Spaziergänge im Juli 2026

Wir gehen mehr oder weniger regelmäßig morgens eine Runde raus, bevor wir uns ins HomeOffice und ins Alltags-Chaos stürzen. Dabei dokumentiere ich die Entwicklungen im IGA-Park, der mir quasi zu Füßen liegt, wenn ich auf meinen Balkon trete, und mache auch sonst viele (überwiegend Smartphone-)Photos. Und der Herr Lebensabschnittsgefährte ist mit seiner Profi-Knipse auch meist dabei. Morgens knipse ich außerdem den #BlickVomBalkon, den ich regelmäßig auf Mastodon veröffentliche. Ansehen kann man die Bilder tagesaktuell hier: #BlickVomBalkon auf Mastodon.

Mittwoch, 1. Juli 2026

Dieser idiotisch heiße Juni ist endlich vorbei, die Temperaturen sind wieder etwas erträglicher. Wir beginnen den Juli mit einem Besuch an der Ostsee, nachgucken, ob sie überhaupt noch da ist.

Nachmittags haben wir einen Gast auf dem Balkon und der ist nicht gerade klein.

Eigentlich will er auch nicht weg von unserem Balkon. Als der Herr Lebensabschnittsgefährte ihn in die Freiheit entlassen will, hält er sich an des Mannes Pullover fest. Aber irgendwann fliegt er dann doch von dannen.

Donnerstag, 2. Juli 2026

Im Park wird zunächst die Baustelle inspiziert und anschließend der Weidendom. Der ist wenigstens grün, was man vom Gemeinschaftsgarten nicht behaupten kann. Auf dem Wasser tummelt sich Familie Schwan auf dem Weg zum morgendlichen Gründeln. Eine der StenaLine-Fähren läuft gerade ein und vor dem Kraftwerk glitzert das Wasser.

Freitag, 3. Juli 2026

Es ist ein wenig windig, das Wasser steht hoch. Wir fahren nach Warnemünde und gucken uns das an.

Am alten Strom liegen ein paar Boote, die da sonst nicht liegen. Ob der Katastrophenschutz jetzt immer da ist, weiß ich nicht, das dänische Lotsenboot jedenfalls nicht. Außerdem gibt’s fast gar keine hübschen roten Fischerboote mehr, sondern ein Sammelsurium von alten und neuen Booten.

Wir gehen weiter zur Westmole. Der Wellengang ist ordentlich. Die StenaLine-Fähre slidet zwischen den Molenfeuern hindurch auf die offene See, die Gischt wird von den Wellen geweht und mir weht es die Kapuze weg.

Auf dem Rückweg knipse ich noch das dänische Versorgungsschiff und gehe kurz auf die andere Seite vom Alten Strom, um ein Photo vom dänischen Lotsenboot machen zu können.

Samstag, 4. Juli 2026

Ein ruhiges Wochenende, ich habe noch ziemlich mit den Nachwirkungen der Hitze zu kämpfen. Samstag fahren wir zum Hofladen.

Montag, 6. Juli 2026

Auf in den Park! Allerdings gehen wir heute mal anders rum. Wir laufen über den Holzweg am Holzsteg vorbei, knipsen Rohrkolben und Trampelpfade wo früher Holzstege waren. Es wird Grün geschnitten und alles fein säuberlich mit dem Laubbläser zusammengepustet. Beim Museumszeug knipst der Mann noch ein wenig rum, dann gehen wir zum Wasser.

Am Museumsschiff ist wieder Familie Schwan unterwegs.

Mittwoch, 8. Juli 2026

Beim Blick vom Balkon erspäht der Mann gegenüber Familie Reh auf der Wiese.

Im Park ist umgekipptes Gestrüpp zu sehen, außerdem Absperrgitter und der Notausgang-Wegweiser für Veranstaltungen. Am Museumsschiff ist nichts los, ein Jungvogel springt ins Bild und am Schmarler Bach ist ebenfalls Ruhe

Freitag, 10. Juli 2026

Mir ist nicht wohl, der Mann zieht alleine los und knipst Zeug. Schwäne, die vorbeifliegen, ein Frachtschiff und die TT-Line-Fähre sowie einen Graureiher.

Samstag, 11. Juli 2026

Wochenende, blauer Himmel, wir fahren zum Fischereihafen. Da checken wir erstmal die Baustelle des Fraunhofer IGD. Hier soll ein neues Institutsgebäude entstehen. Immerhin haben sie einen sehr photogenen Kran.

Ein paar Schiffe liegen hier ja auch immer. Heute sogar noch einer, der da gar nicht liegen darf. Aber das ficht ja Ostsee-Urlauber nicht an.

Abends noch ein Blick aus dem Schlafzimmerfenster mit einem hübschen Sonnenuntergang.

Mittwoch, 15. Juli 2026

Nach drei Tagen Matsch im Kopf und Brainfog ist es heute wieder besser, ich will ans Meer. Und natürlich kriege ich auch Meer, wir fahren an den Strand.

Donnerstag, 16. Juli 2026

Heute kommen wir nicht weit. Wir gehen kurz rüber auf die Wiese, der Mann muss da was für ein Projekt knipsen. Später auf dem Balkon versuche ich mich an einer Hummel.

Nach der Arbeit geht der Mann nochmal kurz in den Park, Tierchen und Blümchen knipsen. Ein Gewitter beendet dann den Tag.

