Bonifacio und ein Blick auf Sardinien

Wir fahren zur Südspitze der Insel, werfen einen Blick auf den südlichsten Punkt und auch rüber nach Sardinien. Anschließend laufen wir durch die Altstadt von Bonifacio.

Auf zur Südspitze!

Donnerstag, 1. Januar 2026

Wir haben super geschlafen! Das Auto steht endlich mal wieder gerade. Und ich habe die erste Silvesternacht in meinem Leben erlebt, in der ich keinen einzigen Böller und keine einzige Rakete mitbekommen habe. Pyrotechnik scheint hier nicht so beliebt zu sein. Wir haben auch nirgendwo Silvesterfeuerwerk zu kaufen gesehen.

Heute wollen wir zur Südspitze der Insel fahren. Wir lassen uns mit Frühstück und Badezimmer Zeit. Gegen 11 Uhr geht es los.

Das Wetter ist bombastisch. Wir fahren an die Südspitze der Insel, das Capo Pertusato. Die Steilküste hier ist etwa 100 Meter hoch. Man hat einen tollen Blick auf Bonifacio. Die Stadt wollen wir nachher auch noch anschauen.

Unterwegs halten wir noch einmal, um die Küste und die Gegend hier zu knipsen. Ruinen der Besatzung während des zweiten Weltkrieges stehen hier noch herum und sind dem Verfall überlassen.

Capo Pertusato und südlichster Punkt

Unser Auto parken wir neben dem Militärgebiet. Ab hier ist für Fahrzeuge gesperrt. Bevor wir uns zu Fuß auf den Weg machen, gibt es im Camper eine Kleinigkeit zu essen. Um unseren Camper herum turnen allerlei Vögel in den Büschen.

Wir laufen oben an der Steilküste entlang. Die Felsen sind mit niedrigem Gestrüpp bewachsen, durch das einige Trampelpfade und auch richtige Wege führen.

Dort unten ist der südlichste Punkt. Runterlaufen zum Strand ist mir aber zu anstrengend, wir bleiben oben auf der Steilküste. Von hier aus kann man bis Sardinien gucken. Allerdings ist das auch nicht weiter schwer, die Meerenge zwischen den beiden Inseln ist an der schmalsten Stelle nur 12 km breit.

Später im Camper bei einem Blick auf die Karte muss ich leider feststellen, dass es doch nicht der südlichste Punkt war. Der ist auf einer Insel, die südöstlich von der Hauptinsel liegt. Nun denn, immerhin ist es der südlichste Punkt der Hauptinsel.

Es ist extrem schön hier. Raben drehen ihre Runden, die Aussicht ist toll, das Meer ist blau und türkis, der Himmel ist blau und dazu die weißen Felsen an der Küste.

Wir gehen zurück zum Auto, wir wollen ja noch in die Stadt. Da fahren wir jetzt hin.

Bonifacio

Der Herr Lebensabschnittsgefährte hat mit seiner Kamera ein Panorama erstellt.

Bonifacio ist die südlichste Stadt der Insel und soll total schön sein. Die Stadt sieht schon von Weitem toll aus oben auf den weißen Felsen.

Wir parken unten am Hafen. Die Stadt besteht aus zwei Teilen, die Oberstadt mit der historischen Altstadt, die wir uns anschauen wollen, und der moderne Teil hier unten mit Hafen usw.

Der Weg nach oben führt über eine ziemlich steile Straße. Autos sind in der Altstadt nicht erlaubt, der Weg ist nur für Fußgänger - Und man muss schon echt gut zu Fuß sein.

Es folgt ein Blick auf die Steilküste und den südlichsten Punkt Korsikas, an dem wir vorhin noch waren, und anschließend die nächste steile Straße, an deren Ende ein netter Blick auf den Hafen wartet.

Die Straßen in der Altstadt sind sehr eng und rechts und links stehen teilweise vierstöckige Gebäude. Ich finde es ein wenig beklemmend, durch diese Straßen zu laufen. Außerdem herrscht gespenstische Stille, bis wir zu einer belebten Straße kommen..

An mehreren Stellen in der Stadt hört und sieht man feiernde Leute. Vermutlich sind die immer noch mit Silvester und Neujahr beschäftigt. In einem Lokal sitzen ganz viele an einem Tisch, singen zur Melodie von Happy Birthday to you irgendetwas mit einem korsischen Text. In einem kleinen Lebenmittelladen schauen wir, ob es zufällig noch ein Baguette gibt, wir sind mittlerweile voll auf Baguettes. Gibt’s leider nicht. Vor dem Laden stehen Männer und trinken Sekt, im Laden stehen Männer und trinken Kaffee, es riecht nach frisch aufgebrühtem Kaffee. Touristen sind eher wenige unterwegs. Und überall liegt Hundescheiße, es gibt ja kein Grün, das die Hunde nutzen können, die müssen auf die Straße machen. Und heute hat das wohl noch niemand weggemacht.

Wir laufen zurück zum Auto. Die steilen Straßen sind auch bergab nicht ohne.

Zurück zum Campingplatz

Ortsschilder und Wegweiser sind hier zweisprachig, Französisch und Korsisch. Auf vielen davon ist das Französische mit schwarzer Farbe durchgestrichen.

Eine Autowaschanlage ohne Gebäude drumherum ist bei uns in Deutschland auch nicht anzutreffen, ich kenne jedenfalls keine.

Auf dem Campingplatz quatschen wir ein wenig mit der Besitzerin, die Österreicherin ist. Wir kaufen drei Gläser Honig und bezahlen den Stellplatz.

Den Abend verbringen wir mit spielen, Serie gucken und Podcast hören. Als wir ins Bett gehen, fängt es an zu regnen. Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter heute.

Statistik

85 Kilometer sind wir an diesem Tag gefahren.

Karte

Auf der Karte sieht das so aus:

Video

Ab morgen gibt’s hier auch noch ein Video zu dem Beitrag.

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