Treffen in Hamburg
Wir sind am Wochenende in Hamburg mit Leuten aus diesem Internet verabredet. Samstag fahren wir hin. Wir übernachten auf dem Wohnmobilstellplatz in Hammerbrook und reisen am Sonntag wieder zurück.
Hinfahrt
Für eine Nacht brauchen wir ja nicht viel Zeug, das raffen wir alles am Samstagmorgen zusammen, packen das Auto und los geht’s. Die Strecke über die Autobahn ist ziemlich frei, wir kommen ohne Probleme durch. Und das obwohl CSD in Hamburg ist.
- Autobahnkreuz A20/A1
- Hamburg
- CSD-Teilnehmer reisen an
Der Wohnmobilstellplatz in Hamburg ist von der Autobahn aus gut zu erreichen. Wir finden sogar einen Platz, auf dem Bert derzeit noch im Schatten steht. Viel Zeit haben wir dort nicht. Ein kurzer Toilettengang, Fenster im Camper öffnen und dann müssen wir auch schon los, wir sind in einem Café verabredet.
Hammerbrook
- City Süd
Der Stellplatz ist in Hammerbrook, ein Stadtteil, der mir so gar nichts sagt. Ich kann mich nicht erinnern, hier schon einmal gewesen zu sein. Später stellt sich heraus, dass ich mich da nicht täusche, hier war nämlich früher nichts, alles wurde zu Kriegsende weggebombt und lag anschließend brach. Dann haben sie ein paar Bürogebäude hingestellt und dem Ganzen einen Namen verpasst, der möglichst fancy klingen sollte: City Süd. Man stellte fest, dass ein Stadtteil ohne Menschen scheiße ist, baute ein paar Wohneinheiten und Spielplätze sowie einen Supermarkt dazu. Ansonsten gibt es nur etwas Gastronomie für die Büro-Leute. Das macht es schwierig, am Wochenende ein Café zu finden. Das Hotel der beiden, mit denen wir uns treffen, ist nämlich ebenfalls in Hammerbrook. Nach ein wenig Online-Recherche hatten wir gestern Abend eines gefunden und uns dort verabredet. Und da laufen wir jetzt hin.
Die beiden, mit denen wir hier verabredet sind, sind als die NerdNomaden unterwegs. Zurzeit befinden sie sich mit ihrem Wohnmobil auf dem Weg nach Südamerika. Man kann ihnen im Fediverse oder auf YouTube folgen. In Hamburg sind sie zum Einschiffen des Fahrzeugs. Die Gelegenheit nutzen wir für ein Treffen.
- Bürogebäude am Mittelkanal/Sonninkanal
- Straßenunterführung
- Bahnbrücke an der Lippeltstraße
- Erste Banksbrücke mit Drache
- Ein Herz für Fritten
- Erste Stadtdeichbrücke, dahinter Hammerbrookschleuse
Nach dem Kaffeetrinken schlendern wir noch ein wenig durch Hammerbrook. Aber da hier praktisch nichts ist, gibt es auch nicht viel zu sehen. Wir laufen an einem der Kanäle entlang. Eigentlich wäre ich gerne bis zur Hammerbrookschleuse gegangen, aber es ist nicht einfach, die ganze Zeit am Kanal entlang zu laufen. Wir kommen nur bis zur Banksbrücke, knipsen den Drachen, ein Herz für Fritten und die Stadtdeichbrücke mit der dahinterliegenden Schleuse.
Bevor wir zurück schlendern, gibt es ein Gruppen-Selfie zur Erinnerung. Auf dem Rückweg sollen die hübschen Häuser auf dem Wasser und der witzige, S-Bahn-förmige Bahnhof von Hammerbrook nicht ungeknipst bleiben.
- Selfie
- Häuser auf Wasser
- S-Bahnhaltestelle Hammerbrook
Der Herr Lebensabschnittsgefährte ist ganz fasziniert von den Tauben, die völlig unbeeindruckt davon, dass er ihnen immer näher kommt, auf ihren Plätzen hocken bleiben. Großstadt-Tauben halt.
- Tauben
- Tauben
- Tauben
Stellplatz
Wir trennen uns erst einmal. Mir ist das ganz recht, dann kann ich die Füße hochlegen und mich erholen.
Bei uns auf dem Stellplatz steht auch das Glück.
- Glück 149
- Stellplatz
- Unter der Brücke
Der Stellplatz selbst ist … na ja, Stellplatz mitten in einer Großstadt halt. Wir schlafen quasi unter der Brücke (über die die S-Bahn fährt). Der Platz ist umringt von Straßen und Bürogebäuden. Es ist zwar ziemlich laut, aber für eine Nacht wird das schon gehen.
Abends sind wir wieder verabredet. Wir gehen Burger essen. Für mich gibt es allerdings nur Pommes, Burger vertrage ich leider nicht mehr seit meinem Darmverschluss.
- Graffiti
Nach dem Essen laufen wir zurück Richtung Stellplatz bzw. Hotel. Einen Teil des Weges haben wir gemeinsam. Wir stehen noch ziemlich lange zusammen und quatschen, bevor wir uns verabschieden und wieder jeweils unsere eigenen Wege gehen.
Die Lautstärke abends im Camper ist eigentlich ganz okay. Nur die S-Bahnen auf der Brücke sind ziemlich laut. Der ganze Camper vibriert. Den Rest stelle ich mit Ohropax ab, irgendwann weit nach Mitternacht schlafe ich dann auch endlich ein.
Rückfahrt
Ich brauche eine Weile, bis ich morgens wach bin. Und ich brauche Kaffee und einen Blick aus dem Camper.
- Blick aus dem Camper
Glücklicherweise habe ich heute nichts Wichtigeres zu tun, als auf dem Beifahrersitz zu sitzen, den Fahrer zur Autobahn zu lotsen, Podcasts zu starten und aus dem Fenster zu starren.
Auch heute ist auf der Autobahn nicht allzu viel los und wir kommen gut bis zuhause durch. Kurz nach 11 Uhr sind wir schon da. Wir räumen den Camper wieder aus und befreien den Frosch aus seiner misslichen Lage. Im Horner Kreisel musste der Herr Lebensabschnittsgefährte einmal ziemlich stark bremsen, da ist der wohl in die Lücke gerutscht.
- Frosch in Not
Schlimmeres ist auf der Tour allerdings nicht passiert.
Den NerdNomaden wünschen wir eine gute Reise und spannende Abenteuer in Südamerika. Und vielleicht sieht man sich ja mal wieder, wenn sie nach Europa zurückkehren.
Statistik
Zum Schluss noch ein wenig Statistik: 372 Kilometer sind wir an diesem Wochenende gefahren.
- 372 km