Von Honningsvåg Nach Karasjok

Als wir vom Frühstück zurück ins Zimmer kamen, war tatsächlich zu erahnen, dass nach der Morgendämmerung normalerweise ein Sonnenaufgang erfolgt

Morgendämmerung

Der Lebensabschnittsgefährte zog sich Schuhe und Jacke an und ging runter an den Fjord, während ich unseren Kram zusammenpackte. Dabei nahm er mein Smartphone mit, um die Bilder für mich für den Blog zu machen.

Morgendämmerung

Tatsächlich guckt die Sonne hier erst Ende Januar wieder vorsichtig über den Horizont. Während ich am offenen Fenster auf den Lebensabschnittsgefährten wartete, der auch unser Auto holte, hörte ich nichts außer zwei Raben, die ihre Runden über dem Ort zogen, und beobachtete sie dabei.

Nummernschild Qashqai

Da war wohl jemand neugierig, wo der Qashqai herkommt. Wir packten unseren Kram ein, checkten aus und fuhren um kurz nach 10 Uhr los.

Abfahrt

Für einen Moment überlegten wir tatsächlich, ob wir noch einmal zum Nordkap rauf wollten, um 11 Uhr ging die erste Kolonne. Bei diesem Wetter wäre es bestimmt traumhaft da oben. Andererseits würde es bei diesem Wetter auch traumhaft sein, die Strecke am Fjord entlang nach Süden zu fahren. Wir entschieden uns für letzteres.

Honningsvåg

Der letzte Rastplatz vor Honningsvåg bietet nochmal einen tollen Blick auf den Ort. Der Lebensabschnittsgefährte versuchte nochmal, die Drohne aufsteigen zu lassen, aber das Teil hatte so übelst mit dem Wind zu kämpfen, dass es keine scharfen Bilder hinbekam. Aufgrund der Sinnlosigkeit des Unterfangens fuhren wir schon bald weiter.

Unglaubliche Aussicht

Immer wieder hielten wir kurz an, um Photos zu machen.

Photos machen

Wir sahen die MS Nordnorge im und Seeadler über dem Fjord.

Die Landschaft war in dem Licht einfach nur phantastisch! Den nächsten Stop machten wir vor dem Nordkaptunnel, wo wir schon auf der Hinfahrt gehalten haben.

Ab und zu überkamen mich Zweifel, ob es nicht doch besser gewesen wäre, zum Nordkap zu fahren.

Unglaubliche Aussicht

Aber bei diesen Anblicken war ich auch echt froh, dass wir uns dagegen entschieden haben.

Unglaubliche Aussicht

Zumal wir auch beide sicher sind, dass wir nicht zum letzten Mal hier waren.

Unglaubliche Aussicht

Bis 11 Uhr hatten wir gerade mal 18 Kilometer zurückgelegt, weil wir immer und immer wieder anhalten und staunen mussten.

Unglaubliche Aussicht

Aber wie schon die letzten Tage ging auch an diesem das Licht schnell wieder weg. Dennoch merkte man deutlich, dass wir Richtung Süden fuhren.

Unglaubliche Aussicht

Es wurde dunkel und wir fuhren ins Landesinnere. Bisher waren wir am Porsangerfjord vorbei gefahren.

Militärgebiet

Wir fuhren durch Militärgebiet und an einer Kaserne vorbei. Zwar durfte man hier nicht knipsen, aber zumindest im Winter im Dunkeln gab es auch nicht viel zu knipsen.

Straße im Dunkeln

Entlang der Straße wuchsen kleine Bäume und Sträucher, die sich unter der Last von Eis und Schnee bogen. Die sahen ziemlich gespenstisch aus. Ich habe versucht, das zu photographieren, aber leider ist mir nur ein recht unscharfes Bild gelungen.

Sträucher entlang der Straße

Ansonsten war die Straße überwiegend geradeaus und im Dunkeln eher mäßig spannend.

Gegen 15:30 Uhr waren wir in Karasjok. Das ist der letzte etwas größere Ort vor der finnischen Grenze. Hier wollten wir ein letztes Mal in Norwegen übernachten. In diesem Hotel waren wir auch mit den Dänen verabredet, die unseren Weg seit Alta immer wieder kreuzen.

In Alta waren sie im selben Haus untergebracht wie wir und man traf sich am Wasserkocher beim Kaffee machen und kam ein wenig ins Gespräch. Die beiden waren ebenfalls unterwegs zum Nordkap, allerdings fuhren sie schneller als wir, was nicht zuletzt daran lag, dass sie Spikes-Reifen hatten. Und vermutlich hielten sie auch nicht ganz so oft an wie wir zum Gucken und Knipsen, für Kaffee und Kuchen etc. Am nächsten Morgen machten sie sich schon ziemlich früh auf den Weg nach Honningsvåg, wo sie im selben Hotel abgestiegen sind wie wir und auch zwei Nächte dort verweilten.

Heute Morgen in Honningsvåg beim Frühstück fragten sie, wie wir denn nun zurück nach Rostock fahren würden. Da wir denselben Weg geplant hatten, verabredeten wir uns in Karasjok, um die Straße Nr. 92 durch Finnland gemeinsam zurückzulegen. Wir waren etwas unsicher wegen des Wetters und der Straßenverhältnisse. Und auf dieser Straße ist absolut nichts los. Jetzt trafen wir sie beim Abendessen im Restaurant des Hotels.

Sie erzählten, dass sie morgens nochmal beim Nordkap waren und dort die phantastische Aussicht so toll fanden. Wir erzählten von unserer Tour am Wasser entlang. Für den nächsten Morgen klärten wir die Uhrzeiten.

Zum Abendessen hatten wir Rentier (Lebensabschnittsgefährte) und Saibling (ich). Beides war extrem lecker und wurde in großzügigen Portionen serviert. Ich war pappsatt.

Wie immer mussten wir das Zimmer umräumen. Ansonsten war es ganz gemütlich. Vor unserem Fenster hingen Eiszapfen an einem Schneebrett.

Eiszapfen am Schneebrett

Ein Blick in die Wetter-App verriet, dass dies nicht weiter verwunderlich war.

-15°C

Wir gingen früh zu Bett um am nächsten Tag früh und ausgeruht unseren Weg Richtung Süden fortsetzen zu können. Aber vor dem Schlafen gibt es wie immer die Galerie des Lebensabschnittsgefährten.