Sightseeing Rotterdam

Nachdem wir gegessen haben und noch ein wenig zwecks Erholung dort mitten in der Fußgängerzone saßen, machen wir uns nun auf den Weg durch Rotterdam. Wir hatten zuvor zuhause schon geschaut, was wir alles sehen wollen, und uns eine Karte ausgedruckt.

Karte

Zunächst führt unser Weg weiter durch die Fußgängerzone, wo wir ein Souvenir kaufen und in einem Käseladen einkehren. Leckeren Käse kann man immer gebrauchen.

Anschließend kommen wir am Museumshafen des Maritiem Museums vorbei und bestaunen die Außen-Exponate.

Dann geht es weiter zur Erasmusbrücke, hier im Bild mit dem Gebäudekomplex De Rotterdam, dem derzeit fünfthöchsten Gebäude Rotterdams.

Auf der anderen Seite der Maas laufen wir am Fluss entlang, unter anderem auch über die Spoorweghavenbrug und die Binnenhavenbrug, eine Klappbrücke die über die Einfahrt zur City Marina führt, und die gerade oben ist, als wir dort kommen

Aber es gibt nicht nur Wasser, Brücken und witzige Architektur in Rotterdam zu sehen, auch ein Motorrad der Marke Ural steht am Wegesrand herum und will geknipst werden.

Nicht den Kopf in den Sand stecken, ein Summ-Stein tut’s auch! Man soll den Kopf reinstecken und summen und seinen Klang finden. Was der Mann da reingesummt, ist nicht überliefert.

Als nächstes besichtigen wir im Vorbeigehen Brücken, die nicht mehr da sind. Das wäre zum einen die alte Willemseisenbahnbrücke, die zu der oben gezeigten Hebebrücke De Hef gehörte, und die alte Willemsbrücke. Die Eisenbahnbrücke ist durch einen Tunnel und die Willemsbrücke durch eine neue Brücke ersetzt worden.

Den Rückweg Richtung Bahnhof treten wir über die neue Willemsbrücke an.

Unsere nächste Station ist der alte Hafen. Dort steht auch das Witte Huis, das weiße Haus von Rotterdam. Dies ist eines der wenigen Gebäude, die nach dem zweiten Weltkrieg wieder instandgesetzt wurden und heute unter Denkmalschutz stehen. Bei seinem Bau war es der höchste Wolkenkratzer Europas.

Im Hintergrund kann man bereits die Markthalle und die Kubushäuser erkennen, wo wir als nächstes hin wollen. Vorher kommen wir aber noch beim Schachfigurenmuseum vorbei. Hinein gehen wir aber leider nicht.

Schachfigurenmuseum

Dann kommen wir wieder an einem architektonischen Highlight vorbei: Die Kubushäuser.

So langsam wäre eine Pause ganz nett. Zwei Stunden laufen wir nun schon in der Stadt herum. Die Füße und der Rücken hätten gerne eine Erholung, Frau dark* einen Kaffee und der Herr Lebensabschnittsgefährte etwas Essbares. Da bietet sich die Markthalle an.

Dieses Ding ist auch wieder irre, Fresstempel, Wohnhaus, architektonisches Highlight und Kunst zugleich. 11 Stockwerke ist die Markthalle hoch, es gibt 228 Wohnungen, alle mit Blick in die Markthalle. Im Erdgeschoss, Untergeschoss und der ersten Etage sind Geschäfte, Marktbuden und Fressstände. Und eine riesige Tiefgarage gibt es laut Wikipedia auch noch. Die Kunst befindet sich an der Decke.

Es braucht eine Weile, bis wir einen Platz gefunden haben in diesem unübersichtlichen Ding. Es ist voll und laut, aber irgendwie auch kultig. Und deswegen gibt es hier für uns jetzt Kaffee bzw. heiße Schokolade und Waffeln.

Waffeln

Frisch gestärkt schaffen wir auch noch den Rest des Weges bis zum Bahnhof. Unsere nächste Station ist die Laurenskerk, von der nur noch das Gerippe stand, nachdem die Nationalsozialisten die Stadt bombardiert hatten.

Hier mal ein Bild der Rotterdamer Altstadt nach dem Bombardement und nachdem alle Trümmer weggeräumt waren (von Wikipedia, gemeinfrei):

Die ausgebrannte Kirche

Das erklärt, warum es hier kaum alte Häuser gibt, die wurden alle dem Erdboden gleich gemacht. Der Angriff hat 13 Minuten gedauert, dann haben die Niederländer kapituliert.

Als nächstes kommen wir an einem Pop-up Park vorbei. So etwas habe ich bisher noch nicht gesehen, eine witzige Idee!

Der letzte Prachtbau auf unserem Weg zum Bahnhof ist das Rathaus von Rotterdam. Auch dieses hat den Krieg überstanden und ist heute denkmalgeschützt.

Rathaus

Langsam reicht es und die Zeit wird auch knapp. Durch die Fußgängerzone gehen wir zurück zum Bahnhof.

Wir müssen mit dem Zug nach Hoek van Holland fahren und dort auf die Fähre nach Harwich umsteigen. Doch das gibt es dann im nächsten Beitrag zu lesen und zu sehen.

Nach Hoek van Holland

Author

dark*

Immer gerne auf Tour, am liebsten im Norden

22. Oktober 2016