Zug um Zug - Rotterdam

Als wir im Sommer in Hoek van Holland waren, hat mich die Fähre der Stena Line auf die Idee gebracht, mir einen Kurztrip nach London zum Geburtstag zu wünschen. Und jetzt ist es soweit. Stena Line bietet Tagestouren von Hoek van Holland über Harwich nach London an. Man übernachtet auf der Fähre, fährt morgens mit dem Zug von Harwich nach London und am späten Nachmittag wieder zurück und in der Nacht mit der Fähre zurück. Zu Weihnachten hatten wir einen Reisebüro-Gutschein geschenkt bekommen. Diesen verwendet wir nun für unsere Reise. Außerdem planten wir noch einen Sightseeing-Trip durch Rotterdam ein.

Wie üblich machen wir uns früh auf den Weg. Zurzeit werden in Darmstadt Straßenbahngleise neu verlegt, weswegen die Tram durch einen Bus ersetzt wird. Gut für uns, denn der Bus fährt an unserem Haus vorbei, der Weg ist somit um sagenhafte zwei Minuten kürzer. Wir warten in Allerherrgottsfrühe im verregneten und kalten Darmstadt also auf den Bus, der uns zum Haupbahnhof bringt.

Zug nach Frankfurt

Die erste Etappe unserer Reise führt uns nach Frankfurt Main Hbf, von wo aus der ICE International nach Amsterdam abfährt. Mit diesem müssen wir bis Utrecht fahren.

ICE nach Amsterdam

Die Zugbegleiter sind heute Morgen extrem gut drauf. Der erste Halt war am Flughafen Frankfurt nach etwa 15 Minuten Fahrtzeit. Dieser Halt wird zusammen mit den Umsteigemöglichkeiten zunächst auf Deutsch, dann auf Niederländisch angekündigt. Dann sagt der Zugbegleiter: “Nächste Sprache:”, und es folgt der ganze Sermon auf Englisch. Anschließend ertönt: “4. Sprache:”, Pause. Dann: “Das hätten Sie wohl gerne, kommt aber nicht.” Und bei der Einfahrt in den Bahnhof Frankfurt Flughafen: “Ausstieg in Fahrtrichtung links. Das ist da, wo der Daumen rechts ist.” Der Tag fängt gut an. ;)

“Rückwärts Spül”-Taste

Ich kann mir lebhaft vorstellen, was passiert, wenn man die “Rückwärts Spül”-Taste (sic!) betätigt.

Leider ist es im ICE ziemlich voll und die meisten Plätze sind reserviert. Blöderweise hatte ich bei der Buchung nicht daran gedacht, dass Ferienende ist, und daher auf eine Reservierung verzichtet. Zweimal müssen wir unsere Sitzplätze wechseln. Aber glücklicherweise nur innerhalb des Waggons und ohne langes Suchen nach einem neuen Sitzplatz. Wir vertreiben uns die Zeit mit Gucken, Quatschen, Lesen und Spielen.

Zug nach Rotterdam

Von Utrecht nach Rotterdam geht es weiter mit einem IC der Nederlandse Spoorwegen N.V. Pünktlich um 11:55 Uhr kommen wir dort an. Unser erster Weg führt uns zu den Schließfächern, wo wir unsere Rucksäcke unterbringen. Da die Fähre erst am Abend von Hoek van Holland startet, ist für den Nachmittag ein wenig Sightseeing in Rotterdam geplant.

In Rotterdam hat man, wenn man aus dem Bahnhof raus kommt, erstmal dieses WOW-Gefühl, weil die Stadt voller Hochhäuser steht. Ich kenne das von Frankfurt. Aber bevor wir uns dem Großen widmen, gibt’s erstmal was Kleines.

Miniworld Rotterdam

Nach den großen Zügen machten wir den Anfang bei den kleinen Zügen im Miniworld Rotterdam, das in der Nähe des Bahnhofs liegt und wo wir alles, was es später “in groß” zu sehen gibt, erst einmal im Kleinen bewundern. Das Miniatur-Rotterdam ist klein aber fein. Es gibt viele witzige und schöne Details und Nachbauten großer Bauwerke zu entdecken.

Übersicht Anlage

Die erste Anlage ist eine typische Modellbahnanlage, auf der sich aber viele lustige Kleinigkeiten finden lassen.

Im nächsten Teil der Ausstellung sind die großen und modernen Bauten der Stadt Rotterdam nachgebildet. Wir gucken uns hier quasi etwas an, was wir anschließend noch im Orginal angucken wollen.

Und auch in diesem Teil gibt es noch einmal witzige Details.

Außerdem kann man hier die IT-Technik bei der Arbeit beobachten.

Dunkelphasen gibt es natürlich auch. Hier eine Auswahl an Bildern davon.

Nach einem Blick auf die Steuerzentrale geht es noch kurz in den Keller.

Steuerung

Im Keller werden England und Schottland gebaut, so dass sich ein weiterer Trip sicherlich für uns lohnen wird.

Neubau

Wow! Etwa 1,5 Stunden waren wir jetzt in der Ausstellung. Wir könnten hier auch noch mehr Zeit verbingen, aber wir wollen ja noch mehr von Rotterdam sehen, außerdem haben wir Hunger.

Was uns im Laufe der Tour durch die Stadt noch auffallen wird: Rotterdam hat ziemlich viel ziemlich abgefahrene Architektur zu bieten. Der Gebäudekomplex in den Bilder oben heißt Calypso.

Ein Käfig voller Narren! Danach gibt’s erstmal was zu essen. Und was kann das in den Niederlanden schon sein, wenn es Fastfood gibt? Richtig, Pommes und Frikandel bzw. Kroket.

verse patat

Und nach dem Essen geht es dann mit dem Sightseeing durch Rotterdam in einem neuen Beitrag weiter.

Author

dark*

Immer gerne auf Tour, am liebsten im Norden

22. Oktober 2016