Shetland, Orkney und zurück nach Mainland

Mittwoch, 13. März

Wir haben, wie nicht anders zu erwarten war, sehr gut geschlafen. Um sieben Uhr klingelt der Wecker. Der Ausblick aus dem Camperfenster ist fein, auch wenn mittlerweile wieder Ebbe ist.

Strand mit Kajak

Heute ist hier bei uns tatsächlich so etwas wie ein Arbeitstag. Der Herr Lebensabschnittsgefährte hat um 8 Uhr erst ein Telephonat mit einem Kollegen und anschließend eine einstündige Fortbildung. Zwei Stunden Arbeit im Urlaub.

Ich beschäftige mich in der Zwischenzeit ein wenig mit meinem Blog und etwas mehr mit den Vögeln, die den Strand nach Nahrung absuchen: einem Sandregenpfeifer und einem Steinwälzer. Die Bilder von dem Steinwälzer sind leider nicht so gut, ich will die Heckklappe nicht öffnen, um ihn nicht zu vertreiben.

Bevor wir fahren, laufen wir noch ein Stück. Und weil der Stellplatz hier in Vatsetter so schön ist, haben wir noch ein paar Photos davon gemacht.

Auf Yell gibt es nicht so viel zu sehen außer viel Natur. Die ist zwar schön, sieht aber im Wesentlich überall gleich aus: Torf.

Und es gibt nur wenige Straßen, was gut für die Natur ist. Sehenswürdigkeiten gibt es kaum, daher sind wir “nur” auf der Durchreise.

Wir fahren durch bis zur Fähre, die uns zur Hauptinsel von Shetland zurück bringt.

Wir erkunden die Halbinsel Northmavine ganz im Norden (wie der Name schon sagt).

Die Otter-Schilder gibt es nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, auch in Schottland sehen wir die ganz oft. Da ich bisher immer zu langsam war mit der Kamera, bin ich jetzt extra zum Schild zurück gelaufen.

Auf dem Parkplatz machen wir außerdem eine kurze Lunch-Pause. Zu Mittag koche ich für den Mann Reis mit Erbsen und Mören und Soße, für mich gibt’s eine Cup-a-Soup, wie fast immer. Essenstechnisch kommen wir günstig weg diesmal.

Zuerst fahren wir in den Norden, nach Isbister. Allerdings endet die Straße auf einem Hof und wir finden es dann doch ein wenig dreist, am Hof vorbei auf den Feldweg zu fahren bzw. unser Auto auf dem Hof abzustellen und zu Fuß weiter zu laufen. Also drehen wir um und fahren zurück. Damit sind wir übrigens nicht die einzigen, im Video sieht man vor uns einen weiteren Pkw und eine Gruppe Schafe.

Als nächstes fahren wir in den Süden der Halbinsel, nach Hillswick. Dort gibt es einen Laden, in dem wir ein wenig einkaufen wollen.

Der Laden liegt direkt am Wasser und zum Geschäft gehört eine Zapfsäule.

Der Laden selbst ist witzig. Zwei Frauen arbeiten da und räumen Regale ein. Sie sprechen miteinander einen unverständlichen lokalen Dialekt. Aber mit uns wird feinstes und gut verständliches Englisch gesprochen. Groß ist die Auswahl nicht, in den Regalen sind viele Lücken. Für uns gibt es Brot, Äpfel, Nutella und Süßkram.

Die Friedhöfe fallen mir in Schottland auch immer wieder auf. Zum einen weil sie irgendwie Knast-Charakter haben durch die umgebende Mauer. Zum anderen wegen ihrer Lage. Die Toten werden hier stets in bester Hanglage und auch gerne mit Blick aufs Meer beerdigt. Nicht der schlechteste Platz, finde ich.

Unser Fahrziel ist das Esha Ness Lighthouse, der Leuchtturm am westlichen Ende der Halbinsel Northmavine. Da weht ein ziemlicher Wind.

Theoretisch könnten wir hier auf dem Parkplatz stehen bleiben. Wir hatten dies auch zuvor überlegt. Aber da der Wind zu heftig ist, fahren wir wieder. Der Camper wackelt jetzt schon ganz schön und der Wind soll im Laufe des Tages noch heftiger werden.

