Teil 8 - Travel-Office, SIM-Probleme und ein Elch
Die zweite Woche Travel-Office startet und unser SIM-Karten-Problem ist noch nicht ganz gelöst. Außerdem sind wir einem Elch begegnet und haben tolle Stellplätze zum Schlafen und Arbeiten.
Tag 31 - Arbeiten und einkaufen
Freitag, 23. Juli 2021
Zurück in Norwegen hatten wir gleich viel besser geschlafen! Und wir überlegten, wie wir nun weitermachen sollten. Aber bevor wir dies entschieden, gingen wir erst eine Runde an die frische und regnerische Luft.
- Wolkenverhangene Berge
- Weg gesperrt
- Fluss zum Fjord
- Stellplatz
- Lüften
- Screenshot O2
Unsere Datenvolumen waren ja aufgebraucht. Der Herr Lebensabschnittsgefährte buchte daher erst einmal einen Tagespass bei O2 und stellte angenehm überrascht fest, dass dieser sogar für zwei Tage galt, nämlich bis 23:59 Uhr des nächsten Tages. Sollte es also nichts werden mit norwegischen SIM-Karten, würden wir uns mit Tagespässen von O2 bis zum Ende durchschlagen. Aber dennoch wollten wir zunächst versuchen, am Samstag in Tromsø eine norwegische SIM-Karte zu bekommen.
Ich telephonierte an diesem Vormittag mit einer Kollegin in Deutschland. Diese war in der darauffolgenden Woche in Tschechien in Urlaub und hatte noch keine Autobahnvignette. Die Tschechische Republik hat in diesem Jahr von den Aufklebern für die Scheibe umgestellt auf virtuelle Vignetten und Kennzeichenerfassung. Da meine Kollegin keine Kreditkarte hat, habe ich ihr die Vignette gekauft und sie mir das Geld überwiesen. Alles über Ländergrenzen hinweg.
Und alles eine viel bessere Beschäftigung als meine blöde Arbeit. Eine weitere Beschäftigung waren die Wacholderdrosseln, die den ganzen Tag um den Camper herum turnten. Auch den Herrn Lebensabschnittsgefährten hielten sie ein wenig von der Arbeit ab, indem sie ihn “nötigten”, den Photoapparat in die Hand zu nehmen.
Nach dem Mittagessen machte ich mich alleine auf den Weg zum nahe gelegenen Supermarkt. Es war ein merkwürdiges Gefühl, in Norwegen alleine ohne den Herrn Lebensabschnittsgefährten einkaufen zu gehen. Normalerweise machen wir gerade im Urlaub immer alles zusammen.
Obwohl wir nun schon so oft in Norwegen waren, entdecke ich in den Supermärkten immer wieder irgendwelche Produkte, die ich knipsenswert finde. Diesmal waren es Deutsches Hefe-Weizen und Milch ohne Fett. Gibt es das in Deutschland überhaupt, fettfreie Milch?
- Tysk Hveteøl
- Skummet melk, fettfri
Auf dem Weg zum Supermarkt begegnete mir ein Zebrastreifen. Auf der anderen Straßenseite mündete dieser in einen Trampelpfad, der zum Parkplatz des Supermarktes führte. Den fand ich ziemlich pragmatisch und außerdem so witzig, dass ich ihn am nächsten Morgen, als wir uns auf den Weg nach Tromsø machten, noch einmal vom Auto aus geknipst habe.
- Trampelpfad
- Zebrastreifen
- von der Straße aus
Nach der Arbeit waren wir eher lustlos. Wir taten es dem Nachbarshund gleich und streckten uns lang aus. Film gucken und was man halt so macht.
Auch meinen Reiseblog vernachlässigte ich auf dieser Tour total. Zwar habe ich ziemlich viele handschriftliche Notizen gemacht, aber diese dann für die Webseite auszuformulieren und die Photos zu sichten und auszusuchen, war mir meistens zuviel.
Da wir an diesem Tag nicht gefahren sind, gibt’s auch keine Statistik.
Tag 32 - Tromsø, SIM-Karte, Elch und Tee
Samstag, 24. Juli 2021
Am Samstag machten wir uns gegen neun Uhr morgens auf den Weg nach Tromsø. Dort wollten wir versuchen, eine SIM-Karte zu bekommen.
