Wir radeln weiter nach Stege

Heute kommen wir nicht weit. Der Gegenwind und die Hügel von Møn machen mir ziemlich zu schaffen. Und die Fähre, die wir nehmen wollen, fährt auch nicht.

Sachen packen und Aufbruch

Während der Herr Lebensabschnittsgefährte nach dem Frühstück damit beginnt, das Zelt abzubauen, kämpfe ich in der Dusche mit einem betrunkenen Oktopus.

Die Beschriftung am Haken ist nur noch schwer zu erkennen. Da steht

Drunk octopus wants to fight you!

Bevor wir den Campingplatz endgültig verlassen, halten wir noch einmal kurz an. Zum einen habe ich auch bei früheren Radreisen gerne die Eingänge der Campingplätze geknipst, zum anderen gehen wir noch einmal in das Gebäude der Rezeption. Dort gibt es ein kleines Bücherregal, in dem wir das Buch vom Campingplatz Ulslev Strand für den nächsten Gast abstellen. Das hat der Mann nämlich schon durch. Leider gibt es keine deutschsprachigen Bücher, die den Mann interessieren könnten.

Ursprünglich hatten wir ja geplant, bis Møns Klint zu fahren. Aber da habe ich meine Kondition und meinen Gesundheitszustand massiv überschätzt. Ich bin jetzt schon ziemlich aus der Puste und schaffe nicht mehr als einen halben Tag zu fahren. Daher führt unser Weg jetzt Richtung Norden, wir fahren nach Stege und wollen dort die Fähre nach Kalvehave nehmen.

Rytsebæk Strand

Unterwegs halten wir an Rytsebæk Strand. Ein toller Strand, an dem wir ein kleines Stück spazieren gehen.

Wir radeln weiter, weg von der Küste, quer durchs Binnenland der Insel Møn. Es ist ziemlich windig und und hügelig und ich kämpfe mit Kraft und Kondition. Bergab geht natürlich, bergab ist fein. Aber rauf muss ich teilweise schieben, weil mir die Kraft ausgeht. Und selbst das Schieben ist übelst anstrengend.

Einkaufen und die Suche nach der Fähre

Am Ortseingang von Stege machen wir kurz Stopp bei einem Supermarkt und besorgen uns einen Snack zu Mittag. Da steht ein toller alter Chevrolet Pickup auf dem Parkplatz.

Im Hafen von Stege angekommen suchen wir den Fähranleger und irren eine Weile herum. Irgendwann stellen wir fest, dass die Fähre heute gar nicht fährt. Die fährt nur sonntags. Wir wissen nicht so recht, was wir nun tun sollen. Und weil ich so fertig bin und nicht weiß, ob ich die Dronnings Alexandrinen Bro heute noch schaffe, die Brücke soll nämlich ziemlich steil sein, beschließen wir spontan, auf dem Campingplatz hier in Stege zu bleiben.

Campingplatz

An der Rezeption ist niemand, da hängt nur ein Schild (inkl. Schreibfehler):

Wählen sie selbst ihren platz Aus. Der camping chef kommt Später.

Es ist ja fast nichts los, da kann man das schon so machen.

Spaziergang im Ort

Nach dem Zeltaufbau gehen wir eine Runde in dem Ort spazieren. Viel war dort glücklicherweise nicht los. Aber es gibt eine Eisdiele und die zu besuchen, ist natürlich Pflicht!

Ein wenig sind wir durch Nebenstraßen und über einen schnuckeligen Hof geschlendert. Stege ist ein ganz netter Ort und es gibt ziemlich viele historische Gebäude. Zunächst haben wir überlegt, auf der Herings-Route zu laufen, aber darauf haben wir jetzt doch keine Lust mehr.

Wir gehen nochmal einkaufen. Auf der Fahrt hierher haben wir keine frischen bzw. gekühlten Sachen mitgenommen. Das ist immer ein Problem, wenn man mit dem Fahrrad in der Sonne unterwegs ist. Aber da wir nun im Ort stationiert sind, holen wir uns Frikadellen und Kartoffelsalat. Und wenn wir schon dabei sind, gibt’s auch noch einen Snack.

Auf dem Weg zurück zum Campingplatz gehen wir noch ein Stück am Wasser entlang. Dann haben wir genug und verziehen uns ins Zelt und machen Abendessen.

Besuch zum Abendessen

Ich brate die Frikadellen nochmal kurz, damit die warm sind, dazu gibt’s den Kartoffelsalat.

Während ich “koche”, höre ich ein Miauen. Eine Samtpfote schleicht sind an. Sie würde gerne an den Frikadellen partizipieren. Allerdings steht sie nicht auf unserer Gästeliste. Zusammen mit dem Geruch der gebratenen Frikadellen verschwindet auch die Katze wieder.

Der Mann hat noch ein alkoholfreies Bier vom letzten Campingplatz, das trinkt er zum Essen. Zum Nachtisch gibt’s den erwähnten Snack. Das ist so etwas ähnliches wie Tortilla-Chips, nennt sich Maissnack, ist mit Tomatengeschmack und durchaus okay.

Mit dem Tag bin ich soweit durch. Obwohl wir nicht weit gekommen und auch nicht viel geradelt sind, bin ich fix und fertig.

Statistik

23,27 Kilometer sind wir in 1 Stunde 49 Minuten mit dem Fahrrad gefahren. Die durchschnittliche Geschwindigkeit betrug 12,74 km/h, die Höchstgeschwindigkeit 37,09 km/h. Die habe ich natürlich nur bergab erreicht, dass es bergauf teilweise nur mit 6 km/h ging, hat der Tacho nicht erfasst.

Die Statistik in Bildern vom Fahrradtacho

Karte

Auf der Karte sieht unsere heutige Tour so aus:

Video

Natürlich gibt es auch für den fünften Reisetag ein paar Bewegtbilder.