Sightseeing in Trondheim Teil 2

Nach dem Essen hatten wir noch reichlich Zeit, bis unser Zug fuhr. Wir schlenderten zunächst zur alten Stadtbrücke, an der bei unserem letzten Besuch gebaut wurde. Jetzt war es zwar dunkel, aber dennoch eine gute Gelegenheit für schöne Photos.

Gamle Bybrua Gamle Bybrua

Auf einem dieser Photos kann man bereits sehen, was wir zu diesem Zeitpunkt nicht einmal erahnten. Zwar war der Himmel sehr speziell und erinnerte mich an die Nordlicht-Himmel, die ich bisher gesehen hatte, aber so oft war das ja nun auch noch nicht, dass ich mir anmaßen wollte, daraus etwas schlußzufolgern. Aber beim Anblick des Himmels musste ich sofort an unsere Nordlichtsichtungen denken. Hier unten sah ich mit dem bloßen Auge aber noch nichts. Die Sensoren moderner Digitalkameras nehmen die Farben eher wahr, weswegen mir das auch erst beim Sichten der Photos aufgefallen ist, dass ich unten am Fluss schon das Nordlicht geknipst hatte. Wir gingen also unbedarft zur Festung weiter. Da die Luft recht klar war, wollten wir die Aussicht auf die Stadt im Dunkeln nochmal sehen und knipsen.

Kristian Festning

Von Scheinwerfern angestrahlt ist das aber auch mehr ein hässlicher Klotz als eine schöne Festung. Hübscher sieht in dem Licht da schon das kleine Lokal aus, das hier oben ist, das Restaurant Kommandanten, indem wir später noch eine heiße Schokolade trinken wollten, denn es war ziemlich kalt.

Restaurant Kommandanten

Wir machten uns ans Knipsen. Also eher der Herr Lebensabschnittsgefährte, denn meine Kamera stieß hier an ihre Grenzen. Außerdem war mir kalt und ich zitterte noch mehr als sonst. Hier mal eine Auswahl meiner Bilder:

Und hier mal zum Vergleich die zwei schönsten Werke des Herrn Lebensabschnittsgefährten:

Daher gab ich die Knipserei schnell auf und schaute mich um, während sich der Herr Lebensabschnittsgefährte ins gefrorene Gras schmiss zum knipsen. Ich blickte nach rechts und nahm den ersten grünen Schimmer am Himmel wahr. "Schatz? Guck mal, da hinten! Ich glaube, das ist ein Nordlicht." Er brummte nur. Das Grün am Himmel wurde deutlicher. "Schatz, da sind Nordlichter! Komm, wir gehen mal da rüber zum Gucken!" Und dann tat der Mann etwas, das mich völlig fassungslos machte. Er sagte: "Ja, gleich, ich will hier nur noch eben was ausprobieren." Wie bitte?! Nordlichter am Himmel und der Herr Lebensabschnittsgefährte robbt lieber über den gefrorenen Boden und starrt auf die Nidelva?! "Mach, was du willst, ich geh jetzt Nordlichter gucken." Da wurde er endlich wach und raffte, was ich ihm die ganze Zeit erzählte, sprang auf und trabte mir nach an die andere Mauer der Festung, die in Richtung der Nordlichter zeigte.

Wir waren ganz hin und weg - und durchgefroren. Wir rissen uns los und gingen ins Restaurant.

Kristian Festning

In dem Restaurant ist es total gemütlich. Schon bei unserem ersten Norwegen-Trip waren wir hier. Wir wärmten uns bei einer heißen Schokolade.

Im Restaurant

Nachdem wir gut aufgewärmt waren, gingen wir wieder runter in die Stadt. Unser Weg führte am Dom vorbei. Der sieht absolut toll aus und übt auf mich eine ähnliche Anziehungskraft aus wie der Kölner Dom. Gebäude, die man sich immer wieder und wieder anschauen kann.

Das erste und das letzte Bild sind Aufnahmen von meinem Smartphone, das mittlere ist vom Lebensabschnittsgefährten. Der hat auch noch ein Photo von mir vor dem Dom gemacht.

dark* am Dom

Wir schlenderten durch die Stadt zum REMA 1000, der bis spät abends geöffnet hat. Da wollten wir uns noch etwas zu trinken für die Nacht besorgen.

Auf dem Weg dorthin stolperten wir unverhofft über ein Stück Berliner Mauer. Anschließende Internet-Recherche hat ergeben, dass das Teil eines Kunstprojekts ist.

Übrigens hat Gott einen eigenen Terminal im Hafen von Trondheim. ;)

Godsterminal

Das Rockmuseum, das letztes Mal in Pink leuchtete, war diesmal blau-rot. Vielleicht schaffen wir es ja irgendwann mal, dass unser Trondheim-Aufenthalt zu den Öffnungszeiten des Museums passt.

Rockmuseum

Am Bahnhof war dann noch weiteres Kunstzeugs, aus dem wir aber nicht so ganz schlau geworden sind. Allerdings sollte die Ausstellung in dem Gebäude auch erst zwei Tage später eröffnet werden. Wir hatten genug von Kultur, außerdem wurde es Zeit, Abschied zu nehmen. Wir gingen zum Bahnhof und traten die Heimreise an.

Nochmal ein Blick zurück mit der Galerie des Lebensabschnittsgefährten ...

Author

dark*

Immer gerne auf Tour, am liebsten im Norden

5. Februar 2017