Strandspaziergang, Wasserfall und Bergstraßen

Wir machen einen Strandspaziergang am Morgen, besuchen Korsikas westlichsten Punkt und höchsten Wasserfall und wir fahren noch einmal quer durchs Land an die Ostküste auf einen bereits bekannten Stellplatz.

Stellplatz und Strandspaziergang

Dienstag, 30. Dezember 2025

Vom Stellplatz ist es ungefähr eine Minute zu Fuß zum Strand. Perfekt! Nach dem Frühstück machen wir einen kurzen Spaziergang dorthin.

Anschließend fahren wir direkt los. Unser erstes Ziel ist der westlichste Punkt Korsikas, der nicht weit vom Stellplatz entfernt ist. Das Wetter ist herrlich, der Himmel überwiegend blau.

Westlichster Punkt Korsikas

Es gibt einen kleinen Parkplatz und einen Aussichtspunkt, dort halten wir an. Die Aussicht ist toll. Ich finde es herrlich, dort zu stehen und aufs Wasser zu gucken. Zusammen mit den Felsen ist der Anblick echt grandios.

Glücklicherweise gibt es eine Karte mit Erklärungen, sonst wäre ich nicht ganz sicher, wo genau dieser Punkt nun ist. Im Photo sieht man eine kleine Insel hinter der Landzunge. Und auf dieser Insel, Ile de Gargalo heißt sie, ist der westlichste Punkt Korsikas.

Noch einmal quer durchs Land

Wir wollen nochmal an die Ostküste und dafür müssen wir wieder quer durchs Land

In den Bergen fahre ich wieder. Übrigens ist die Weihnachtsdekoration hier angenehm unaufdringlich. Der Mann knipst und ich fordere ihn auf, eine Bushaltestelle für meine Galerie zu knipsen.

Korsikas höchster Wasserfall

Laut unserem Reiseführer ist die Cascade du Voile de la Mariée der höchste Wasserfall der Insel Korsika. Wasserfälle sind stets extrem beeindruckend und spannend, daher wollen wir dort hin.

Wir stellen unser Auto in einer Parkbucht am Straßenrand ab. Wir haben Hunger, weswegen wir erst noch etwas essen, bevor wir auf Wanderschaft gehen.

Der Aufstieg ist für jemanden wie mich ein Abenteuer. Ich bin nicht sonderlich trittsicher und habe Höhenangst. Ohne Geländer oder Mauer ist mir das nicht ganz geheuer. Die Bäume gleichen das zumindest ein bisschen aus.

Es hat sich gelohnt, den inneren Schweinehund zu überwinden. Wasserfälle sind einfach toll! Hier fällt das Wasser laut Reiseführer 70 Meter in die Tiefe.

Bergauf geht ja meistens noch, da gucke ich nach oben und alles ist fein. Bergab ist immer etwas schwieriger. Aber auch das schaffe ich problemlos.

Fahrt durch die Berge

Wir fahren durch die Berge. Bei Park4night wird von Campern ein Parkplatz angepriesen, den wir uns angeguckt haben. Aber das ist sicher nichts für uns. Der Platz ist eigentlich eine Wendestelle mit einer Info-Tafel. Bei P4N ist dort angegeben, dass drei Camper Platz hätten. Ja, das haben sie vielleicht, aber dann kann dort niemand mehr wenden oder kurz anhalten. Ein typisches Problem von P4N übrigens, dass die Leute vollkommen unberücksichtigt lassen, dass auch andere die Parkplätze nutzen wollen. Und dann wundern sie sich, dass Camper nicht erwünscht sind.

Wir jedenfalls stellen uns da ganz sicher nicht hin, zumal das ganze Dorf auf einen Blick sieht, dass da wieder einer steht. Der nächste Platz von dem wir wissen, dass er geöffnet hat, ist der unserer ersten Nacht auf Korsika und da fahren wir jetzt hin.

Schweine! Endlich wieder Schweine auf der Straße! Und die haben es nicht sonderlich eilig damit, die Straße zu überqueren.

Den höchsten Punkt haben wir vermutlich erreicht, nun geht es wieder bergab Richtung Küste.

Die Bergidylle wird jäh unterbrochen durch eine Staumauer. Wir sind fast an der Küste angelangt und zurück in der Zivilisation. Die Straße führt nun schnurgerade Richtung Süden. Das kennen wir ja schon vom zweiten Tag in die andere Richtung.

Diesmal erreichen wir den Campingplatz bevor es komplett dunkel ist und vor allem ohne Regen.

Wir waren im Laufe des Tages einkaufen, unter anderem 5-Liter-Kanister mit Trinkwasser zum Auffüllen unseres leeren 10-Liter-Kanisters, in dem die Pumpe ist. Beim Auffüllen achten wir beide nicht darauf, dass unser 10-Liter-Kanister voll ist, während im zweiten Fünfer noch was drin ist. In den Zehn-Liter-Kanister gehen etwas mehr als 10 Liter rein, ein bis zwei Liter zusätzlich. Aber plötzlich plätschert es und der Kanister läuft über. In den Fünf-Liter-Kanistern ist wohl deutlich mehr als fünf Liter drin. Prinzipiell gut für uns, jetzt gerade aber nicht so sehr.

Ich wische eiligst das Wasser auf. Da wir fast immer schräg stehen, ist aber auch etwas nach vorne gelaufen und ich muss eines der Fächer ausräumen, um zu gucken, ob darin alles trocken ist. Was für eine Aufregung und Hektik! Und ja, bis auf ein ganz klein wenig Wasser am Rand ist auch das Staufach trocken. Glück gehabt!

Statistik

197 Kilometer sind wir an diesem Tag gefahren.

Karte

Auf der Karte sieht das so aus:

Video

Ab morgen gibt’s hier auch noch ein Video zu dem Beitrag.

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