Wir fahren wieder zurück auf die Hauptinsel. Dort finden wir an einer Bucht des Olna Firth einen Parkplatz, der unterhalb der Straße liegt und somit ganz gut Wind geschützt ist. Trotzdem bekommen wir die bis zu 100 km/h natürlich mit. Aber im Camper ist es sicher und dank Heizung auch kuschelig warm.

Ich muss heute die Tabletten nehmen. Gestern Abend hatte ich so starke Magenschmerzen, dass es nicht ging. Normalerweise nehme ich die immer Sonntag-, Dienstag- und Donnerstagabend. Diese Woche gibt es die halt zweimal nacheinander. Urlaub mit meinen Medikamenten ist schon ganz schön eingeschränkt - aber natürlich besser als nichts.

86 Meilen sind wir heute gefahren.

86 mi

Donnerstag, 14. März

Heute Morgen wurde ich schon früh wach. Insgesamt habe ich nicht viel geschlafen, weil der Wind ständig am Camper gerüttelt hat und ich ein wenig Angst um unser Ausstellfenster hatte, das immer offen ist und für Belüftung sorgt. Der Wind kam von hinten und konnte so in das offene Fenster rein. Als es auch noch anfing zu regnen, habe ich das Fenster dann doch zeitweise geschlossen und den Lüfter ausgeschaltet.

Blick aus dem Fenster

Wir lassen uns am Morgen meistens Zeit, insbesondere nach den Tabletten-Abenden. Die Kombination der Nebenwirkungen und kaum Schlaf ist ziemlich übel. Ich bin dann extrem vercheckt und mit allem überfordert. Bis 11 Uhr arbeiten wir am Blog und dem Video, dann machen wir uns auf den Weg.

Zunächst fahren wir nur bis Hillside. Dort gibt es einen Laden mit Tankstelle. Wir brauchen Sprit und auch ein paar Kleinigkeiten aus dem Laden.

Laden mit Tankstelle

Dann fahren wir gemütlich weiter. Wir haben noch viel Zeit und “nur noch” die westliche Halbinsel zu erkunden.

Einen Stopp legen wir beim Stanydale Temple ein. Ob die 4000 bis 5000 Jahre alte Stätte jemals als Tempel genutzt wurde, ist unbekannt. Sie heißt so, weil sie große Ähnlichkeiten zu anderen Bauwerken aus jeder Zeit aufweist. Aber erst einmal müssen wir dorthin gelangen. Der Weg führt durch nasse, sumpfige Heidelandschaft. Nach der Hälfte des Weges sind meine Schuhe durchnässt, mein linker Fuß ist nass. Also bloß nicht zu lange auf der Stelle stehen bleiben. Zum einen sinkt man tiefer in den feuchten Boden ein, zum anderen werden die nassen Füße kalt. Warum haben wir nicht die Gummistiefel angezogen, dafür haben wir die doch eigentlich dabei.

Zurück im Camper ziehe ich mir meine Winterschuhe an, die trocken in der Dachbox liegen. Der Mann will eigentlich nochmal mit der Drohne zum Tempel fliegen und sie von oben knipsen, aber der Wind ist zu stark, das schafft der kleine Flieger nicht. So gibt es nur ein Drohnenbild von den Wohngebäuden, die dort ebenfalls als Ruinen zu finden sind und auch mehrere Tausend Jahre alt sind (und die man als Unbedarfter selbst von oben nur erkennt, wenn man weiß, dass sie da sind).

Während wir Mittag machen, trockne ich meine Hose und meine Socken mit Hilfe unserer Camperheizung. Der Mann mampft die Reste von Gestern (Reis mit Gemüse und Soße), für mich gibt’s mal wieder Cup-a-Soup und dazu ein Brot mit Schmierkäse.

Anschließend fahren wir zur Voe of Dale. Hier ist es ziemlich toll! Als wir ankommen, schläft eine Robbe in der Bucht. Robben schlafen oftmals senkrecht im Wasser und die Nase taucht regelmäßig zum Atmen auf.

Ein Trupp Austernfischer sammelt sich nicht allzu weit entfernt von uns. Als wir uns in ihre Richtung bewegen, fliegen sie gemeinsam schimpfend davon.

Der Wind lässt ein wenig nach und der Herr Lebensabschnittsgefährte fliegt die Drohne nochmal.

Wir hätten gerne hier übernachtet, aber wir sind unsicher, ob das Land nicht vielleicht Privatbesitz ist. Es führt nämlich nur eine Schotterstraße hierher und diese an einem Hof vorbei. Da wir niemanden stören wollen, fahren wir weiter.