Aber natürlich konnten wir nicht einfach an einem Fjord entlang fahren, ohne die Berge und die ersten hellen Lichtstrahlen, die sich an diesem Tag durch die Wolken kämpften, zu knipsen!
Zunächst versuchten wir unser SIM-Glück bei einem Coop am Stadtrand, aber leider wieder ohne Erfolg. Dafür bekamen wir aber einen vielleicht wirklich guten Tipp: Wir sollten es mal bei Narvesen am Flughafen probieren. In Tromsø gibt es einen internationalen Flughafen, die Stadt ist ein beliebtes Reiseziel und viele Studenten gibt es dort. Wenn wir in Nordnorwegen irgendwo eine Chance auf eine SIM-Karte für Ausländer hatten, dann da.
- Tromsø
- Eismeerkathedrale
- Eismeerkathedrale
Wir mussten durch die Stadt, worauf wir eigentlich gar keine Lust hatten. Immerhin kamen wir an der Eismeerkathedrale vorbei, die stets schön anzuschauen ist. Im Inneren waren wir 2016 auf unserer Hurtigrutenreise. Ein Besuch lohnt sich definitiv, ein wirklich schöner Bau.
Dann ging es über die Tromsøbru und direkt anschließend in einen Tunnel. In diesem Tunnel mussten wir durch zwei Kreisverkehre fahren. Ich habe vorher noch nie einen Kreisverkehr in einem Tunnel gesehen! Leider ist das Photo dazu ziemlich unscharf geworden.
- Tromsøbru
- Tromsøbru
- Kreisverkehr im Tunnel
Der Weg zu dem Einkaufszentrum war auch nochmal etwas unübersichtlich, aber wir bekamen es hin und waren ganz froh, dass es Parkplätze gab und nicht nur Parkhäuser, für die unser Fahrzeug meist zu hoch ist.
- Auf dem Parkplatz
- Sandnessundbrua
Der Kauf der SIM-Karte im Narvesen ging ziemlich flott vonstatten, war aber auch irgendwie komisch. Ich hatte den Eindruck, dass der Mitarbeiter nicht wirklich verstanden hat, was unser Problem ist, nämlich dass wir als Ausländer Schwierigkeiten hatten, eine SIM zu aktivieren. Es war ziemlich viel los und der Mitarbeiter meinte, er würde sich dann später darum kümmern, wenn es etwas ruhiger wäre, und steckte den Zettel mit unseren Angaben in seine Hosentasche. In mir gingen ein paar rote Lampen an, aber ich konnte nichts weiter tun und wir gingen wieder - weiter einkaufen und dann zum Auto zurück.
Wir setzten uns noch auf dem Parkplatz hinten in unser Auto und aßen erst einmal etwas und ich machte mir einen Kaffee. Wir besprachen das eben Geschehene und blieben ratlos und skeptisch. Aber uns blieb nichts außer abzuwarten. Nach dem Essen nahmen wir die Brücke über den Sandnessund auf die Kvaløy, die Insel nordöstlich von Tromsø.
Wir steuerten Richtung Norden, wählten die Straße 7770 und wir waren noch nicht allzu lange auf dieser Straße, da trabte tatsächlich ein Elch vor unserem Auto über die Straße!
Dies war unser 12. Norwegen-Trip und das erste Mal, dass wir einen Elch gesehen haben. Wir waren noch kurz zum Knipsen rechts ran gefahren. Das war ein absolutes Highlight in der ersten Arbeitswoche und von der Tour!
- Finnvikvatnet
- Pferde
- Lyfjord
Zunächst fuhren wir bis Lyfjord und dann zurück bis Finnvikvatnet. Wir hatten keine Lust mehr, bei dem schlechten Wetter noch allzu weit zu fahren und am Finnvikvatnet hatten wir auf der Hinfahrt auf einem großen Parkplatz, der ganz angenehm gelegen war, gehalten. Nun beschlossen wir, dass dies ein guter Platz für die Nacht sei, einen besseren Platz hatten wir entlang der Strecke nämlich nicht gefunden. Also steuerten wir diesen Parkplatz nun an.
- Aussicht
- Youtube mit Rentieren
- Tripleurospermum inodorum
Die Aussicht aus dem Camper war nicht die schlechteste - im Gegensatz zum Wetter, das an diesem Tag überwiegend Regen servierte.