Freitag, 17. Juli 2026

Ein bisschen Enten knipsen, ein bisschen Blumen knipsen. Und ein Kassenautomat für die Hundewiese. Ob da jemals jemand bezahlt? Immerhin gibt’s bei der hohen Wiese Zecken gratis dazu.

Hinter der Brücke gibt’s einen Blick auf die Bühne, dann sind wir auf dem Holzweg. Der Grünstreifen, über dem früher der zweite Steg war, ist zwar schon ordentlich grün aber immer noch deutlich vom Schilf zu unterscheiden. Am Rande des Schilfs wachsen hohe Gewächse mit Blüten, die nicht so aussehen, als würden sie angefasst werden wollen. Keine Ahnung, was für Dinger das sind.

Im Chinesischen Garten herrscht Wassermangel im Teich. Den Fröschen ist das egal. Sie setzen sich photogen in Pose und ich bzw. wir könnten hunderte Bilder machen, die sind so hübsch.

Die Parkbetreiber lieben Bauzäune, am alten Molenfeuer steht jetzt auch einer. Auf den Wegen sind noch Bemalungen vom Triathlon, die der Regen noch wegwaschen muss, so er denn mal fällt. Der Lange Heinrich im Gegenlicht ist wie immer hübsch, die Wasseroberfläche ist fast spiegelglatt.

Wir treten den Rückweg an, begleitet von einer Spinne, Baggern, Vögeln und Lkw-Aufliegern auf der Wiese gegenüber. Da werden neuerdings Bühnenteile gelagert.

Sonntag, 19. Juli 2026

Heute nur ein wenig Licht- und Farbenspiel vom Balkon aus

Dienstag, 21. Juli 2026

Dienstag ist Einkaufstag, wir gehen daher erst nachmittags in den Park. Eine Weile sitzen wir am Wasser und beobachten das Treiben.

Und dann schaffe ich es tatsächlich mal wieder, um den Tümpel zu traben. Auf halber Strecke muss ich noch einmal Pause machen. Wir setzen uns auf eine Bank und beobachten streitende Möwen. Dann setzen wir unseren Weg fort.

Über eine Stunde waren wir im Park, ich bin ziemlich fertig.

Samstag, 25. Juli 2026

Am 22. und 23. Juli waren wir am Strand von Elmenhorst, Vögel beobachten und am Samstag, den 25. Juli waren wir am Salzhaff. Dazu gibt es einen eigenen Beitrag: Vogelbeobachtungen und Salzhaff

Am 25. Juli war der Herr Lebensabschnittsgefährte außerdem mit der Drohne alleine auf der Festwiese drüben im Park.

Mittwoch, 29. Juli 2026

Wir gehen wieder erst nachmittags in den Park. Im Gemeinschaftsgarten geht es nur schleppend voran. Eigentlich sollte da in diesem Sommer bereits gärtnern möglich sein. Aber davon ist der noch weit entfernt. Auf der Promenade wird irgendwas mit einem Kran auf- oder abgeladen.

Rot ist die vorherrschende Farbe der Boote auf dem Wasser. Nur der Schrottkahn, der in der Mündung vom Schmarler Bach auf sein nasses Grab wartet, passt farblich nicht ins Bild.

Ich wundere mich ja immer wieder, dass so ein Schrott hier einfach mitten im Wasser über Monate liegen darf. Eigentlich hatte ich eh immer die Vorstellung, dass man sein Boot nicht einfach so mitten im Fluss parken darf. War wohl naiv.

Donnerstag, 30. Juli 2026

Heute geht es wieder morgens in den Park. Im Gemeinschaftsgarten wurde der vermutlich höchste Berg des Viertels aufgeschüttet. Auf dem Weg schwimmen Kreidefische, von einem braunen Vogel (vielleicht irgendeine Drossel) skeptisch beäugt.

Am Wasser ist es oft herrlich ruhig und die Bilder strahlen diese Ruhe auch aus. Könnte man meinen. Dreht man sich aber um, erblickt man einen Typen, der mit einer Motorsense und dem entsprechenden Krach das wenige Unkraut von den Stufen entfernt.

Juhu, ein neues Bauzaun-Element! Aus irgendeinem Grund ist der Weg gesperrt. Die Schwalbe juckt das nicht, die fliegt einfach drüber. Das Spiegeldings gibt es nun schon seit Jahren nicht mehr, dafür ist das Wasser heute spiegelglatt.

In der Baumgruppe am Schilfmeer tummeln sich allerlei Vögel. Da hockt oft ein Sammelsurium im Geäst, das sich von uns nicht immer bestimmen lässt. Vor allem all die kleinen braunen Vögel … seufzen. Dieser kleine braune Vogel jagt die Insekten, die zahlreich um die Äste schwirren. Und während der Mann das alles mit dem Tele knipst, lasse ich meinen Blick über das Schilfmeer schweifen.

Abends windet es dann ein wenig vor sich hin. Meine Sorge gilt wie so oft der Pappel im Hof. Irgendwann kippt sie um.

Freitag, 31. Juli 2026

Der Monat endet, wie er begonnen hat: Wir fahren wieder an die Ostsee, die Ghostbusters sind schon da.

Der Strand ist also geisterfrei. Und ziemlich menschenfrei ist er ebenfalls.