Im Norden der Halbinsel gibt es einen Platz an einer winzigen Bucht, die nicht einmal einen Namen zu haben scheint, jedenfalls konnte ich den nicht finden. Auf diesem Platz können wir bleiben. Das Wasser ist hier total ruhig. Es scheint sogar noch ein wenig die Sonne. Bei uns gibt es erst einmal Tee und Kuchen und Füße hochlegen. Wir machen Feierabend.

33 Meilen sind wir heute gefahren.

33 mi

Freitag, 15. März

Die Ruhe in der Bucht ist himmlisch, dementsprechen ausgeruht bin ich morgens. Meinen Kaffee gibt es heute in der Puffin-Tasse, die ich mir in Lerwick gekauft habe, weil sie einfach viel zu niedlich ist. Natürlich haben wir auf dieser Tour keine Puffins gesehen, dazu ist es viel zu früh. Aber meine Puffin-Begegnungen auf Island waren so toll, dass sie mir bis heute gut in Erinnerung geblieben sind.

Tasse mit Puffin

Bevor wir losfahren, machen wir noch einen kurzen Spaziergang auf dem Hochufer der Bucht und lassen uns den Wind um die Nase wehen.

Unser Aufenthalt auf den Shetland-Inseln geht dem Ende zu, heute Nachmittag nehmen wir die Fähre zurück nach Orkney. Ein paar Ecken im Westen der Hauptinsel fahren wir noch ab und Scalloway wollen wir auch noch anschauen.

Wir nehmen uns auch endlich mal die Zeit, ein paar Schafe zu knipsen. Die meisten sind ja recht scheu, aber diese waren der Knipserei gegenüber einigermaßen aufgeschlossen.

Ich liebe diese geschwungen Straßen, die sich an Hügel schmiegen und hinter fast jeder Kurve einen neuen Blick auf die Umgebung preisgeben. Auch wenn es hier längst nicht so eindrucksvoll zugeht wie auf Island oder in Norwegen, ist es dennoch wunderschön.

Am Loch of Tingwall gegenüber vom Law Ting Holm finden wir einen Parkplatz für unser Mittagessen. Gerne wären wir auch hinüber gegangen zu dieser Halbinsel, die früher mal eine Insel war. Dort tagte bis ins 16. Jahrhundert Shetlands Parlament.

Ein Angler kommt gerade vom Ufer des Sees zurück und ich frage ihn, wie die Beschaffenheit des Weges ist. Leider ist der Boden noch viel zu nass, um dorthin zu gehen. So bleibt es beim Photo aus der Ferne.

Wir fahren nach Scalloway. Bis 1708 war dies die Hauptstadt der Shetlands und ist heute mit knapp 1200 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Inselgruppe. Am Ortseingang kommen wir bei der Feuerwehr vorbei, die somit Einzug in meine Feuerwehr-Galerie hält. Auf der anderen Seite des Wassers stehen bunte Holzhäuser, wie sie für Skandinavien typisch sind.

Wir kommen an traditionellen und bunten Häusern und engen Gassen vorbei auf unserem Weg zum Scalloway Castle. Eine Besichtigung ist aber derzeit nicht möglich, daher knipsen und filmen wir nur von außen.

Wir gehen noch die Main Street entlang. Hier gibt es einen winzigen Park, an dessen Eingang eine norwegische Fahne weht. Was es damit auf sich hat, finde ich nicht mehr heraus, denn es fängt gerade an, in Strömen zu regnen. Ich packe die Kameras weg, schließe die Jacke bis obenhin und wir gehen zurück zum Auto.

Wir fahren nach Lerwick zur Fähre. Die Lage am Fähranleger undurchsichtig. Der Car Check-in ist noch nicht besetzt. Wir wissen nicht so recht, wo wir warten sollen, und blicken auch nicht durch, wie man nachher zu den Lanes kommt. Letzteres wird sich sicherlich klären, sobald die Hafenmitarbeiter da sind, für ersteres gibt es einen Parkplatz. Wir warten nochmal im Auto.

Als es losgeht, fahren wir prompt auf die falsche Lane. Der Hafenmitarbeiter ist sehr bemühnt, nicht die Politeness zu verlieren, während wir rangieren müssen und für Verzögerung sorgen. Immer diese Ausländer …

Da wir nach Kirkwall wollen, ist unser Auto jetzt KI, das Schild müssen wir nämlich an den Spiegel hängen.