Am Strand hatte ich Kamille gepflückt - dachte ich jedenfalls. Ich machte mir einen Tee aus den Blümchen und wunderte mich, dass der ziemlich geschmacksneutral war. Auch rochen die Blüten gar nicht nach Kamille. Was ich da gepflückt hatte, war Falsche Strandkamille.
Der zweite Versuch, Tee zu machen, fiel auch nicht besser aus. Nach langem Suchen hatten wir in dem Einkaufszentrum am Flughafen Tromsø auch endlich einen Laden gefunden, in dem es Fencheltee gab. Den habe ich allerdings noch nie außerhalb von Teebeuteln gesehen und so wurde auch hier ein Getränk eher geschmacksneutral und ich schlecht gelaunt, Tee ist nämlich unanständig teuer in Norwegen. Etwas mehr als dezent aromatisiertes Wasser hatte ich für mein Geld schon erwartet.
Aber immerhin war ich auf die Idee gekommen, mir die Packungsaufschrift mal durchzulesen. Dort stand, dass man den Tee mahlen muss. Das erledigten wir mit meiner Kaffeemühle. Und siehe, der Tee schmeckte gleich viel besser - sogar besser als das Beutelzeug, das es bei uns in Deutschland zu kaufen gibt!
Ansonsten verbrachten wir den Abend wieder damit, Filme zu gucken und früh zu Bett zu gehen. Die Woche war wirklich anstrengend.
Zum Schluss noch die Statistik: 112 Kilometer sind wir an diesem Tag gefahren. Die Route als Screenshot, der GPS-Track des Reiseabschnitts ist am Ende dieses Beitrags.
- 112 km
- Karte
Tag 33 - Trübes Wetter, ideal für einen ruhigen Tag
Sonntag, 25. Juli 2021
Es war nass, kalt und windig am nächsten Morgen. Das machte wenig Lust auf Sightseeing. So beschlossen wir, zunächst bis zum Mittagessen endlich mal mit dem Blog weiterzumachen.
- Knipsen bei schlechter Sicht
- Rentiere
Zum Mittagessen machte ich uns einen Erbseneintopf aus frischen Kartoffeln und einem norwegischen Fertiggericht. Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg. Wir fuhren an die Westküste der Insel und dort den Kvaløyvågvegen bis fast an sein Ende.
Wir wären zwar gerne noch ein wenig spazieren gegangen und auch mal bis an die Spitze der Landzunge gelaufen, aber zum einen war es zu nass, zum anderen wollten wir die Möwen nicht stören. So fuhren wir wieder ein Stück Richtung Süden auf der Suche nach einem Stellplatz.
Zuvor hielten wir nochmal für Kaffee und Kuchen. Ein paar vierbeinige Locals bimmelten gemächlich an uns vorbei. Kuchen wollten sie aber keinen.
Ein Stück weiter hatten wir einen tollen Stellplatz gefunden, direkt am Wasser, was will man mehr. Wir beschlossen daher, dass wir für diesen Tag genug gefahren waren.
Vollzeit im Camper arbeiten und “nebenbei” noch so viele tolle Eindrücke zu verarbeiten, war ziemlich anstrengend. Zu mehr als einen Film gucken, reichte es abends meistens nicht mehr. Aber uns reichte das.
Die SIM-Karte funktionierte übrigens immer noch nicht.
Zum Schluss noch die Statistik: 36 Kilometer sind wir an diesem Tag gefahren. Die Route als Screenshot, der GPS-Track des Reiseabschnitts ist am Ende dieses Beitrags.
- 36 km
- Karte
Tag 34 - Neue Arbeitswoche - wieder mit Tagespass
Montag, 26. Juli 2021
Wir haben hatten zwar ganz gut geschlafen. Allerdings war die Feuchtigkeit im Camper bisweilen etwas nervig. Der Herr Lebensabschnittsgefährte machte sich zuerst fertig für den Tag und ging dann ein wenig an die frische Luft und knipste alles mögliche, was auf dem Wasser schwamm.
- Eiderenten
- Motorboot
- Puffins
Als er zurückkam, mussten wir uns erst einmal wieder um das Internet kümmern, die SIM-Karte ging nach wie vor nicht. Daher startete die Arbeitswoche noch einmal mit einem Tagespass von O2. Als der Mann anfing zu arbeiten, ging ich nochmal an die frische Luft.
