Ein bisschen Küstenstraße, etwas Stadt und Strand

Wir fahren auf der Küstenstraße zurück Richtung Norden, gehen in Calvi einkaufen, Essen zu Mittag am Strand und fahren wieder auf den tollen Campingplatz, auf dem wir zwei Nächte zuvor waren.

Stellplatz und Morgenspaziergang

Sonntag, 28. Dezember 2025

Ich habe kaum geschlafen, hatte die ganze Nacht Bauchschmerzen und bin am Morgen ziemlich matschig im Kopf. Aber der Blick aus dem Camper ist trotzdem schön.

Wir unternehmen einen Morgenspaziergang. Es ist ziemlich kalt, gerade mal 8 °C. Direkt neben dem Parkplatz beginnt ein Wanderweg, den gehen wir ein Stück entlang.

Auf den Felsen steht die Ruine eines Genueserturms. Das Gebäude daneben wird noch genutzt, gestern Abend war es beleuchtet.

Auf der anderen Seite geht es steil runter. Dort ist die Mündung des Flusses Fangu ins Mittelmeer. In dieser Flussmündung soll es freilebende Schildkröten geben. Für die ist es jetzt natürlich noch zu kalt. Daher sparen wir uns den Ab- und anschließenden Aufstieg und kehren zum Auto zurück.

Auf der Küstenstraße gen Norden

Ein neuer Fehler im OBD beim Losfahren: Der Temperatursensor geht nicht, wir bekommen keine Außentemperatur angezeigt! Nach einem kurzen Stopp mit Motor aus funktioniert die Anzeige wieder. Das Auto wird immer wunderlicher.

Wir fahren die Küstenstraße entlang zurück Richtung Norden. Auf der Straße sind fast nur PickUps unterwegs, weswegen ich die Straße kurzerhand auf den Namen PickUp-Highway taufe. Aber nicht nur PickUps, auch Kühe sind auf der Straße.

Ich kann selbst nicht fahren, ich bin immer noch total matschig im Kopf. Dafür sterbe ich tausend Tode wegen der Abgründe und Gräben und allem Möglichen, was unserem Auto schaden könnte. Aber wie immer kutschiert der Herr Lebensabschnittsgefährte uns da sicher durch.

An einem Aussichtspunkt halten wir an, damit ich Photos von der Halbinsel La Revellata machen kann.

Der Herr Lebensabschnittsgefährte packt derweil sein Teleobjektiv aus und knipst Greifvögel, die ihre Runden über uns kreisen.

Zwischenstopp in Calvi

Wir fahren weiter nach Calvi. Dort wollen wir einkaufen und Wäsche waschen. Allerdings ist auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt die Hölle los und der ist ziemlich teuer. Die erste Stunde ist zum Einkaufen noch kostenlos, jede weitere Stunde kostet 10 Euro. Das ist uns zu teuer für eine Maschine Wäsche und einen Stadtbummel.

Im Supermarkt ist es ziemlich voll und wir sind froh, wieder draußen zu sein, als uns einfällt, dass wir etwas vergessen haben. Beim zweiten Gang durch den Markt war dieser fast leer. Wir hatten vorhin das ungünstigste Timing überhaupt.

Den Stadtbummel verkneifen wir uns nicht nur wegen der Parkplatzpreise, nach dem Einkauf ist mein Bedarf an Stadtleben auch wieder ausreichend gedeckt. Wir tanken noch im Ort. Ich finde die Werkstatt ziemlich witzig.

Mittagessen am Strand

Dann fahren wir an die Küste, in Algajola habe ich einen Parkplatz direkt am Strand ausfindig gemacht, da wollen wir Mittagessen.

Ein komischer Typ lungert die ganze Zeit auf dem Parkplatz und am Strand rum. In der Nähe unseres Autos steht eine Hütte am Strand, im Sommer kann man da vermutlich etwas trinken und/oder Surfbretter ausleihen oder sowas. Der Typ hält sich ständig bei der Hütte auf, so dass er zunächst nicht vom Parkplatz aus zu sehen ist. Ab und zu guckt er um die Ecke und geht dann wieder zurück außer Sicht.

Nach dem Essen machen wir einen Strandspaziergang, der Typ hält sich immer noch an dieser Hütte auf und beobachtet uns. Das kann natürlich Zufall sein, wir sind ja sonst die einzigen hier. Wir gehen ein Stück, ich filme und rede ins Mikrophon, wir machen Photos und laufen dann los.

Ich drehe mich um und der Typ ist weg. Ich habe ein komisches Gefühl. Wir beschließen, unseren Spaziergang abzubrechen. Als wir zum Parkplatz zurückkommen, hält er sich da immer noch auf, ein anderer Mann mit seinem Kind ist ebenfalls in der Nähe. Mein Gedanke ist, dass da vielleicht jemand unser Auto checken will, ob es da etwas zu holen gibt. Vielleicht tue ich ihm Unrecht, aber gewarnt wird vor einer solchen Gefahr. Kurz bevor wir fahren, kam der Typ wieder und bezog wieder seine Position an der Hütte. Auch wenn ich ihm Unrecht tue, er verhält sich äußerst merkwürdig.

Bert hat einen neuen Freund auf der Stoßstange sitzen. Der Mann befördert den blinden Passagier in seine natürliche Umgebung zurück und wir können los.

Zurück zu Alain

Ich habe ja am Anfang die etwas schwierige Stellplatzsituation beschrieben, die uns jetzt etwas ratlos macht. Sollen wir weiter die Küste entlang? Reizvoll, aber dann fehlt etwas Wesentliches auf dieser Tour. Wir könnten natürlich jetzt schon in die Berge fahren. Aber ob da die Stellplätze wirklich geöffnet sind, wissen wir nicht.

Daher beschließen wir, zum Campingplatz von Alain zurückzufahren. Das ist der, an dem wir gestern Morgen Richtung Wüste gestartet sind. Der Platz ist schön, Alain, der Besitzer ist sehr nett. Und von dort aus haben wir morgen einen guten Start in die Berge.

Unterwegs knipse ich eine Bushaltestelle für meine Galerie. Wir tuckern eine Weile einem Fahrzeug hinterher, bei dem wir nicht sicher sind, wer älter ist: Fahrer oder Fahrzeug? Und in den Bergen steht eine Steinfigur mit zwei Amphoren in der Hand auf einem Felsen.

Der Matsch im Kopf ist den ganzen Tag nicht weggegangen. Ich bin froh über die Ruhe auf dem Campingplatz und darüber, früh ins Bett gehen zu können.

Statistik

103 Kilometer sind wir an diesem Tag gefahren.

Karte

Auf der Karte sieht das so aus:

Video

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