Auf der Fähre gehen wir duschen. Und natürlich haben wir den Wasserkocher und Kaffee dabei. Wobei wir den Wasserkocher gar nicht benötigen, in der Kabine ist einer. Am Kabinenfenster zieht Shetland vorbei. Ich winke nochmal, “Mach’s gut!” Schnüff.

Shetland

Der Wellengang ist eher harmlos. Ich schmeiße ich mich aufs Bett und höre Podcast. Der Herr Lebensabschnittsgefährte zappt im TV herum und findet kostenlose Filme, die er gucken kann. Zwei Streifen von Marvel zieht er sich rein.

20 Minuten vor dem Anlegen klingelt das Telephon. Tot stellen oder rangehen? Ich geh mal ran, wer soll das schon sein. Es ist die Rezeption, man sagt Bescheid, dass wir in 20 Minuten da sind. Eine Durchsage gibt es nicht, es ist ja schon spät und die Passagiere, die bis Aberdeen fahren, schlafen vielleicht schon.

Wir kommen spät abends (22:45 Uhr) in Kirkwall an. Der Einfachheit halber fahren wir zu dem Stellplatz, den wir von der Hinfahrt her kennen, wo wir nachmittags und abends darauf gewartet haben, dass die Fähre auf die Shetlands endlich fährt. Abendbrot essen und Zähne putzen haben wir auf dem Schiff schon erledigt.

Mond

Ein letzter Blick aus der Heckklappe auf den Mond, dann machen wir die Vorhänge zu, bauen das Bett und legen uns schlafen.

54 Meilen sind wir heute gefahren.

54 mi

Samstag, 16. März

Heute Nacht war es ein wenig frisch, das Thermometer zeigt 0,8 °C jetzt am Morgen. Trotzdem haben wir gut, wenn auch etwas wenig geschlafen. Das Wetter sieht beim Blick aus dem Camperfenster gar nicht so schlecht aus und neben dem Camper hüpft ein unscheinbarer Vogel herum. Es gibt Kaffee und Frühstück.

Bevor wir spazieren gehen, fliegt der Mann erstmal die Drohne und sondiert das Terrain.

Dann gehen wir endlich spazieren. Durch das braune Strauchgedöns, das hier sehr ausgiebig wächst, führt ein Weg, den wir einigermaßen trockenen Fußes laufen können. Natürlich habe ich meine Gummistiefel wieder nicht angezogen.

Nach dem Spaziergang fahren wir los. Südöstlich von Mainland Orkney sind die Churchill Barriers, die zu den Inseln Lamb Holm, Glimbs Holm und Burray führen. Die Barrieren wurden im zweiten Weltkrieg errichtet, um die britische Flotte in der Bucht Scapa Flow zu schützen. Außerhalb der Bucht liegen immer noch Wracks im Wasser. Und die wollen wir uns anschauen.

An der ersten Barriere halten wir an. Auf einem Stein am Parkplatz ist eine Tafel, auf der die Churchill Barriers erklärt sind. Außerdem gibt es hier auch noch einen Totem, der ein Gemeinschaftsprojekt von dem Squamish, einer der kanadischen First Nations, und Orcadien, also Einwohnern von Orkney, ist.

Wir fahren über die Barriere auf die Insel Lamb Holm.

Auf der anderen Seite der Bucht steht die Italian Chapel. Die Kapelle wurde - ebenso wie die Barrieren - von italienischen Kriegsgefangenen gebaut. Hineingegangen sind wir nicht, was ich im Nachhinein etwas bedaure, denn die ist wirklich schön von innen. Bei Wikipedia gibt es Bilder dazu.

Wir fahren zur zweiten Barriere, die wir erst überqueren und dann am Ende der Barriere auf der Insel Glimps Holm den Parkplatz ansteuern. Hier fliegt der Herr Lebensabschnittsgefährte die Drohne, während ich mit der Kamera knipse.

Die Wracks, die hier liegen, sind sogenannte Blockschiffe. Im ersten Weltkrieg wurden ausgemusterte Schiffe versenkt, um deutsche U-Boote an der Einfahrt in die Bucht zu hindern. Die Barriers wurden ja erst im zweiten Weltkrieg gebaut.