- Muschel
- Strand
- Strand
Ich wanderte ein wenig am Strand herum und sammelte eine Muschel. Aber da ich ja ebenfalls arbeiten musste, gestaltete sich mein Spaziergang eher kurz. Ich kletterte in den Camper zurück und machte mich motivationslos an die Arbeit.
Im Laufe des Vormittags hörte es endlich ganz auf zu regnen und der Himmel klarte auf. Unser Stellplatz wurde gleich noch viel schöner! Nach dem Mittagessen gingen wir noch einmal spazieren. Dort gab es leuchtend rote Muscheln, Austernfischer und Mantelmöwen.
- Strand
- Muscheln
- Bucht
- Segelboot
- Mantelmöwe
- Austernfischer
Wir legten unser Solarpanel vorne in die Fahrerkabine, denn dort schien gerade die Sonne voll drauf. Außerdem stellte ich unsere Blümchen auf den Tisch der Sitzgruppe neben unseren Camper. Das Wetter war mittlerweile richtig toll.
- Blümchen
- Eiderenten
- Besuch
Später am Nachmittag hängten wir das Solarpanel an die Seite vom Hardtop. Die Eiderenten-Familie schwamm vorbei und wurde geknipst. Leider hatte der Herr Lebensabschnittsgefährte am Nachmittag Kopfschmerzen bekommen. Er nahm eine Tablette und legte sich hin, während ich mich mit dem Blog befasste. Am frühen Abend kam ein Auto angefahren. Ein Pärchen mit Hund ging eine Weile spazieren, dann fuhren sie wieder weg. Mehr Verkehr war an dieser Stelle nicht, der Platz war wirklich toll.
Und wir konnten in dieser Nacht endlich mal wieder in einem trockenen Camper schlafen!
Da wir an diesem Tag nicht gefahren sind, gibt’s auch keine Statistik.
Tag 35 - Nochmal nach Tromsø
Dienstag, 27. Juli 2021
Frühmorgens hing noch Nebel über dem Fjord bzw. Sund. Das war eine spannende Lichtstimmung.
Etwas später klarte es dann auf. Wir gingen nochmal raus, uns ein wenig bewegen.
- Blick aufs Wasser
- Blick aufs Wasser
- Wolken
- Stellplatz
- Travel-Office
Das Wetter war einfach toll und der Stellplatz sowieso ziemlich geil. Selbst während der Arbeit knipste der Herr Lebensabschnittsgefährte das Treiben am Wasser durch das Fenster des Campers.
- Austernfischer
- Rentier
- Rentiere
Ich chattete mit dem Support von MyCall, der Firma, von der wir Samstag beim Narvesen die SIM-Karte gekauft hatten. Leider konnte man mir nicht helfen, wir mussten noch einmal in einen Store, um die Karte zu registrieren.
Aber es gab eine Aktion von der Telekom, einen Unlimited Pass, der im Ausland immerhin 45 GB Datenvolumen zur Verfügung stellt. Damit ging schon was. Für mich war das Internet vorerst gesichert.
Als Ebbe war und das Wasser weg war, ging ich einmal rüber zur anderen Seite.
- Stellplatz
- Muscheln
- Klares Wasser
- Ausblick
- Schnecken und Seepocken
- Weg nach drüben
Das Wetter war so toll und es war nahezu windstill, dass der Herr Lebensabschnittsgefährte kurz aus dem Camper kam, um die Drohne zu fliegen.
In der Mittagspause knipste der Herr Lebensabschnittsgefährte einen Puffin. Im Wasser vor uns tummelten sich mehrere Puffins.
- Beute machen
- Flügel checken
- Losrennen
- Take off!
Gegen 16 Uhr war Feierabend. Wir packten unseren Kram zusammen und verließen den Platz. Alleine waren wir ohnhin nicht mehr, im Laufe des nachtmittags kamen Thüringer mit einem Pickup mit Absetzkabine und platzierten sich im Sichtfeld. Wir hatten ja auch mal kurz mit einer Absetzkabine geliebäugelt. Aber absetzen könnten wir sie eh kaum, da wir kein eigenes Grundstück haben. Und eigentlich ist mir so eine Teil auch viel zu wuchtig. Mittlerweile waren wir ganz froh, dass wir so etwas nicht gekauft hatten.
