Hamburg und Elbe, Work and Travel
Unsere diesjährige Herbstreise führt uns in die Niederlande. Zuvor allerdings wollen wir uns in der Reisepraxis in Hamburg noch eine Auffrischungs-Impfung abholen. Und bis Freitag muss der Mann ja auch noch arbeiten. Der eigentliche Urlaub beginnt nämlich erst in der nächsten Woche. Aber wie so häufig haben wir auch dieses Mal geplant, die Tage bis dahin mit Work and Travel zu verbringen und uns bis zur Grenze vorzuarbeiten.
Tag 1: Von Rostock an die Elbe
Dienstag, 16. September 2025
Nachmittags hat der Herr Lebensabschnittsgefährte noch einen Termin beim Amt. Dort fahren wir bereits mit dem Camper hin. Und während er seinen Behördenkram erledigt, verräume ich den Kleinkram im Camper, den wir vor Abfahrt nur in den Mittelgang gestellt haben. Ungefähr zeitglich sind wir fertig und können uns auf große Fahrt begeben.
Diese führt allerdings zunächst zur Tankstelle, der Tank ist nämlich leer. Da wir ja immer noch das Problem mit der Grütze im Tank haben, ich berichtete in diesem Beitrag davon, fahren wir den Tank möglichst leer, bevor wir wieder tanken. Zwei- bis dreimal sollen wir den Tank leer fahren und wieder volltanken, in der Hoffnung, dass sich das Problem dann erledigt hat. Heute ist es das zweite Volltanken. Ich bin weiterhin gespannt.
Wir fahren auf der Autobahn bis kurz hinter Hamburg. Dort habe ich einen Stellplatz direkt an der Elbe ausfindig gemacht.
- Mulde runter
- Stare
- Rasthof Buddikate
“Mulde runter” steht auf dem Schild vor der Autobahnbrücke. Das richtetet sich wohl an die Lkw-Kollegen der Autobahnbaustelle an der A20. Später haben wir am Rasthof Buddikate gehalten, ein neues Bild für meine Rastanlagen-Galerie. Zuhause habe ich mir mittlerweile eine Liste angefertigt, welche Rastplätze ich schon angefahren habe und welche nicht. Es wird ja langsam unübersichtlich.
- Norderelbbrücke
- Norderelbe
Wir müssen durch Hamburg fahren, was zu Zeiten von Feierabendverkehr schonmal etwas länger dauern kann. Aber dafür fahren wir über die Köhlbrandbrücke, was ich persönlich durchaus ein Highlight finde.
- Zufahrt Köhlbrandbrücke
- Köhlbrandbrücke
- Blick auf Containerschiffe
Die Brücke ist eines der Wahrzeichen der Stadt und sie ist wirklich unglaublich hoch - für manche nur leider nicht hoch genug, weswegen sie abgerissen und durch eine neue (oder doch durch einen Tunnel?) ersetzt werden soll. Was für eine Schande.
- Sperrwerk Estemündung
- K39
- Sperrwerk und Unterfeuer Lühe
Anschließend fahren wir an der Elbe bzw. am Deich und an den Apfelplantagen im Alten Land entlang bis nach Lühe. Die komplette Straße ist über die mehr als 20 Kilometer und durchgehend auf 50 km/h begrenzt. Da ist man ein Weilchen unterwegs. Aber wir mögen dieses gemütliche cruisen ja.
- Bert auf Stellplatz
- Überflutungsgefahr
- Möwen
Der Stellplatz liegt zwischen dem Deich und der Elbe. Bei Sturmfluten ist hier natürlich kein Stehen möglich. Aber das aktuelle Tief, das den witzigen Namen Zack trägt, sorgt zwar für ordentlich Wind und auch ein wenig Hochwasser, aber für eine Sturmflut reicht es nicht. Der Wind ist noch recht kräftig. Die Möwen haben auf der Wiese eine ziemlich große Pfütze, auf der sie herumpaddeln.
- Screenshot NDR zu Tief Zack
- Bezahlautomat außer Betrieb
Der Bezahlautomat am Stellplatz ist außer Betrieb. Der zweite Automat bietet keinen Wohnmobiltarif an, weswegen wir sogar kostenlos hier stehen.
Ich bin komplett durchgefroren, ich habe zu wenig geschlafen und zuviel zu tun damit, den Camper einzuräumen. Daher setze ich mich schon in den Camper, während der Herr Lebensabschnittsgefährte noch ein wenig mit der Kamera auf dem Deich rumläuft.
- Möwenparadies an der Elbe
- Wohnmobilstellplatz
- Leuchtfeuer und Sperrwerk Lühe
- Food Court
- Bert und Elbe
- Blick zum Fähranleger Lühe
Anschließend gibt es heißen Tee und Abendbrot. Ab und zu hört man die Schiffe auf dem Fluss vorbeiwummern, ansonsten ist es angenehm ruhig auf dem Platz.
227 Kilometer sind wir heute gefahren. Die Kartenansicht ist am Ende des Beitrags.
- 227 km
Tag 2: Ausflug nach Hamburg
Mittwoch, 17. September 2025
Wie immer an Arbeitstagen im Camper geht der Herr Lebensabschnittsgefährte morgens alleine eine Runde. Der Sonnenaufgang über der Elbe ist richtig toll.
- Sonnenaufgang über der Elbe
- Blick auf den Stellplatz
- Möwen
- Elbe
In der Mittagspause gehen wir zum Food Court nebenan. Uns reizt der Duft von frittierten Pommes und Grillgut. Da ich aber meist nicht so viel essen kann, nehme ich nur eine Schale Pommes.
- Foodtruck
- Pommes und Burger
Anschließend laufen wir noch ein bisschen herum. Zunächst gehen wir zum Fähranleger, es kommen nämlich gerade zwei Containerschiffe an, aus jeder Richtung eines.
- Zwei Containerschiffe
- Zwei Containerschiffe
- Zwei Containerschiffe
- Fähranleger
- Containerschiff Reederei ONE
- Containerschiff Reederei Maersk
Den hinteren Teil des Pkw-Parkplatzes haben die Lachmöwen gebucht. Ein Teil von ihnen hat aber nur einen Steplatz auf dem Geländer des Sperrwerks, wo sie ordentlich aufgereiht sitzen.
- Möwen auf dem Parkplatz
- Möwen auf einer Stange
- Altes Land
- Reetdachhaus ohne Reet
- Sperrwerk
- Blick auf Sperrwerk, Leuchtfeuer, Fähranleger
Der Mann ist längst zurück zum Camper gegangen um weiter zu arbeiten, während ich noch auf die andere Seite des Sperrwerks gehe und mich auch auf der anderen Seite des Deichs ein wenig umsehe, bevor ich ebenfalls zurück zum Stellplatz gehe.
- Kippen schnippen - Ein No Go!
- Kippen sind kein Kraut! Sie verrotten nicht.
- 1 Kippe, 1000 Liter Wasser im Eimer
Auf dem Parkplatz sind ein paar wichtige Hinweise für ignorante Besucher gesprüht.
Der Mann macht heute überpünktlich Feierabend. Wir fahren zurück nach Hamburg, um uns dort eine Auffrischungs-Impfung abzuholen. Heute Vormittag wurde der Impfstoff an die Reisepraxis ausgeliefert. Bereits vor einem Jahr waren wir zur Impfung in Hamburg.
- Köhlbrandbrücke
- Rampe der Köhlbrandbrücke
Heute kann ich die Köhlbrandbrücke bei besserem Wetter und besserem Licht von der anderen Seite knipsen. Wir sind ja gestern fast an der Praxis vorbeigefahren. Aber leider gab’s da noch keinen Impfstoff, das hätte uns einige Fahrerei erspart.
- Neue Elbbrücke
- Neue Elbbrücke
Und wenn ich schon beim Brücken-Knipsen bin, gibt’s hier auch noch die Neue Elbbrücke.
Beim Impfen müssen wir ein Weile warten. Nach etwa einer Stunde sind wir frisch geimpft wieder entlassen und fahren zurück zu dem bereits bekannten Stellplatz.