Während des Fluges kommt plötzlich aus dem nichts eine Drohne ziemlich schnell angeflogen, fliegt über uns hinweg in Richtung unserer Drohne bzw. der Wracks. Der Mann hat ein wenig Sorge, dass die beiden Drohnen kollidieren und dann abstürzen. Das wäre gerade über Wasser sehr ungünstig. Der andere Drohnenpilot ist nirgendwo zu sehen. Glücklicherweise geht aber alles gut.

Als wir am Parkplatz ankommen, sehen wir den Piloten im Auto sitzen und seine Drohne steuern.

Bei der dritten Barriere sieht man einen ziemlich großes Stück eines Schiffsrumpfes und noch ein zweites Teil. So weit ich herausfinden konnte, war das die SS Reginald.

Unsere Aufgabenteilung ist dieselbe, ich knipse, der Mann fliegt.

Unter Wasser liegen hier noch mehr Wracks, weswegen die Gegend ein recht beliebtes Tauchrevier ist.

Zur vierten Barriere fahren wir nicht mehr, wir fahren zurück nach Mainland.

Wir wollen zum Ring of Brodgar. Den haben wir auf der Hinfahrt, als wir bei den Standing Stones waren, komplett übersehen. Aber hier erstmal noch ein paar Orkney-Eindrücke. Die Schafe haben jetzt teilweise schon Lämmer. Blöderweise habe ich die immer zu spät zum Knipsen entdeckt. Daher gibt es leider keinen Lämmer-Content.

Kurz bevor wir am Steinring ankommen, müssen wir noch einen kurzen Stopp am Loch of Stenness, denn da liegt eine Robbe in der Sonne auf einem Stein. Und ein paar Schwäne paddeln auch im Wasser herum.

Hier können wir unser Auto nicht stehen lassen, ein kleines Stück müssen wir noch fahren. Dabei geht es vorbei an einem Standing Stone und über den Causeway.

Mittlerweile weht wieder eiskalter Wind. Der Steinkreis derzeit nicht zugänglich, damit der Boden sich erholen kann von dem vielen Regen und zu viele Besucher und Erosion. Man kann daher das Innere des Kreises nicht betreten. Wir laufen einmal um den Steinkreis herum, was im Video zu sehen ist. Hier gibt es jetzt nur ein Photo. Und zwar wirklich nur eines, Drohne fliegen ist nämlich auch nicht erlaubt, mithelfen aber schon.

Der Steinkreis ist ziemlich groß und beeindruckend, wir finden es sehr bedauerlich, dass er zurzeit nicht betreten werden darf.

Auf dem Parkplatz gibt’s noch Kaffee Kuchen und wir packen den Kram fürs Schiff zusammen. Und dann fahren wir die letzten paar Meter Orkney zum Fähranleger in Stromness.

Bei schönstem Wetter legen wir in Stromness ab. Wir sind etwas wehmütig.

Auf der Fähre gibt es Fish ’n’ Chips für mich und einen Burger für den Herrn Lebensabschnittsgefährte. Ich fand’s lecker, mein Magen findet’s nicht so prall, nach zwei Wochen Cup-a-Soup fettiges Friteusen-Essen verarbeiten zu müssen. Ich habe auch nicht alles geschafft, was eher selten vorkommt. Als der Mitarbeiter den Teller abgeräumt hat und sich noch eine Erbse neben meinem Teller fand, machte der Waiter ein Wortspiel: An Escapea. Zwar habe ich keine Magenschmerzen aber dafür einen Stein im Bauch liegen.

Fish ’n’ Chips und Burger

In Scrabster wird die Gangway für die Fußpassagiere mit einem auf dem Schiff montierten Kran vom Anleger zum Schiff hoch gezogen.

Gangway

Wir wissen nicht so recht, wohin wir fahren sollen. Es ist fast dunkel und Übernachtungsplätze im Dunkeln suchen, ist immer so eine Sache. Daher entscheiden wir uns, noch einmal zum Stellplatz in der Nähe des Atomkraftwerks zu fahren, auf dem wir am Morgen unseres Trips zu den Inseln aufgewacht sind.

Atomkraftwerk

61 Meilen sind wir heute gefahren.

61 mi

Video

Statistik

Insgesamt sind wir in den vier Tagen 234 Meilen gefahren. Auf der Karte sieht der Weg auf den Shetlands und über Orkney zurück zum Mainland so aus: