war die Temperaturanzeige wohl der Meinung, dass es durchaus kalt genug für eine Jacke sei. Wie auch immer, bis die Tram kam, war ich - obwohl nur mit Sweatjacke bekleidet - nicht erfroren.

Aus irgendeinem Grund bekommt man es derzeit in Darmstadt wohl nicht auf die Reihe, den ICE rechtzeitig bereitzustellen. Auch heute war zur Abfahrtszeit um 06:48 Uhr noch kein Zug da. Allerdings war die Verzögerung geringer als vergangene Woche.

Ich hatte mal wieder einen ICE mit der aktuellsten Innenausstattung erwischt. Diese ist in meinen Augen tatsächlich eine echte Verbesserung. Ich kann nicht konkret sagen, dass ich dieses oder jenes besser finde, es ist mehr mein persönlicher Gesamteindruck.

Sehr praktisch auch im Türbereich die Abfahrtstafeln, die den öPNV einschließen.

In Köln Messe/Deutz war es arschkalt. Der Wind blies kräftig über den Bahnsteig und ich war heilfroh, dass ich nicht nur die Sweat-Jacke trug, sondern in letzter Sekunde noch schnell meine Regenjacke in den Rucksack gestopft hatte.

Das so ziemlich unsinnigste Schild an einem Bahnsteig befindet sich am Gleis 7 in Deutz: Personenbeförderung verboten. Wie gut, dass das hier keiner ernst nimmt.

Die gesamte Fahrt nach Krefeld lief glatt bis kurz vor Krefeld. Dort mussten wir wegen eines vorausfahrenden Zuges ein paar Minuten warten. Allerdings fand ich dies nicht weiter tragisch, denn es ersparte mir die immer selbe blöde Entscheidung: auf die Tram warten oder zu Fuß gehen. Da ich heute keine Lust auf Laufen hatte, kam mir das also ganz recht. Ich machte einen gemächlichen Boxenstopp beim Bäcker und wartete dann auf die Tram.

Im Büro kamen wir gut voran. Anschließend freute ich mich, eine Kollegin wiederzusehen, die ich leider viel zu selten sehe, da ihre Arbeitszeiten so selten mit meinen Anwesenheitszeiten korrespondieren. Sie fuhr mich später mit ihrem Auto zum Bahnhof zurück, da es gerade, als wir Feierabend machten, schüttete wie aus Eimern. Da hatte ich wenig Lust, zum Bahnhof oder auch nur zur Tram zu laufen. Und da sie eh noch ein Ticket kaufen musste, kam ihr das gerade recht.

Mein Heimweg führte diesmal über Düsseldorf. Leider, wie sich dort herausstellte. Ich vertrödelte ein wenig Zeit im Bahnhof, bevor ich mich zum Gleis 15 aufmachte, wo mein Zug auch schon bereit stand. Als es 14:46 Uhr war, was der geplanten Abfahrtszeit entsprach, stand er immer noch. Stattdessen ertönte eine Durchsage:

Unsere Abfahrt verzögert sich um unbestimmte Zeit aufgrund eines Feuerwehreinsatzes neben der Strecke.

Halleluja!

Mit etwa 12 Minuten Verspätung rollten wir in Düsseldorf los. Wir wurden umgeleitet über Opladen/Leverkusen.

Nach einem kurzen Stop auf der Hohenzollernbrücke kamen wir mit 23 Minuten Verspätung am Kölner Hauptbahnhof an.

Für den Umstieg in Mainz hat die Bahn mir 5 Minuten zugestanden, meinen Anschlusszug konnte ich vergessen. Der nächste ging etwa 30 Minuten später und sollte kein Problem darstellen.

Im Gegensatz zur neuesten Ausstattung am Morgen war dieser IC ziehmlich veraltet. So alt, dass es nicht einmal Steckdosen am Platz gab. Glücklicherweise war der Akku vom Laptop noch voll genug zum Bloggen und fürs Smartphone hatte ich die Powerbank dabei.

Mit etwa 20 Minuten Verspätung erreichten wir Mainz. Dort hatte ich noch Zeit für einen kleinen Bummel durch den Bahnhof, was die Bären Company etwas reicher und mich etwas ärmer machte.

Das letzte Stück nach Darmstadt schaffte ich auch noch. Dort verkürzte ich mir die Wartezeit auf die Tram mit einem Streifzug durch Nanu Nana. Erwähnte ich eigentlich schon einmal, dass ich es total abartig finde, dass die Bahn aus jedem Bahnhof einen Konsumtempel macht? Anyway, neue Servietten sind ja auch hübsch und ein Deko-Teil für die Küche brauchten wir auch ganz besonders dringend. Die Tram kam, der Lebensabschnittsgefährte holte mich an der Bahnhaltestelle ab. Die Sonne schien, die Katze war glücklich, dass ich nach 13 Stunden endlich wieder da war. Und wenn sie nicht gestorben sind, ... *sülz*