Der letzte Tag auf Korsika

Wir besichtigen Sartène, essen Burger und Chips zu mittag und machen uns auf den Weg zur Fähre.

Der letzte Tag ist angebrochen

Freitag, 2. Januar 2026

Nachts schüttete es wie aus Eimern, ich konnte kaum schlafen. Irgendwann machte ich den Lüfter aus und das Fenster zu, weil der Regen so stark war. Nach einer Weile bekam ich Kopfweh und öffnete das Fenster wieder. Und immer, wenn ich gerade einschlafen wollte, fing es wieder an zu schütten.

Nun denn, heute heißt es Abschied nehmen von der schönen Insel. Aber kein Problem, ich nehme sie im Kleinformat und in zahlreichen Bildern und Videos mit.

Als Andenken an diese Reise habe ich mir gestern in Bonifacio eine neue Kaffeetasse gekauft, aus der ich heute meinen Kaffee schlürfe. Nebenbei sortieren wir unsere Klamotten nach schmutzig und sauber, was geht mit aufs Schiff usw. Wir werden auch erst auf dem Schiff duschen. Hier auf dem Campingplatz ist zwar auch eine, aber die ist halt … typisch mediterran. Ich kenne das aus früheren Urlauben auf italienischen Campingplätzen. Die Sanitärgebäude sind nicht geschlossen. Heute Morgen sind die Temperaturen im unteren einstelligen Bereich, da ist mir eine quasi Freiluft-Dusche zu frisch. Ich möchte lieber ein beheiztes Bad.

Sartène

Heute haben wir noch zwei Punkte auf unserer To-Do-Liste. Einer davon ist die Stadt Sartène. Flächenmäßig ist das die größte Stadt der Insel. Außerdem wurde in Sartène die Mutter von Napoléon Bonaparte geboren.

Der Schriftsteller Prosper Mérimée (1803 - 1870) hat Sartène als “die korsischste aller korsischen Städte” bezeichnet. Das geht wohl darauf zurück, dass hier Familienfehden und Vendetta an der Tagesordnung waren.

Auch Sartène ist in eine Oberstadt und eine Unterstadt geteilt. Wir wollen natürlich die historische Oberstadt besichtigen. Das heißt wieder Treppensteigen und steile Wege hinauf schnaufen.

Wir spazieren eine Weile dort herum, knipsen hier und da, ein paar nette Details, ein paar hübsche Häuser.

Wir machen uns wieder auf den Weg nach unten, wir kommen an einem Moped-Grill vorbei und bestaunen die Weihnachtsdeko auf dem Felsen.

Wir müssen aufgrund von Einbahnstraßenregelungen durch den ganzen Ort fahren. Dabei kommen wir auch an einer Schule vorbei. Die sieht ganz schön runtergekommen aus. Dann geht es durch enge Straßen und enge Gassen.

Einkaufen und Mittagessen

Wir müssen an Propriano vorbei, wo unsere Reise begann. Auch hier hat man den französischen Namen auf dem Ortsschild einfach durchgestrichen.

Wir gehen noch einmal in denselben Supermarkt wie am ersten Tag. Wir kaufen unser Mittagessen und ein paar weitere Lebensmittel für die nächsten Tage, Chips für zuhause und korsischen Kaffee als Mitbringsel.

Auf unserer Weiterfahrt kommen wir an einem Friedhof vorbei. Erst jetzt dringt in mein Bewusstsein, dass es durchaus interessant gewesen wäre, mal einen davon zu besichtigen. Wie die Ortsnamen so sind auch die Friedhöfe hier mehr italienisch als französisch. Sie wirken wie kleine Städte, weil so viele kleine Gebäude für Familiengräber etc. darauf stehen. In die Mauern rundherum sind vermutlich die Urnen-Fächer eingelassen. Leider ist es zu spät, jetzt habe ich nur Bilder im Vorbeifahren gemacht.

Auch muss ich dringend noch die Pflanzen knipsen, die uns während der Reise entlang der Straßen begleiten, insbesondere im Süden und an der Ostküste.

Für unser letztes Mittagessen auf Korsika haben wir einen Parkplatz direkt an einem Strand mit einem tollen Blick aus dem Camper ausgemacht.

Vorhin im Supermarkt haben wir uns Burgerbrötchen und Pattys mitgenommen. Jetzt gibt es Burger und als Beilage Chips. Das passt ganz hervorragend zusammen!

Zum Nachtisch gibt es Schokolade und Kaffee. Dann legen wir noch ein wenig die Füße hoch, denn wir haben noch Zeit. Und hier ist es allemal schöner als in der Stadt.

Ajaccio

Gegen 16 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Ajaccio. Unterwegs halten wir aber nochmal an und ich knipse die Stadt von der anderen Seite der Bucht aus.

Auf dem letzten Streckenabschnitt muss ich noch einmal die Pflanzen knipsen.

Der zweite Punkt auf unserer To-Do-Liste ist das Napoléon-Denkmal in Ajaccio. Um dorthin zu gelangen, müssen wir die Hauptverkehrsstraße am Hafen vorbei fahren.

Schlussendlich haben wir uns das doch verkniffen. Der Verkehr in der Stadt ist für uns total chaotisch. Die Straße ist dreispurig, von allen Seiten flitzen Mofas um Bert herum und scheren vor uns ein. Die Autos machen das nicht viel anders. Darauf haben wir keine Lust mehr. Wir biegen in eine Seitenstraße ab, die direkt zum Hafen führt. Sie ist allerdings etwas eng. Dafür kann man unsere Fähre aber sehen.

Am Hafen werden wir erstmal wieder weggeschickt. Wir sind noch zu früh, vor uns wird eine andere Fähre abgefertigt. Hier gibt es keine Lanes wie bei uns zuhause im Hafen, dafür ist hier gar kein Platz. Der Hafenmitarbeiter schickt uns zu einem Parkplatz in der Nähe. Gut gemeint, aber leider nicht gut, dieser Parkplatz hat nämlich eine Höhenbegrenzung. Haha, sehr lustig.

Neben dem Parkplatz ist noch ein weiterer, da fahren wir hin. Jetzt stehen wir hier quasi direkt in der Marina. Ich hoffe, wir bekommen das Auto hier nachher gewendet ohne abzusaufen.

Die Wartezeit verbringen wir damit, den Rucksack für die Fähre zu packen und unsere Chips- und Kaffeevorräte zu verstauen. Nach einer Stunde etwa geht es los.

Statistik

Es gibt keine Statistik für diesen Tag, wir haben vergessen, den Tacho zu knipsen. Laut GPS sind wir knapp 100 km gefahren.

Karte

Auf der Karte sieht das so aus:

Video

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Author

dark*

Immer gerne auf Tour, am liebsten im Norden

2. Januar 2026