Wir fuhren zurück zum Flughafen in Tromsø und gingen erneut in den Narvesen. Diesmal bediente uns eine Mitarbeiterin. Die war sichtlich entsetzt über ihren Kollegen von Samstag. Sie ging mit uns zusammen das Formular für die Registrierung durch und notierte alle notwendigen Angaben. Anschließend telephonierte sie mit irgendjemandem und gab dort unsere Angaben durch. Danach war meine SIM-Karte endlich registriert und wir konnten unser Datenvolumen nutzen. Was für eine schwere Geburt!
- Parkplatz
- Bestätigungs-SMS
Wir fuhren zurück zum Kvalsund, denn wir wollten ja noch auf die andere Seite, zur Ringvassøya.
- Adler
- Schafe
- mehr Schafe
Auch östlich vom Sund fanden wir einen Platz mit Blick aufs Wasser. Und nicht nur das, wir standen genau gegenüber von unserem letzten Platz und konnten den Pickup mit der Absetzkabine sogar sehen.
- Stellplatz gegenüber
- Blick aufs Wasser
- Stellplatz
Zum Schluss noch die Statistik: 80 Kilometer sind wir an diesem Tag gefahren. Die Route als Screenshot, der GPS-Track des Reiseabschnitts ist am Ende dieses Beitrags.
- 80 km
- Karte
Tag 36 - Unterwegs auf Ringvassøya
Mittwoch, 28. Juli 2021
Wie man auf den Bilder sehen kann, haben wir ja schon oft direkt neben Straßen geschlafen. In diesen abgelegenen Gebieten ist das überhaupt kein Problem. Da war schon tagsüber nicht viel los, nachts war es total ruhig. Wir wissen zwar nicht, wie das im Sommer ist, wenn nicht gerade eine Pandemie stattfindet, aber im Sommer 2021 war es wirklich ruhig und angenehm wenig los.
- Kaffee
- Sendemast
Wie immer gab’s erstmal Kaffee. Der Internetempfang war übrigens hervorragend, was nicht weiter verwunderlich war, denn wir standen direkt unterhalb eines Sendemastes. Das gehörte stets zu den Dingen, die wir nachmittags bzw. abends bei der Stellplatzsuche berücksichtigen mussten. Entweder musste der Empfang am Platz gut oder im Umkreis von etwa 30 Minuten Fahrtzeit ein Parkplatz mit gutem Empfang sein. Denn die Arbeit des Herrn Lebensabschnittsgefährten durfte nicht leiden, sonst müssten wir eventuell abbrechen.
- Grünfink
- Stellplatz
- Blick auf den See
Nach dem Frühstück gab es wieder ein wenig Bewegung. Die Möglichkeiten waren an diesem Platz begrenzt, wir kletterten ein wenig den Berg hinter uns hinauf. Von dort hatten wir einen ganz guten Blick auf den Camper und den Kvalsund.
- Aussteigen
- Blick auf den Kvalsund
- Stellplatz
- Adler
- Möwe schreit Adler an
- Adler schreit zurück
In der Mittagspause liefen wir wieder ein bisschen und beobachteten ein spannendes Schauspiel am Himmel. Ein Adler kam daher geflogen, sehr zum Missfallen der Möwen. Die haben den Adler dann auch verjagt.
Vormittags habe ich gearbeitet, am Nachmittag beschäftigte ich mich etwas mit meinem Blog. Gegen 16 Uhr war wie immer Feierabend und wir machten uns auf den Weg.
- Schafe
- Schafe
Diesmal war sogar etwas Verkehr auf der Straße, aber die anderen Verkehrsteilnehmer waren noch entspannter als wir und etwas warm angezogen für die Temperaturen.
- Blick auf die Berge
- auf der anderen Seite vom Sund
- Küstenseeschwalben
Mit Küstenseeschwalben hatten wir auf Island schon Erfahrungen gemacht, als wir versehentlich durch ihr Brutgebiet gelaufen sind, was man tunlichst vermeiden sollte. Diese wunderschönen Vögel sind ziemlich angriffslustig.
Wir fuhren zunächst bis Hansnes, aber dort gefiel es uns nicht so gut, daher sind wir wieder umgekehrt und auf die Straße 7910 Richtung Norden abgebogen.
- Drohne fliegen
- Drohnensuchbild
- Mariagården
Die Straße führt durch Mariagården, von wo aus die Fähre auf Rebbenesøya abfährt, die wir nehmen wollten. Aber zunächst fuhren wir bis Mikkelvik, wo die Straße endet.
- Straße
- Straße
- Zwinker-Smiley
In Mikkelvik wurde gebaut. Ein Mann saß in einem Bagger und baggerte da vor sich hin. Auf seinem Schoß saß ein kleines Kind. Ähnliche Szenen haben wir schon öfter gesehen. Vermutlich sind es oft Leute aus den Ortschaften, die in ihrer Freizeit noch etwas für die Gemeinde tun.
- Wilkommensschild
- Blick auf den Parkplatz
- Rastplatz
Die Gemeinde hat auch etwas für Besucher getan. Es gibt einen neuen Parkplatz mit Toilette. Ein toller Ausgangspunkt für Wanderungen in die Natur. Denn an dieser Stelle endet die Straße und man kann nur noch zu Fuß weiter.
- Bucht
- Bootshäuser
Es war wirklich sehr schön dort, aber leider konnten wir da nicht übernachten. Wir fuhren ein Stück die Straße zurück bis zum Skogsfjordvatnet. Dort hatten wir auf der Fahrt hierher bereits eine Bucht neben der Straße entdeckt, in der wir übernachten könnten.
Die Tage waren anstrengend. Wir waren meist noch früher im Bett als sonst üblich. An diesem Tag spielte der Herr Lebensabschnittsgefährte noch ein wenig Star Trek Online, während ich neben ihm lag und auf meinem Handy rumdaddelte. Der Laptop-Akku war leer, weswegen sogar die Powerstation mit ins Bett durfte. Zum Schlafen musste sie allerdings in ihr Fach zurück.
Zum Schluss noch die Statistik: 106 Kilometer sind wir an diesem Tag gefahren. Die Route als Screenshot, der GPS-Track des Reiseabschnitts ist am Ende dieses Beitrags.
- 106 km
- Karte
Tag 37 - Rebbenesøya
Donnerstag, 29. Juli 2021
Auch im Travel-Office gab es den typischen Alltag: Kaffee, Frühstück, raus an die Luft und dann arbeiten.
An der Straße war kaum etwas los, im Laufe des Vormittags kamen fünf Autos vorbei. Mittags vertraten wir uns wie üblich die Beine.
Nach der Arbeit fuhren wir nach Rebbenesøya. Das ist eine Nachbarinsel, die nordwestlich von Ringvassøya und außerdem ziemlich abgelegen liegt.
- Fähre
- Warteschlange
Die Fähre ging um 17 Uhr und es war nicht viel los. Rebbenesøya fanden wir auf Anhieb sehr schön.
- Blick auf den Fjord
- Straße und Bert
- Gänse
- Straße
- Straße mit Fjord
Wir fuhren zunächst nach Engvika, das liegt am Ende der Straße im Norden. Die Straße endet an einem Parkplatz und da ist direkt der Matkroken, ein norwegischer Tante-Emma-Laden. Wir lieben diese kleinen Läden und kaufen dort nach Möglichkeit etwas ein. So machten wir es auch in Engvika. Im Eingangsbereich des Geschäfts steht eine Eckbank mit einem Tisch, auf dem Kaffee in einer Warmhaltekanne steht. Dort kann man Kaffee trinken. Und im Laden selbst bekommt man alles, was man für das tägliche Leben benötigt. Gegenüber ist sogar noch eine Tankstelle.
- Ende der Straße
- Matkroken
- Tankstelle
Wir fuhren auch noch den südlichen Abzweig bis ans Ende der Straße nach Måsvik. Allerdings war es dort nicht so schön. Am Ende war ein Hof. Da drehten wir gleich wieder um und fuhren zurück.
Die Insel war wirklich sehr schön und der Ausflug hierher hatte sich definitiv gelohnt.
Ungefähr auf halber Strecke zurück zur Fähre fanden wir einen Stellplatz für die Nacht.
Zum Schluss noch die Statistik: 62 Kilometer sind wir an diesem Tag gefahren. Die Route als Screenshot, der GPS-Track des Reiseabschnitts folgt im Anschluss.
- 62 km
- Karte


