Entlang der 705 nach Norden

Wir hatten gut und lange geschlafen - bis 8 Uhr. Beim winterlichen Blick aus der Heckklappe trank ich meinen Frühstückskaffee.

Blick aus der Heckklappe

Wir fuhren spät los. Das Wetter war okay, nicht so trüb wie die ersten Tage, aber auch nicht so sonnig wie am Tag zuvor.

Landschaft und graues Wetter

Die Gegend stand ziemlich im Zeichen der Elche.

Brücke mit Elchen aufgemalt

Auf vielen Streckenabschnitten - besonders in den Ortschaften - sah man schon deutlich den Übergang vom scheidenden Winter zum beginnenden Frühling. Der Schnee war schmutzig, die Straßen waren voller Pfützen.

Tauwetter im Ort

Beim Überqueren der Flüsse boten sich abwechselnd zugefrorene Wasseroberflächen und offene Flüsse, die schon reichlich Schmelzwasser führten.

Unser Weg führte uns unter anderem in ein Skigebiet (Hummelfjell, Os), auf dessen weitläufigem Parkplatz wir unsere Mittagspause einlegten.

Parkplatz vom Skigebiet

Zu gerne hätte ich mich auf die Piste gewagt, aber ohne Ausrüstung und gänzlich untrainiert (zuletzt bin ich in den 90ern Ski gefahren) war die Idee eher nicht so gut.

Tacho: 20000 Kilometer

Als wir unsere Fahrt fortsetzten, erreichten wir mit Bert die 20.000 Kilometer.

Stugudalsvegen

Wir fuhren über die 705. Oben auf dem Fjell angekommen, beschlossen wir bei einer kurzen Photorast spontan, dort stehen zu bleiben.

Tolle Aussicht

Wir standen auf über 900 Metern. Die Aussicht war grandios. Viele Fahrzeuge blieben kurz stehen, weil die Insassen ein Photo knipsen wollten. Das ist uns schon so oft aufgefallen in Norwegen, wie oft die Einheimischen irgendwo entlang der Strecke kurz anhalten, um ihre wirklich tolle Landschaft mit den wahnsinnig schönen Farb- und Lichtspielen des Himmels und der Wolken zu photographieren.

Leute beim Eisfischen

Unten auf dem zugefrorenen See saßen Leute zum Eisfischen.

Reise-Carcassonne

Wir verbrachten den Rest des Tages mit Chillen und Spielen. Später beobachteten wir den Sonnenuntergang auf beiden Seiten des Campers.

Frosch am Fenster

Als wir das Abendessen zubereiteten, stellten wir fest, dass wir ein ziemlich großes Problem hatten. Die gekauften Gaskartuschen passten nicht in unseren Kocher. Sie ließen sich nicht arretieren, weswegen ständig Gas ausströmte. Es war im Jahr zuvor im Sommer schon schwierig, die Kartuschen zu bekommen, die wir benötigten. Außerhalb der Saison machte ich mir wenig Hoffnung, geeignetes Gas aufzutreiben. Glücklicherweise schleppte ich immer noch unseren alten Kocher quasi als Notfallreserve mit. Allerdings ist dieser nicht ganz unproblematisch, wie wir an diesem Abend bemerkten. Beim Anzünden entstand erstmal eine riesige Stichflamme. In dem Moment war ich ganz froh, dass wir an der Decke an dieser Stelle nur Kork und keinen Filz haben. Nach der Stichflammeninitialzündung funktionierte der Kocher wie gewohnt. Ganz geheuer war er mir aber nicht.

Kocher

Bevor wir zu Bett gehen, erst noch schnell die Galerie des Lebensabschnittsgefährten und dann die Statistik.

Statistik: 208 Kilometer sind wir an diesem Tag gefahren.

208 km

Auf der Karte sieht das so aus:

Author

dark*

Immer gerne auf Tour, am liebsten im Norden

19. März 2022
Os · Tydal