- Hier Deine Sorgen einwerfen.
- Bushaltestelle
Eine Bushaltestelle mit Sorgenfresser. Ich finde, die hat es verdient, in meine Bushaltestellen-Galerie aufgenommen zu werden.
- Bauruine Elbtower
- Neue Elbbrücke
- Hafencity und MS Stubnitz
Über die MS Stubnitz haben wir mal eine Doku gesehen. Das ist ein ehemaliges Kühlschiff mit Heimathafen Rostock, das zwischenzeitlich zum Kulturzentrum umgebaut wurde. Irgendwann gucken wir uns die auch mal genauer an, heute sehe ich sie nur von der Neuen Elbbrücke aus in der Hafencity liegen.
Schon gestern ist uns aufgefallen, dass wir an der Zufahrt zum Hafenmuseum vorbeigefahren sind. Heute wollen wir dort einmal anhalten. Zwar ist es für einen Museumsbesuch schon zu spät, aber aufs Außengelände kommen wir auch so drauf. Und dort an der Kaikante liegt die Peking, eine Viermastbark, die bis 2022 recht aufwändig restauriert wurde und nun hier als Museumsschiff liegt. Auch das haben wir neulich erst in einer Doku gesehen.
- Containertransportfahrzeug
- Kaikante beim Hafenmuseum
- Blick auf die Peking
- Zug der Hafenbahn
- Hamburger Hafenbahn
- Bitte an Graffiti-Künstler
Auf dem Schild in der Hamburger Hafenbahn steht:
Graffiti-Künstler: Bitte verschont unseren Bus, weil wir ihn in hunderten ehrenamtlichen Stunden aufgearbeitet haben! Danke!
- Heck der Peking
- Bug der Peking
- Die Peking von vorne
- Blick durch die Hafenkräne
- Alter Kran
Hier müssen wir wohl noch einmal hin, wenn das Museum geöffnet ist. Jetzt fahren wir aber wieder zurück zum Stellplatz. Und natürlich habe ich die Köhlbrandbrücke wieder geknipst.
- Rampe Köhlbrandbrücke
- Schrott sei Dank
- Köhlbrandbrücke
- Containerhafen
Der Bezahlautomat beim Parkplatz ist immer noch außer Betrieb. Wir stehen also auch diese Nacht wieder kostenlos an der Elbe.
84 km sind wir heute gefahren. Und Dank Stadtverkehr, den ich kein Stück vermisse, haben wir dafür fast 2,5 Stunden gebraucht. Furchtbar.
- 84 km
Tag 3: Weiter Richtung Westen
Donnerstag, 18. September 2025
Der Mann geht morgens gucken, ob die Elbe noch da ist. Mich interessiert das gerade eher nicht so, der Wecker hat gefühlt mal wieder viel zu früh geklingelt und ich muss erst noch Kaffee in mich schütten.
- Blick gen Westen
- Blick gen Osten
- Leuchtfeuer
Es regnet. Es regnet eigentlich den ganzen Tag. Meine Lust, den Camper zu verlassen, macht Urlaub. Ich schreibe lieber diesen Blogbeitrag. Auch in der Mittagspause des Mannes regnet es, weswegen wir uns auch da den Spaziergang verkneifen. Heute am letzten Tag ist alles egal, bewegen können wir uns die nächsten zwei Wochen genug.
Um 16 Uhr macht der Mann Feierabend, wir packen unseren Kram zusammen und fahren weiter Richtung niederländische Grenze. Unterwegs gehen wir noch einkaufen, ein paar Lebensmittel werden knapp.
76 Kilometer sind wir an diesem Tag gefahren. Eigentlich war der Stellplatz gar nicht unser Ziel, eigentlich wollen wir hier nur entsorgen. Aber dann haben wir spontan entschieden, hier die Nacht zu verbringen.
- 76 km
Das war’s jetzt mit dem “Vorspiel”. Morgen nochmal arbeiten, dann geht’s endlich in den Urlaub.
Karte
Auf der Karte sieht der Trip bisher so aus: