Tag 9: Von Heldburg nach Münchenreuth
Wir hatten eine sehr ruhige Nacht auf diesem Parkplatz. Dort war absolut nichts los.
Während ich mich im Camper tageslichttauglich machte, flog der Herr Lebensabschnittsgefährte die Drohne.
Die Veste Heldburg ist wirklich sehr schön. Allerdings gibt es diesmal nur Einzelbilder und kein Panorama, dafür war es zu windig.
Ich kletterte aus dem Auto und wir gingen ein kleines Stück vom Auto weg zu einem Weg, der vom Parkplatz weg führte. Dort stand ein Klingstein, an dem der Herr Lebensabschnittsgefährte nach seiner musikalischen Ader suchte - ohne Erfolg.
Der Stein hängt dort allerdings nicht aus musikalischen Gründen, sondern ist ein Stück von dem Felsen, aus dem der Berg besteht, auf dem die Veste Heldburg steht: Phonolith, ein Vulkangestein.
Ein Stück weiter stand ein spannendes Hinweisschild an einem Trampfelpfad.
Allerdings hatte der Herr Lebensabschnittsgefährte keine Zeit mehr, er musste arbeiten. Da beschloss ich kurzerhand, die alte Eiche alleine zu besuchen. Aber leider kam ich etwas zu spät, die Überreste des im Jahr 2000 abgestorbenen alten Baumes sind im August 2020 zusammengebrochen.
Ich ging zum Camper zurück und dort meinen Tagesgeschäften nach, ein wenig bloggen, ein wenig Füße hochlegen und mich dann ums Mittagessen kümmern. Nach dem Essen gingen wir gemeinsam zur Burg hinauf.
- Erst ein Stück Weg,
- dann einen Trampelpfad
Ins Burgmuseum gingen wir allerdings nicht. Der Herr Lebensabschnittsgefährte musste ja noch arbeiten und ich hatte keine Lust. In der Regel interessiert mich bei Burgen auch weniger die Geschichte dazu, ich gucke mir halt gerne die alten Gebäude an.
Ein Teil der Vogelwelt posierte dort oben für ein Photo. Der Mann ließ sich nicht zweimal bitten.
- Buchfink
- Dohle
- Turmfalke
Die Schlosslinde wurde 1791 gepflanzt und um 1960 von einem Blitz getroffen und geteilt. Auch ihre Tage sind gezählt.
Ein letztes Photo von der Aussicht, dann machten wir uns auf den Rückweg.
Als der Herr Lebensabschnittsgefährte mit der Arbeit fertig war, haben wir unseren Weg fortgesetzt. Unser nächster Stopp war Billmuthausen, eine Gedenkstätte für ein Dorf, das für die Grenzanlagen weichen musste.
Der Friedhof ist geblieben, der Transformatorenturm ist rekonstruiert, der Dorfbrunnen ist wiedererrichtet.
Unser Weg führte uns entlang der thüringisch-bayerischen Grenze Richtung Drei-Freistaaten-Eck.
In Mödlareuth wollten wir uns eigentlich die Freiluftanlagen des dortigen Grenzmuseums anschauen, die ziemlich groß und sehr interessant sein sollen, aber leider war dort wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.
- Panzer
- Turm
- Hinweisschild
Auch die zuvor überlegte Übernachtung auf dem Parkplatz des Museums kam nicht in Frage. Es war zu ungemütlich und die nächsten bewohnten Häuser waren zu nah. Wir fuhren zum Parkplatz vom Drei-Freistaaten-Stein.
Viel sehen konnten wir während unserer Fahrt dorthin nicht. Das letzte Stück Weg war eine sehr schmale Straße zwischen Feldern. Dort war es so neblig, dass wir kaum erkennen konnten, was neben der Straße war. So merkten wir dann auch erst beim Aussteigen, dass wir mitten in einem Windpark standen.
Windräder können sehr laute und sehr unangenehme Geräusche machen. Nun denn, wir waren müde und haben schon schlimmer gestanden, also blieben wir. Als der Nebel sich lichtete, waren die Windräder noch lauter zu hören. Aber irgendwann schlief ich dann trotzdem ein.
Zum Schluss wie immer die Statistik und der Kartenausschnitt.
130 Kilometer sind wir an diesem Tag gefahren.
Auf der Karte sieht das so aus:








